Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Joerg Newsgroups: de.sci.electronics Subject: Re: cross post: CONRAD macht in Braunschweig zu Date: Sat, 03 Jun 2017 13:25:14 -0700 Lines: 153 Message-ID: References: <54o8vd-ob7.ln1@hergen.dyndns.org> <16af3e21-601d-2a9a-3a7e-d1a751c5f113@arnowelzel.de> <943ad196-169a-0182-fb3e-57eff0c45aec@arnowelzel.de> <1vu67qq2relr$.uthj3qgtz3f6.dlg@40tude.net> <142kf1p8mehld.1wrnqcpx9nef2.dlg@40tude.net> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=UTF-8; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net YVUdTNfIg20qoRrhdA6D4gLqlpmDhVSqjpPVHMiosSi1Jnoftz Cancel-Lock: sha1:a8Srrfc8U4XqKxApMa2km90Lsyo= User-Agent: Mozilla/5.0 (Windows; U; Windows NT 5.1; en-US; rv:1.8.1.6) Gecko/20070728 Thunderbird/2.0.0.6 Mnenhy/0.7.6.666 In-Reply-To: Xref: csiph.com de.sci.electronics:228373 On 2017-06-03 12:44, Gerrit Heitsch wrote: > On 06/03/2017 09:35 PM, Joerg wrote: >> On 2017-06-03 12:18, Gerrit Heitsch wrote: >>> On 06/03/2017 09:06 PM, Joerg wrote: >>>> On 2017-06-03 11:23, Gerrit Heitsch wrote: >>>>> On 06/03/2017 04:13 PM, Joerg wrote: >>>>>> On 2017-06-03 06:24, Gerrit Heitsch wrote: >>>>>>> On 06/03/2017 03:15 PM, Joerg wrote: >>>>>>>> On 2017-06-03 06:02, Gerrit Heitsch wrote: >>>> >>>> [...] >>>> >>>>>> M.W. konnte Mirai nur eindringen, wenn Leute irgendwelche >>>>>> Default-Passwords und User Names stehenliessen. Auch musste es >>>>>> vielfach probieren, bis es durchkam. Das kann man beides bei meinen >>>>>> Kunden vergessen, geht nicht. >>>>> >>>>> Nein, es gibt/gab bei vielen dieser IPcams einen offenen >>>>> Telnet-Port mit >>>>> einem Password welches für alle diese Kameras gleich war. Ich habe >>>>> eine >>>>> solche Kamera hier. Als normaler User kannst du dieses Password nicht >>>>> ändern, dazu muss man sich erst in die Kamera reinhacken (was ich >>>>> gemacht habe) und um das hinzubekommen muss man den RS232-Port auf der >>>>> Platine finden. Ein normaler User bekommt das nicht hin. >>>>> >>>> >>>> Urgs. >>> >>> Ja, das ist der aktuelle Stand bei der IoT-Sicherheit. >>> >> >> Ok, das ist bei meinen Kunden grundlegend anders. Da geht es was >> professioneller zu. > > Die rufen wahrscheinlich auch deutlich andere Preise auf. > Ja, aber weil die Stueckzahlen geringer sind. Der Software-Aufwand hielt sich in Grenzen, bei einem Massenprodukt macht das nicht viel aus. >>>> Auch DoS kann man verhindern, siehe Antwort an Hanno. Wir hatten >>>> bisher weder Hacks noch DoS und das erste System ist einige Jahre im >>>> Einsatz, das zweite ein Jahr und das dritte rollt gerade in dn Markt, >>>> es gibt aber einige mehrere Jahre alte Prototyp-Installationen. >>>> >>>> Kritischere System sind gar nicht direkt ueber Internet erreichbar, >>>> sondern ueber diverse Handy- und Festnetze. >>> >>> Damit sind sie dann aber nicht mehr so bequem von überall erreichbar. >>> >> >> Normalerweise hat man ueberall, wo es Internet gibt, auch >> Telefonverbindung. Umgekehrt nicht immer. Man kann auch aus dem >> Internet ins Handy-Netz. > > Wenn das Gerät nicht im Internet hängt sondern nur im Handynetz braucht > es ein passendes Modem im Gerät statt billigem WiFi und ausserdem eine > SIM-Karte. Sowas kostet normalerweise monatlich. Da spielt kein normaler > Kunde mit. Der will einfach und billig. An eventuelle Folgekosten oder > Aufwand wegen Hackern denkt der nicht. > Es ist etwas anders, aber viel weiter darf ich wegen Vertraulichkeit nicht: Es gibt eine Menge Kaestchen vor Ort, aber nur eines davon hat Handy- und/oder Internet-Verbindung. Das haelt diese Kosten schonmal im Rahmen. Alle anderen Kaestchen kommunizieren ueber lokalen Funk und helfen sich auch gegenseitig, um Meldungen "weiterzuhieven". > >>> Ja, es geht sicher, aber das kostet. >>> >> >> Da es nur geringes Datenvolumen ist, geht das im Rauschen unter. Ist >> heutzutage eh kein Thema mehr, da so gut wie alle (bis auch mich und >> meine Frau ...) ein Smart Phone mit Flat Rate Volltarif der Sorte "You >> name it, we've got it" haben. >> >> Selbst wenn es ueber Internet ginge, taeten es die meisten Leute eh >> ueber G4 oder LTE. > > Es geht nicht um das Datenvolumen, sondern den Aufwand bei der > Programmierung. Der kostet extra wenn es sicher sein und gut getestet > sein soll. Ausserdem braucht es mehr Zeit. Beides ist, zumindest im > Moment, ein no-go. > Dann wird diese Branche so lange ein Mauerbluemchen blieben, bis die Hersteller raffen, dass Sicherheit wichtig ist. Drei Jahrzehnte Mauerbluemchen-Dasein haben die ja schon hinter sich. Unsereins ist einfach auf dem Grasstreifen vorbeigeprescht und wir haben das in Eigenregie durchgezogen :-) Wir hatten vorher auch kommerzielle System angesehen. War alles ziemlicher Mist. > >>>>>>>>>> Ist das wirklich so extrem geworden, dass sich Leute mit 30-40 >>>>>>>>>> kein >>>>>>>>>> Eigentum mehr leisten koennen der wollen? >>>>>>>>> >>>>>>>>> Liegt unter anderem daran, daß man ja flexibel sein soll. Für >>>>>>>>> einen >>>>>>>>> neuen Job wird erwartet, daß man bereit ist umzuziehen. Da kann >>>>>>>>> ein >>>>>>>>> Eigenheim schon zum Klotz am Bein werden. >>>>>>>>> >>>>>>>> >>>>>>>> Das habe ich nie so empfunden. Selbst als die Flexibilitaet mal >>>>>>>> einen >>>>>>>> Ozean ueberspannte, war das kein Problem. >>>>>>> >>>>>>> Wenn man genug Geld hat, sich mehr als ein Haus leisten zu können >>>>>>> mag >>>>>>> das so sein, ja. >>>>>>> >>>>>> >>>>>> Warum zwei? Man verkauft eines und kauft sich am neuen Ort eines. Wir >>>>>> hatten nie zwei gleichzeitig. Zwischendurch wohnt man fuer einige >>>>>> Wochen in einem Apartment, einem Extended-Stay Hotel oder macht einen >>>>>> Deal mit einem normalen Hotel. >>>>> >>>>> Haus verkaufen ist Arbeit, dazu muss man vor Ort sein. >>>> >>>> >>>> Warum? Das kann ein guter Makler auch allein. Auch mit Staging und >>>> allem. >>> >>> Der tut das aber nicht umsonst. Was wollen die typischerweise? 6%? Bei >>> auch nur 200000 sind das 12000... >>> >> >> Bei uns betragen die Maklergebuehren insgesamt 6%. Manchmal weniger, >> wenn man das vorher verhandelt. Nimmt sich der Kaeufer einen eigenen >> Makler, wird 50/50 geteilt, also jeder 3%. Maklergebuehren zahlt der >> Verkaeufer, auch den Kaeufermakleranteil. > > Also Haus verkaufen kostet Maklergebühren und Haus am neuen Standort > kaufen nochmal. Da kommt was zusammen... > In Deutschland haben wir das ohne Makler gemacht, da hat es kaum Gebuehrne gekostet. Hier hat das wie gesagt der Verkaeufer gezahlt, wurde ihm wie ueblich vom Erloes abgezogen. Die Steuerbehoerde hat natuerlich mit der ueblichen Raffgier den Wert inklusive Maklergebuehr zugrundegelegt. -- Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/