Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Hartmut Ott Newsgroups: ger.ct Subject: Re: COP30 Date: Mon, 17 Nov 2025 14:27:33 +0100 Lines: 72 Message-ID: References: <10f81q8$3032e$1@dont-email.me> <20251114213325.12c2046c.dietz.usenet@rotfl.franken.de> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=UTF-8; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net HJdDi5gwJbdpgLzhT6NQZAuNiee0PbBqPgGN/i6KZhsz51fmhI Cancel-Lock: sha1:7qm8ykScM7KX4avsBb+5+XFnPQ0= sha256:knEP4U0O+9zIAMzZnHquAKtGuCoI2mvVEDy4PR2DWeY= User-Agent: Mozilla Thunderbird Content-Language: en-US In-Reply-To: Xref: csiph.com ger.ct:650915 Hej, Am 16.11.25 um 20:09 schrieb Hermann Riemann: >> Keine Ahnung, aber mehr CO2 im Gewächshaus sorgt für besseres >> Pflanzenwachstum, > > Wenn CO₂ die Grenze ist. > Andere Begrenzungen sind Wasser, Mineralien etc. Beschaffenheit des Boden usw. >> aber leider auch für weniger Nährstoffe in der Pflanze. > > Die Zusammensetzung hängt von der Zuführung ab. > Mehr CO₂ könnte zu einem höheren Anteil von Zucker führen. > >> Und das sollte man lieber vermeiden. > > Oder erst in Gewächshäuser auf Nebeneffekte testen. Das ist in der Natur schon länger so. Hoher CO2 Gehalt, bedeutet entsprechend weniger Nährstoffe in der Pflanze. .................... Weltweit wurde von Wissenschaftlern beobachtet, dass natürliche Ökosysteme immer weniger Nährstoffe enthalten – in Bäumen, Gräsern und wilden Pflanzenarten. Im Jahre 1842, kurz vor der industriellen Revolution, lag der Kohlendioxidgehalt bei 280 Teilen pro Million, heute liegt er knapp über 420. Zu diesem Ergebnis kam das Team um Lewis Ziska, das anhand von Sammlungen des Naturkundemuseums der Smithsonian Institution in Washington Pollen der Goldrute analysierte – die als Nahrungsquelle für Bienen dient. Der Proteingehalt der Pollen und damit der Nährstoffgehalt nahm im Laufe der Zeit um etwa ein Drittel ab. Bei neueren Experimenten mit der Goldrute stieg der Kohlendioxidwert sogar bis zu 500 Teilen pro Million. Die Population der Vögel in der o. g. Konza-Prärie reduzierte sich von 65 im Jahr 1980 auf weniger als 20 Individuen im Jahr 2021, glaubt man der Vogelökologin Alice Boyle von der Kansas State University in Manhattan. Demnach könnten die Bestände, die sie mit ihrem Team untersuchte, innerhalb von 100 Jahren aus der Prärie verschwinden. In mehrjährigen Untersuchungen aus den USA, Großbritannien und Australien wurden in einigen Obst-, Gemüse- und Getreidesorten ein niedrigerer Vitamin- und Mineralstoffgehalt festgestellt als noch in den 1950er Jahren. Gemüse und Getreide seien ärmer an Vitaminen und Mineralstoffen. Man müsse die zehnfache Menge davon essen, um die gleiche Nährstoffmenge wie früher aufzunehmen. Der Gehalt an Vitalstoffen falle seit den 1970er Jahren rapide. Menschen greifen daher immer öfter zu Nahrungsergänzungsmitteln und speziellen Vitaminsäften. Während mehr Getreide mit höherem Stärkegehalt produziert wurde, sinkt der Gehalt an Mikronährstoffen, weil die Pflanzen weniger davon aufnehmen. ........................... -- -- mfg Hartmut Ott --