Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Joerg Newsgroups: de.sci.electronics Subject: Re: SOT23 von Hand l??ten Date: Sun, 09 Apr 2017 07:29:19 -0700 Lines: 49 Message-ID: References: Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=windows-1252; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net NcFt9MZDH6ufLImkv9/SIgzXn/THMYiuUmcRoqLKpWTN6UYUeg Cancel-Lock: sha1:7TU1PxQDWJXy1MERkuxyVaJltsw= User-Agent: Mozilla/5.0 (Windows; U; Windows NT 5.1; en-US; rv:1.8.1.6) Gecko/20070728 Thunderbird/2.0.0.6 Mnenhy/0.7.6.666 In-Reply-To: Xref: csiph.com de.sci.electronics:225958 On 2017-04-08 18:59, Hanno Foest wrote: > Am 08.04.2017 um 01:04 schrieb Joerg: > >> Ich habe hier zwei No-Name "Kraftschraubendreher", wo man diese >> Sechskanteinsaetze reinsteckt. Vor etwa 30 Jahren in einem deutschen >> Grossmarkt fuer wenige Mark fuffzig vom Sonderangebotstisch gekauft. >> Solide Gummigriffe auf Stahl geklebt. Haelt alles bombig, hat >> Brachialbenutzung aller Art durchgemacht, vom Dach runtergeplumst, in >> der Sonne gelegen, nass geworden, und so weiter. Da habe ich sogar mal >> den Riemen fuer den Oelfilter drumgezurrt, um eine unzugaengliche und >> besonders widerspenstige Inbusschraube loszudrehen. Ist da jemals was >> gebroeselt oder schmierig geworden? Nein, nix, nicht die Bohne. Es gibt >> (gab?) also offenbar Leute, die das koennen. > > Das Kunststück ist es, beim Kauf zu erkennen, welches Gerät von den -zig > angebotenen die Jahrzehnte überstehen wird. Im Nachhinein ist das > einfach zu sagen. Wenn man die 30 Jahre alten Geräte in seinem Fundus > bewundert, dann heißt das nicht, daß die Geräte vor 30 Jahren besser > hielten, sondern daß man alle Geräte, die nicht solange hielten, längst > weggeworfen hat. > Bei Kunststoff laesst sich das schon sagen. Wenn bei einem Geraet die Gummipest nach 5 oder 10 Jahren einsetzt, er definitiv schlechter als einer, der auch nach 30 Jahren noch keine aufweist. > So einfach ist es nämlich nicht, vorauszusagen, welche Kombination von > Klebstoff, Kunststoff und Weichmachern langzeitstabil sein wird. Vgl. > auch die Gummifüße mancher Geräte - einige verflüssigen sich, und einige > nicht. Und manchmal verflüssigen sich nicht alle der gleichartigen > Gehäusefüße, was auf externe Faktoren hinweist. > Bei mir waren es immer entweder alle oder gar keines. Nun ist diese Verfluessigung oder Ausloesung an der Oberflaeche nichts neues und wenn man nicht durch kuenstliche Voralterung und dergleichen etwas herausfindet, bleibt man besser bei den erprobten Materialien, wenn es keinen triftigen Grund zum Wechsel gibt. Gibt es nun wirklich genug von, man kann auf rund ein Jahrhundert an Erfahrung zurueckblicken. Denn wenn die Gummipest bei Edelware einsetzt, wie Gerhard beschrieb, hinterlaesst das einen besonders ueblen Nachgeschmack und ist rufschaedigend. Aehnlich wie bei einem nicht sehr alten Maserati oder Mercedes-Benz nicht einfach ein Tuergriff abfallen darf. -- Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/