Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!news.dfncis.de!not-for-mail From: =?UTF-8?Q?Hans-Bernhard_Br=c3=b6ker?= Newsgroups: de.sci.physik Subject: Re: Reisedauer zum Alpha Centauri Date: Sat, 24 Dec 2016 13:54:43 +0100 Lines: 51 Message-ID: References: <4fde73b0-e723-4a3c-acbb-47c65ce6f2c8@googlegroups.com> <51165b85-aa2b-40ed-b490-1143cda45433@googlegroups.com> <6798d2c6-3d29-4d4f-8080-a0a35e741070@googlegroups.com> <7b450b97-5d9d-4aa5-85c3-81d3b139a444@googlegroups.com> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=utf-8; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: news.dfncis.de FYWLIu/h6ZzP7gqLKeF1Lgymx8Hg/O0o0a7w9i7cLJnzDh0dIdNcXWQ3N7 Cancel-Lock: sha1:TIztkxuxlJmP1jm2NrpUfP8GXro= User-Agent: Mozilla/5.0 (Windows NT 10.0; WOW64; rv:45.0) Gecko/20100101 Thunderbird/45.5.1 In-Reply-To: <7b450b97-5d9d-4aa5-85c3-81d3b139a444@googlegroups.com> Xref: csiph.com de.sci.physik:101149 Am 24.12.2016 um 09:48 schrieb Manfred Ullrich: > Es gibt in dieser Sache offensichtlich keinen Konsens hier. Das liegt allerdings überwiegend daran, dass hier zwar die meisten Diskutanten fest davon überzeugt sind, die SRT ausreichend verstanden zu haben, um sich ein Urteil zu bilden, dies jedoch, wie meistens, nur auf eine Minderheit wirklich zutriff., > Nun gibt es doch aber die Formeln dt' = dt*Wurzel[1-(v/c)²] und dx' = > dx*Wurzel[1-(v/c)²]. Es gibt sogar noch viel mehr Formeln. Allein aus ihrer Existenz folgt aber nicht, dass sie korrekt angewendet werden. Im vorliegenden Fall kommt noch hinzu, dass du eine der beiden Formeln falsch gelernt bzw. abgeschrieben hast. > Also für den Reisenden vergeht seine Zeit im > gleichen Maße langsamer, wie sich - für ihn - die Strecke (außen) > verkürzt. Eben nicht "also". Es gibt für den Reisenden keinerlei Dilatation seiner eigenen Zeit. Oder wie es Einstein selbst wohl mal formuliert hat: Zeit ist, was Uhren messen. Es ist stattdessen so: für den Reisenden verkürzt sich die Fahrtstrecke mit zunehmender Geschwindigkeit immer weiter; er kommt daher insgesamt laut Schiffschronometer früher an, als er nach Newton und Galilei erwartet hätte. Für die Streckenposten, die sich das von außen ansehen, laufen alle Vorgänge in der Rakete (Uhren eingeschlossen) langsamer, als man nach Newton und Galilei erwartet hätte. Das Endresultat ist absolut, also für beide das gleiche: der Schiffschronometer zeigt eine geringere Reisedauer an, als nach L/2 = g/2 * (t/2)^2 für eine "bis zur Mitte beschleunigen mit einem Ge, dann Rakete umdrehen und bis zum Ziel bremsen mit einem Ge" Reise der Länge L nach Newton herausgekommen wäre. Es kommt also nicht t = 2 * sqrt(L/g) heraus, sondern weniger. > > Ich kann mir nicht helfen, aber für mich sieht das so aus, als würde > seine Reisedauer so sein, als gäbe es die begrenzende > Lichtgeschwindigkeit nicht, egal, wie schnell er saust. > Gegenargumente??? > > Manfred >