Path: csiph.com!news.swapon.de!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Hanno Foest Newsgroups: de.sci.electronics Subject: =?UTF-8?Q?Re:_Gl=c3=bchlampen_als_Heizung?= Date: Wed, 15 Mar 2017 21:59:23 +0100 Lines: 69 Message-ID: References: Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=utf-8; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net D7RSBaQS50XE8GrTZD3v8AO7tSiha/auRsBQ+UGac9hAGQz5LX Cancel-Lock: sha1:PdYGmlPAhWCEd/apAq0C7i3PI7w= User-Agent: Mozilla/5.0 (X11; Linux x86_64; rv:45.0) Gecko/20100101 Thunderbird/45.7.0 In-Reply-To: Xref: csiph.com de.sci.electronics:224494 Am 15.03.2017 um 20:10 schrieb Rupert Haselbeck: > Wenn man alternate facts bevorzugt, dann wird man derartiges behaupten > können :-> > Die Zahlen kann jeder nachlesen - man müsste halt wollen... Nun ja, manche Leute kennen sich aus, und manche Leute raunen quellenfrei vor sich hin. Insbesondere die Leute, die noch jedesmal in der Diskussion danebengegriffen haben, wenn es nicht um Juristerei ging. > Es ist allerdings richtig, dass auch die Kernkraft subventioniert wurde. Der > kleine Unterschied zur heutigen Situation ist halt, dass bei der Kernenergie > lediglich die Entwicklung gefördert wurde - wie bei vielen anderen neuen > Technologien ja auch. Wie jede andere deiner Aussagen, die sich nicht auf Juristerei bezieht, ist auch diese falsch. Ein paar Zahlen (ja, im Gegensatz zu dir vermag ich welche zu nennen) findest du hier: http://de.atomkraftwerkeplag.wikia.com/wiki/Subventionierung_von_Atomkraft Und dann gibt es da noch so Details wie, daß keiner weiß, wie teuer die Endlagerung eigentlich wird, weil es die noch nirgends funktionierend gibt. Die größte verdeckte, und, anders als von dir behauptet, durchaus kontinuierliche, Subventionierung ist aber die Deckelung des Schadensrisikos auf 2,5 Mrd. Euro - alles darüber hinaus trägt, wie man sich denken kann, der Steuerzahler. Wären AKW-Betreiber, genau wie die Betreiber von Solar- und Windenergieanlagen, verpflichtet, das gesamte Risiko zu marktüblichen Preisen zu versichern, wäre Kernenergie nie ein Thema gewesen. http://de.atomkraftwerkeplag.wikia.com/wiki/Versicherbarkeit_von_Atomkraftwerken >> DE nimmt sicherer eigen Meiler vom Netz. Bezieht dann Strom aus dem >> Ausland, der oft von unsicheren ausländischen Meiler produziert wird. > > Die Tschechen sind nicht nur Deutschland dankbar, dass sie hier einen > verlässlichen Abnehmer gefunden haben. https://de.wikipedia.org/wiki/Energiemarkt#Entwicklung_der_Stromhandelsbilanz Deutschland exportiert etwa 2,5 mal mehr Strom als es importiert, Tendenz steigend, obgleich die Hälfte (oder so) der verbleibenden deutschen AKWs bereits abgeschaltet ist. Die Zahlen kann jeder nachlesen - man müsste halt wollen... Und man kann natürlich auch trotz dieser Zahlen versuchen, herbeizuinsinuieren, daß Deutschland aufgrund der Energiewende nur noch durch Strom aus dem Ausland vor dem Blackout bewahrt wird. Das ist dann zwar eine unerträgliche Verdrehung der Tatsachen, aber extrem starke erkenntnisleitende Interessen machen es offenbar trotzdem möglich. >> Die vom Netz genommene Meiler müssen jahrelang künstlich gekühlt werden. >> Diesen Strom entnimmt man dem Netz. >> Ich würde ja nichts sagen, wenn sich AKW einfach ausschalten ließen, >> aber genau das ist nicht möglich. Warum dann nicht ihre sichere >> Betriebszeit ausnutzen und sie produzieren lassen? > > Vor allem produzieren sie ja auch bedeutend kostengünstigeren Strom als > Windräder und Photovoltaikanlagen. Wie üblich, quellenfrei behauptet und auch diesmal natürlich falsch. http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/billiger-als-gedacht-forscher-stellen-oekostrom-ein-gutes-zeugnis-aus-12285113.html http://www.sueddeutsche.de/geld/studie-zu-energiekosten-das-maerchen-vom-teuren-oekostrom-1.1515904 Hanno