Path: csiph.com!feeder.erje.net!2.eu.feeder.erje.net!newsreader4.netcologne.de!news.netcologne.de!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Kurt Newsgroups: de.sci.electronics Subject: =?UTF-8?Q?Re:_Seitenb=c3=a4nder=2c_was_ist_das=3f?= Date: Tue, 17 Oct 2017 21:30:06 +0200 Lines: 122 Message-ID: References: <20171001204310.2db6daba@Achmuehle.WOR> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=utf-8; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net hoTA/cEbTt1rvVIvmafCyQ8Na2ZIwgYEX05zU2+xXcapfdHgrs Cancel-Lock: sha1:BJU7DdHEmNTjtW9r2ext1Tviu20= User-Agent: Mozilla/5.0 (Windows NT 6.1; WOW64; rv:52.0) Gecko/20100101 Thunderbird/52.4.0 In-Reply-To: Content-Language: de-DE Xref: csiph.com de.sci.electronics:233838 Am 17.10.2017 um 14:22 schrieb Stefan: > Am 16.10.2017 um 23:48 schrieb Kurt: >> Am 16.10.2017 um 22:57 schrieb Rolf Bombach: >>> Kurt schrieb: >>>> > >> Hat ein kontinuierliches Rechtecksignal, unabhängig seines >> "Ein/Aus"-Verhältnisses, eine konstante Periodendauer und damit >> verbunden eine konstante Frequenz? > > Ja hat es. Das halten wir doch gleich mal fest! > Es besteht trotzdem aus verschiedenen Frequenzanteilen Was sind Frequenzanteile? > und > kann durch Addition der entsprechenden Sinussignale nachgebildet werden. > In etwa, Ja. (nicht der, sondern durch) > Warum ist das so? > > Die Sinusschwingung ist sowas wie die Grundform oder Idealform einer > Schwingung. Im Prinzip ist die Sinuskurve die Projektion einer > gleichförmigen Kreisbewegung auf eine lineare Achse. Richtig. > > Das Prinzip findet man schon bei Albrecht Dürer (Underweysung 1525). Sagt mir nichts. > > Nun gibt es schwingungsfähige Systeme, z.B. Pendel, Schwingkreise, > akustische Resonatoren die zu Schwingungen angeregt werden können. > Richtig, sie verhalten sich, so wie RC-Schwingkreise auch, wie es eben akkumulierende Gebilde machen. > Bei akustischen Systemen, vor allem bei Musikinstrumenten, hat man > festgestellt, dass diese bei gleicher Tonlage unterschiedlich klingen > können. Gleiches geht auch bei HF. (nur hört man die halt nur indirekt) > Der Grund sind unterschiedliche Kurvenformen, die man als > Oberwellen beschreiben kann, d.h. der Ton eines Instruments setzt sich > zusammen aus verschiedenen sinusförmigen Einzeltönen. Nein, es können auch nichtsinusförmige Einzelsignale dabei sein, spielt aber keine Rolle. > Betrachtet man ein elektrisches System ist es dasselbe, d.h. addiert man > verschiedene sinusförmige Signale unterschiedlicher Frequenz und > Phasenlage lassen sich damit verschiedene Kurvenformen synthetisieren. Klaro. > > Man kann aber auch das ganze umkehren und eine vorhandene Kurvenform > analysieren und in ihre Spektralanteile, d.h. die verschiedenen > Grundschwingungen zerlegen. > Nein, das geht nicht. Addierst du unterschiedliche Signale, egal welcher Kurvenform und Phasenlage zueinander, erhältst du ein neues Signal. Dieses neue Signal hat mit den Quellsignalen nichts zu tun. > Das kann man auch mit einem Rechtecksignal machen. Wenn man dieses > analysiert erhält man die entsprechenden Frequenzanteile. Was sind Frequenzanteile? > > Dreht man das wieder herum, also addiert man entsprechende sinusförmige > Signale erhält man wiederum als Ergebnis ein annähernd rechteckförmiges > Signal. Die Abweichung vom idealen Rechteck hängt dann davon ab, > wieviele der theoretisch unendlich vielen Oberwellen man erzeugt und > addiert. Nein, du bringst nie ein gutes/perfektes Rechteck zusammen, egal wieviel Sinussignale du da verwendest. Das deine ganzen Vorstellungen nur theoretische Natur sind und nicht stimmen will ich dir mit einem Satz aufzeigen. Welche neuen Signale lassen sich mit einer Flanke erzeugen? - geradzahlige Oberwellen? - ungeradzahlige Oberwellen? - "unendlich", also sehr, viele Signale mit völlig voneinander unabhängiger Frequenz? Kurt