Path: csiph.com!feeder.erje.net!2.us.feeder.erje.net!news.unit0.net!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Hans-Peter Diettrich Newsgroups: de.sci.electronics Subject: Re: Erfahrung mit ESP8266? Date: Fri, 17 Mar 2017 14:36:17 +0100 Lines: 50 Message-ID: References: <58CA9577.356C6620@Berger-Odenthal.De> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=windows-1252; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net 970R6UPuMtLp3rZBq5sQDAqzUECevfoBcDxRYrkxO9tKGh1sgv Cancel-Lock: sha1:CHi9A0Qw3kPVdRt3xUrsxm7ahBo= User-Agent: Mozilla/5.0 (Windows NT 5.1; rv:45.0) Gecko/20100101 Thunderbird/45.8.0 In-Reply-To: <58CA9577.356C6620@Berger-Odenthal.De> Xref: csiph.com de.sci.electronics:224639 Am 16.03.2017 um 14:39 schrieb Axel Berger: > Hans-Peter Diettrich wrote: >> "Professionell" steht für Qualität, > > Und ich dachte immer, "professionell" hieße "für Geld" und nichts > anderes. In vielen Bereichen liefern engagierte Amateure regelmäßig weit > bessere Qualität ab, allerdings meist mit einem Aufwand, den niemand > bezahlen könnte oder wollte. Okay, die Kosten/Nutzen Rechnung sieht zwischen Hobby und Beruf anders aus. Aber genau da kommt es IMO hauptsächlich auf den Blickwinkel an! Wenn ich nur dran denke, mit welchen Krücken an Profi-Computern und Entwicklungssystemen ich mich beruflich herumschlagen mußte, und dabei tagelang Kleinigkeiten entwickeln mußte, die ich auf meinem Homecomputer zu Hause so nebenbei erledigt habe, dann hat seit dieser Zeit ein "professionelles" Umfeld bei mir einen ganz schlechen Ruf :-( Einmal war die Beschaffung eines Compilers eine schwere Geburt. Zuerst suchte der Einkauf nach Angeboten von alternativen Herstellern und Lieferanten, bevor sich der Hersteller immer vehementer weigerte, die inzwischen längst überholte Version überhaupt noch zu verkaufen, bis nach 7 Monaten die Anfrage kam, ob der Compiler auf 3,5" oder 5 1/4" Disketten geliefert werden soll. Nach 9 Monaten hatte ich dann endlich diese Lieferung auf dem Tisch. Da brauchte ich sie aber garnicht mehr, weil wir schon lange die neue Version im Einsatz hatten. Oder der Einkauf hat statt 4 Aufnehmern bei einem günstigeren Anbieter nur 3 beim teuren Hoflieferanten bestellt, ohne Rücksprache und ohne daran zu denken, daß ein Porsche 4 Räder hat, für die 3 Aufnehmer nicht ausreichen... RS-232 Kabel haben wir daraufhin auch mal auf eigene Kosten von Lindy-Josty besorgt, um ein paar Aufträge fristgerecht abschließen zu können. Diesen Hersteller/Lieferanten hätte uns der Einkauf nie genehmigt, und Eigenbau wäre viel zu teuer geworden. Oder eine andere Abteilung hat ein Meßgerät bei einer Universität bestellt, weil ihnen meine (dafür zuständige) Abteilung zu teuer war. Hinterher durfte ich wochenlang versuchen, das undokumentiert gelieferte Gerät zum Laufen zu bringen, weil der Auftraggeber die gewünschte Funktion nicht hinreichend genau beschrieben hatte, und das abgelieferte Programm entsprechend unbrauchbar war. Und dann war da noch der Auftraggeber, der mich für Fehlfunktionen in seinem Code verantwortlich gemacht hat, und sich standhaft geweigert hat, erst mal die vielen hundert Warnungen vor uninitialisiertn Variablen etc. zu beseitigen, welche die tatsächliche Fehlerursache waren. DoDi