Path: csiph.com!feeder.erje.net!1.eu.feeder.erje.net!ecngs!feeder2.ecngs.de!81.171.118.62.MISMATCH!peer02.fr7!futter-mich.highwinds-media.com!news.highwinds-media.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Albrecht Mehl Newsgroups: de.sci.electronics Subject: =?UTF-8?Q?Re:_[OT]_Fr=c3=bcher_war_alles_besser?= Date: Wed, 5 Apr 2017 09:41:22 +0200 Lines: 65 Message-ID: References: Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=windows-1252; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net i+5R/CLM0kHZCSZu0ZfH2AV7Nk5rqMzETkRRHnzk4aIOXd9hjLvJ4rWHEy Cancel-Lock: sha1:FumjhjzdCKX0fdc28s7HGhI2BBE= User-Agent: Mozilla/5.0 (X11; Linux x86_64; rv:45.0) Gecko/20100101 Thunderbird/45.8.0 In-Reply-To: X-Received-Bytes: 4785 X-Received-Body-CRC: 1932978706 Xref: csiph.com de.sci.electronics:225682 Da es so schön ist, in alten Erinnerungen zu kramen, will ich auch mal meinen Senf dazu geben. Bis zum Beweis des Gegenteils behaupte ich mal frech, dass mein Senf wohl der älteste Senf in dieser Gruppe ist. Am 05.04.2017 um 02:26 schrieb Hans-Peter Diettrich: > Am 05.04.2017 um 00:29 schrieb Martin Gerdes: >> Hans-Peter Diettrich schrieb: >> >>> Auf dem ST war da garnichts schwerfällig. Und Windows o.ä. war der >>> konsequente Schritt in Richtung Multitasking und Geräteunabhängigkeit. >>> Für mich war ein PC erst ab Win3.0 überhaupt nutzbar, ohne Ärger mit >>> Speicherzugriffen, Bildschirm- und Druckertreibern. >> >> Windows 3.0? Der Urahn aller Softwareversionen, denen schnellstens ein >> Upgrade namens .1 nachgeschoben werden mußte? > > Ja, die 3.1 reduzierte die Diskettenwechsel bei der Installation von 26 > auf 3. Weitere Verbesserungen sind mir zumindest nicht aufgefallen. 1959, also vor mehr als einem halben Jahrhundert, im numerischen Praktikum der Uni Mainz. Die Assis waren mächtig stolz auf ihre Veranstaltung; es war wohl die erste dieser Art in Deutschland. Davon sind mir im Gedächtnis geblieben: 1. Rechnen mit der Drehkurbelrechenmaschine. Beim Multiplizieren wurde der eine Faktor mit Schiebern fest eingestellt, der andere wurde durch entsprechende Kurbelbewegungen - nach jeder Dez.stelle verschieben - erzeugt: mal acht bedeutete acht Kurbelumdrehungen. Der schlaue Kurbler kurbelte aber nicht achtmal, sondern zunächst in der nächsten Dezimal einmal, um dann in der eigentlichen Stelle zweimal rückwärts zu kurbeln; so sparte man Umdrehungen. 2. Flächenbestimmung mit Hilfe eines Planimeters. An dem sinnvoll konstruierten Gerät - siehe Wikipedia - ist ein Stift, mit dem man eine geschlossene Kurve nachfährt. Dann kann man an dem Gerät die umfahrene Fläche ablesen. Hat man z.B. die Höhenlinien eines Sees, macht man das für alle Höhenlinien und dann noch einmal für das gewonnene Höhenprofil ... und schon hat man den Inhalt des Sees. 3. Programmieren in der 'besten aller Programmiersprachen', nämlich ALGOL, an dem Rechner Z 22 (Zuse). Alles natürlich - siehe Jahrgang - in Röhren. Geschrieben wurde an Fernschreibern und die erzeugten Lochstreifen dann in den Rechner gefüttert. Der Compiler war ein Lochstreifen mit ziemlich großem Durchmesser. Etwas ganz besonderes war, dass eine neue Version schon Unterprogramme verarbeiten konnte. Einige Jahre später, etwa 1969 (?), Praktikum bei IBM in Mainz. Der Arbeitsspeicher bestand aus einer Matrix von kleinen Magnetringen, durch die Drähte gefädelt waren. Die Produktion dieser Speicher war eine sehr diffizile Arbeit für geschickte Hände. Im selben Werk wurden auch Leseköpfe für Festplattenspeicher gefertigt. A. Mehl -- eBriefe an| mehlBEIiesyPUNKTnet |Spätestens seit der Fukush.-Katastrophe sollten wir uns alle darüber im Klaren sein, dass Energie nicht länger endlos zur Verfügung steht, ... Wir werden uns daran gewöhnen müssen, die anfallenden Kosten zu bedenken, bevor wir ein elektrisches Gerät in Betrieb nehmen wollen, bzw. bevor wir unser Auto in Bewegung setzen. Dies wird in den nächsten Jahren ein schmerzhafter, aber unvermeidlicher Prozess des Umdenkens werden, anders haben unsere Gesellschaft und unser Planet keine Überlebenschance. Leserbrf. - nicht von mir - FAZ 26.8.2013