Path: csiph.com!1.us.feeder.erje.net!feeder.erje.net!1.eu.feeder.erje.net!news.unit0.net!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Hans-Peter Diettrich Newsgroups: de.sci.electronics Subject: Re: OT Olle Kamellen Date: Fri, 24 Feb 2017 14:52:19 +0100 Lines: 71 Message-ID: References: <1f0snd-4b4.ln1@criseis.ruhr.de> <6n3und-a67.ln1@criseis.ruhr.de> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=utf-8; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net sgxEGlnoz3rjkXPBKZZBSwtRjRtxn/nIq1UU3XExJHyN1x5nnd Cancel-Lock: sha1:ttnM/jJzwVRNvZoBFMhYP9v+sgA= User-Agent: Mozilla/5.0 (Windows NT 5.1; rv:45.0) Gecko/20100101 Thunderbird/45.7.1 In-Reply-To: Xref: csiph.com de.sci.electronics:223732 Am 24.02.2017 um 13:00 schrieb Hermann Riemann: > Am 23.02.2017 um 06:56 schrieb Hans-Peter Diettrich: > Ach ja, das gab es Bücher "wie Atari intern", wo das Betriebssystem > disassembliert war. > Da konnte man z.B. die interrupts IO-Schnittstellen umbiegen, > so dass ich z.B. bei 2 Ataris über MIDI Daten austauschen konnte. Das war auch mein erster Gehversuch mit einem Netzwerk :-) AFAIR habe ich das ohne Verbiegen geschafft. >> Dort war die Krönung der C Compiler von DRI(?), der alle Operanden in den >> Adressregistern hielt - frei nach dem Motto: ein int ist ein Pointer. > > Ich hatte GST Assembler und Pascal ST. Jetzt wo Du das sagst, es könnte auch der GST C Compiler gewesen sein. Jedenfalls hatte der eine phantastische Grafik-Bibliothek, die ich mir unbedingt anschauen wollte. >> Kein Wunder, daß bei so bescheuerten Compilern GfA-Basic die >> effizienteste Programmiersprache war, > > Später hatte ich Borland (ANSI) C. Den hatte ich auch, schon im Beta-Test :-) Ein hervorragendes Entwicklungssystem, für das ich auch noch einen Decompiler für die Online-Hilfe geschrieben habe. Nur die Standard-Bibliotheken waren noch etwas vermurkst, wie im decompilierten Quelltext leicht zu erkennen war. Auf dem PC waren die Bibliotheken jedenfalls besser implementiert. >> Die Microsoft C Compiler waren anfangs auch nicht viel besser. > > Visual C hat bei mir nicht mal "hello world" (im flat) geschafft > Da bin ich zu Linux ausgewandert und programmmäßig nicht mehr > zurückgekehrt. Zu der Zeit habe ich mir extra einen PC angeschafft, um Geld zu verdienen. Bei MS-DOS und Win3 mußte man ja für jeden Furz ein low-level Programm schreiben (lassen), während ich meine eigenen Projekte komfortabel auf dem ST geschrieben habe. Zuvor hatten sich Atari und Amiga Besitzer schon darauf geeinigt: Auf einem Profi-Computer braucht man viel Zeit und KnowHow, um etwas zu implementieren, was man auf einem Homecomputer eben mal so nebenbei macht :-] Am schlimmsten waren unsere DG Maschinen, deren Editor *noch* unkomfortabler als EDLIN war - kaum vorstellbar, daß jemand dafür so viel Geld ausgeben durfte :-( > Auch wenn heutzutage viel windows vorausgesetzt wird. > ( Meine letzten seit einem Jahr unbenutzten windows Rechner > (Vista+XP) werden wahrscheinlich dieses Jahr entsorgt.) > Wenn ein Elektronik Produkt windows voraussetzt, > wird es für mich unbenutzbar sein. Von Linux hat mich immer wieder die schlechte Unterstützung von PC-Hardware abgehalten. Mit SuSE Linux habe ich dann doch einige Zeit gearbeitet, bis es open source und prompt unbrauchbar gemacht wurde :-( Heute verwende ich Linux allenfalls in einer VM, und das mitgelieferte Windows läuft nur als Host, eben wegen der Gerätetreiber. Ansonsten muß ich bei W2K oder XP bleiben, wegen Delphi-Programmierung. Lazarus hat sich leider langfristig als keine brauchbare Alternative herausgestellt. DoDi