Path: csiph.com!news.fcku.it!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Gerhard Hoffmann Newsgroups: de.sci.electronics Subject: =?UTF-8?Q?Re:_R=c3=b6hren-Sound_-_die_II.?= Date: Wed, 7 Feb 2018 17:57:01 +0100 Lines: 74 Message-ID: References: <76qpke-ju9.ln1@hergen.dyndns.org> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=utf-8; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net wrjj8Wcfq0TTO2oV3Z7Hegk0IpGdc66/c8HtC8RgFZ5li81QI2 Cancel-Lock: sha1:5pjuJ2VZt+DHwhr8NIFM6S7i88U= User-Agent: Mozilla/5.0 (X11; Linux x86_64; rv:52.0) Gecko/20100101 Thunderbird/52.6.0 In-Reply-To: Content-Language: en-US Xref: csiph.com de.sci.electronics:240628 Am 07.02.2018 um 16:34 schrieb Andreas Fecht: > Gerhard Hoffmann schrieb: >> Am 07.02.2018 um 15:08 schrieb Andreas Fecht: >>> Hans-Peter Diettrich schrieb: >>>>> Der Spannungsteiler wird dabei komplett abgeklemmt und das >>>>> Eingangssignal direkt auf die >>>>> Elektronik gegeben. Das bedeutet ja nicht, dass man keine Blitzschutzmaßnahmen treffen darf. >>>> >>>> Dann sind die "etliche GigaOhm" wohl virtuell zu verstehen, als >>>> Eingangswiderstand eines MOSFET? >>> >>> Das gibt's mittlerweile auch ohne FET, >>> 25fA Eingangsstrom und >1TOhm Eingangswiderstand. >>> >>> www.ti.com/lit/ds/symlink/lmc6001.pdf >> >> Nur, weil die FETs jetzt in dem OpAmp sind, deshalb sind sie >> ja nicht wirklich weg! > > Laut Datenblatt ist das kein JFET-OP. LMCxxxx steht normalerweise bei NS/TI für CMOS, auch wenn das sorgfältig vermieden wird im Text auszusprechen, gilt es doch als unpräzise. Es ist mir auch ein Rätsel, wie man zu der Behauptung kommen kann, 22 nV/rt Hz wäre besonders wenig Spannungsrauschen und gar besser als JFET OPAmps, noch dazu nur typ. und nicht garantiert, und bei 1 KHz. Viel schlimmer kann es nicht kommen. Zum Vergleich: OPA140 5.3 nV/rt Hz OPA527/637 4.5 ADA4627 6.1 Es gibt noch bessere, ganz zu schweigen von diskreten JFETs: BF862 1 nv/rt Hz RIP! IF3601 300 pV / rt Hz Bei Elektrometer-Verstärkern kann man mit JFETs sowieso keinen Blumentopf gewinnen. Bei 0V über der Sperrschicht ist deren Widerstand normalerweise gerade mal ein paar KOhm. Das wird mit steigender Spannung zwar besser, aber schon bei - ein paar Volt am Gate ist eben so ziemlich jeder JFET vollkommen zu. Bob Widlar hat mal einen bipolaren OpAmp gebaut, nur um mal eben zu beweisen, dass der besser sein kann als die gängigen FET-Verstärker. Ich habe gerade einen Verstärker auf dem Tisch, bei dem 30 kleine JFETs parallelgeschaltet sind, wegen des Rauschens. Der Bias-Strom fällt durchaus störend auf. 1V Abfall über einem 47Meg Gatewiderstand, und das bei Raumtemperatur. Alle 10 Grad verdoppelt sich das Problem. Da kommt der Bias-Servo recht bald an seine Grenzen. Und bei mehr als ein paar Volt Vds kommt noch der Ionisations- strom dazu, der auch über das Gate abfließt. Cascode rulez! Gruß, Gerhard