Path: csiph.com!feeder.erje.net!2.us.feeder.erje.net!goblin1!goblin.stu.neva.ru!news.albasani.net!lilly.ping.de!rainerk From: Rainer Knaepper Newsgroups: ger.ct Message-ID: References: Subject: Re: Mein Eindruck zum iPhone X Date: Thu, 07 Dec 2017 00:39:00 +0100 User-Agent: FreeXP (CrossPoint)/3.42 (R/C18285; DOS16/WinXP [XMS]) MIME-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=ISO-8859-1 Content-Transfer-Encoding: 8bit Reply-To: rainer@smial.prima.de X-XP-Version: FreeXP (CrossPoint)/3.42 (R/C18285; DOS16/WinXP [XMS]) X-RFC-Converter: E-UUZ/II [FreeXP v3.40.2 RC4] @ 200601212002 Cancel-Lock: sha1:2O1ALuhKnPU03BjajWMkkskNcEQ= Lines: 73 Xref: csiph.com ger.ct:332100 neudert@5sl.org (Dr. Joachim Neudert) am 06.12.17: > Am 06.12.17 um 09:40 schrieb Rainer Knaepper: >> neudert@5sl.org (Dr. Joachim Neudert) am 06.12.17: >> >>> Schau mal nach "Mastered for iTunes" >> >>> Diese Aufnahmen sind dann leiser abgemischt, um wieder einen >>> höheren Dynamikumfang zu erreichen. >> >> Wer macht das? Sony/BMG und Konsorten selber? > Ja. Lies mal unter "Loudness war" > https://de.wikipedia.org/wiki/Loudness_war > https://www.bonedo.de/artikel/einzelansicht/spotify-und-das-ende-de > s-loudness-war.html > https://www.heise.de/ct/ausgabe/2017-13-Spotify-senkt-die-Lautstaer > ke-seiner-Streaming-Musik-3733118.html Da steht nirgends etwas davon, daß die Anbieter nun massenhaft Material neu abmischen würden. Einziger konkreter Satz: "Mit dieser Zielvorgabe können Label ihre Songs speziell für iTunes mastern lassen (Mastered for iTunes), sodass sie dort mitunter eine höhere Dynamik erreichen als auf CD - garantiert ist dies aber nicht. " Was die Streamer alle machen, ist, stark komprimierte, "laute" Abmischungen im Pegel abzusenken, so daß sie sich im Stream im Vergleich zu anderen Tracks eben nicht mehr vordrängeln. Das kann aber auch der Foobar2000 seit vielen Jahren, auch wenn das mit allerlei Handarbeit verbunden ist, man muß sich die entsprechende Datenbank halt selbst zusammenstricken. Winamp konnte das afair auch schon. >> Oder bekommt Apple die >> Premaster-Takes und mischt selbst? Oder rechnet ein Programm >> überkomprimierte Aufnahmen "irgendwie" wieder auf mehr Dynamik um? >> >> Versteh mich nicht falsch, ich will ja gar nichts böses >> unterstellen, aber sitzen da wirklich tausende von Tonmeistern >> herum, um Millionen von Takes komplett neu zu mastern? > Ein paar offenbar schon. Der Beleg dafür fehlt, außer Ankündigungen finde ich nichts. Sie /können/ (und sollten) es machen, und natürlich ist es lobenswert, wenn die Streamingdienste das fördern. Kann der Musik und uns Hörern nur gut tun. Es ist aber keine "Erfindung" von Apple, sondern nur die allfällige Korrektur einer Fehlentwicklung, die seit Jahren diskutiert, aber aufgrund unterschiedlicher Lobbyinteressen immer nur halbherzig angegangen wird. Ps: Den Lärmkrieg kann man übrigens exemplarisch bei den Veröffentlichungen von Jethro Tull über Jahrzehnte verfolgen. Nach den 1970er Jahren wurde jedes Album lauter als das vorhergehende. Aber Herr Anderson scheint irgendwann die Kurve bekommen zu haben, ich habe eine Solo-CD von ihm, die sehr fein und nuancenreich (teils akustisch) instrumentiert ist. Und gar nicht laut. Freilich auch nicht sehr erfolgreich, was aber nicht zwingend an der fehlenden Lautstärke liegen mag. Ist halt eher was für Fans... Rainer -- Macht doch einfach alle mal Urlaub, Ihr habt den dringend nötig. (Tom Kurpjuweit in de.rec.fotografie)