Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Juergen Newsgroups: ger.ct Subject: Re: Bundesnetzagentur: Vollversorgung für Singles bei Gasausfall "auf keinen Fall zu rechtfertigen" Date: Wed, 20 Apr 2022 11:39:28 +0200 Organization: Privat Lines: 87 Message-ID: References: <663o5hlfu435bp0fuktqshmjf2sse7l4tm@4ax.com> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=utf-8 Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net G10njKBUtlcDl6Oj5njrCQClnNIC1ioSl7SJH7IP9OcPfg3qqK Cancel-Lock: sha1:ef6UnqROnnLobobT/Hr3B7blu5o= X-Newsreader: Forte Free Agent 1.92/32.572 Xref: csiph.com ger.ct:552274 Am Sun, 17 Apr 2022 17:51:11 +0200 schrieb Martin Gerdes zum Thema "Re: Bundesnetzagentur: Vollversorgung für Singles bei Gasausfall "auf keinen Fall zu rechtfertigen"": >Juergen schrieb: >>>> Man liest jetzt wieder Spartipps wie die Heizung bei Abwesenheit >>>> runterzudrehen und einzelne Räume nicht zu heizen. Das ist so >>>> ziemlich das Gegenteil, was man zum Beispiel im Haustechnikforum zum >>>> hydraulischen und thermischen Abgleich findet. >>> Was findet man denn im Haustechnikformum zum hydraulischen und >>> thermischen Abgleich? >> Kurzversion: Alle Thermostatköpfe abschrauben oder voll aufdrehen. Am >> besten bei Frost. >Den Frost muß man erstmal haben. Dieses Jahr wäre das hierzustadt etwa >eine Woche lang möglich gewesen. Niemand hat gesagt, dass es leicht wird. >> Daraufhin wird es vermutlich in allen Räumen zu warm. >> Also Heizkurve absenken, bis die gewünscht höchste Raumtemperatur eines >> Zimmers (meist Bad) nicht mehr erreicht wird. Heizkurve wieder etwas >> anheben. >Kann man das überhaupt? Man übersieht zu jeder Außentemperatur ja gerade >einen Punkt, nicht etwa die Kurve. Mit irgendwas muss man halt anfangen. >Verschiebt man die Kurve parallel, verschiebt man auch diesen einen >Punkt. Damit ist aber nicht gesagt, daß die Steigung der Kurve (meistens >ist es ja eine Gerade) stimmt. >>Danach den Durchfluss der Heizkörper in den anderen Räumen reduzieren, >>dass dort die Wunschtemperaturen erreicht werden (an den >>Thermostatventilen so voreinstellbar) oder über Rücklaufverschraubungen >>(so vorhanden). >Vorher sicherstellen, daß man entweder voreinstellbare Thermostatventile >oder voreinstellbare Rücklaufverschraubungen hat. Selbst wenn man die gar nicht hat, dürfte es etwas ausmachen, keine unnötig hohen Vorlauftemperaturen mehr zu fahren. >> Thermostatköpfe wieder montieren und auf die jeweilige Wunschtemperatur >> einstellen. Dienen jetzt nur noch dem Wegregeln von Fremdwärme (Sonne, >> E-Geräte, viele Menschen). >> Wird es bei stärkeren Frost nicht mehr warm genug, >... den man dann erstmal haben muß ... >> ist die Heizkurve zu flach. Reicht in der Übergangszeit die Heizung >> nicht, vermutlich zu steil. Das Feintuning kann durchaus über Jahre gehen. >Physik ist halt schwierig. Solange die Mehrzahl der Leute glaubt, es >werde im Zimmer schneller warm, wenn man den Thermostaten auf 5 stellt, >habe ich da wenig Hoffnung. Wenn die Vorlauftemperatur viel höher ist als nötig funktioniert das ja auch, weil das ja 24 oder 25 °C entspricht und noch nicht geregelt wird wenn 22 °C erreicht sind (wie bei Stufe 3 wenn ich das richtig im Kopf hab). Anders: es gibt erstmal deutliche Überschwinger. >> Manche Tippgeber schreiben davon, jeden Tag zurückzudrehen, wenn man auf >> der Arbeit ist. >Das kann man ja machen. Sicher kann man. So man etwas zurück dreht und nicht gleich auf Frostschutz praktisch abstellt (aus meiner subjektiven Sicht). >Wie gesagt: Physik ist nicht trivial. Selbstverständlich kann man die >Temperatur zurücknehmen in Zeiten, in denen man nicht da ist, und >natürliich spart das auch Heizung. Der Teufel steckt da halt nur im >Detail. Oder so.