Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Thomas Heger Newsgroups: de.sci.electronics Subject: Re: OT USA Date: Sun, 04 Dec 2016 04:13:10 +0100 Lines: 89 Message-ID: References: Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=UTF-8; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net 7va8EKtcR1OcC0x+AIJLUAEdWbKOgiYWLAeGnwjn9nVbTukCUa Cancel-Lock: sha1:q2K9Oe7itP57ofrwFHhtXm3kF1U= User-Agent: Mozilla/5.0 (Windows NT 5.1; rv:8.0) Gecko/20111105 Thunderbird/8.0 In-Reply-To: Xref: csiph.com de.sci.electronics:217836 Am 23.11.2016 08:01, schrieb Thomas Heger: > Ich erzähle erstmal, wie ich vorhabe, meine These zu belegen. (den > eigentlichen Vergleich liefere ich später nach) > > Ich nehme eine beliebige Textstelle und suche das entsprechende > Gegenstück in der anderen Sprache. > > Dann vergleiche ich beide Versionen Wort für Wort. > > Da ich recht fließend Englisch spreche - und Deutsch natürlich auch - > kann ich nun herausfinden, was wovon eine Übersetzung ist. > > Das geht über 'Entropie'. Man kann nämlich sagen, daß beim Übersetzen > immer etwas verloren geht. Das ist sowas wie Sprachwitz, Schärfe, > Genauigkeit und ähnliches. > > Das liegt daran, daß der Übersetzer das Original nimmt und daraus einen > äquivalenten Text in einer anderen Sprache schöpfen will. > > Allerdings läßt sich nicht alles übersetzen und manche Witze/ Pointen > oder ähnliches funktionieren nicht in einer anderen als der > Ursprungssprache. > > Beispiel: > > 'Niete' heißt im Deutschen auch 'Versager' und man könnte evtl. > Wortspiele mit dieser Doppelbedeutung veranstalten. > > Im Englischen heißt das eine 'rivet' und das andere Wort 'loser', was > überhaupt nicht ähnlich klingt. > > Wenn man sowas findet (also Wortspiele etc.) die in einer Sprache > funktionieren und der anderen nicht, dann kann man auf die > Übersetzungsrichtung schließen. > > > Außerdem gibt es grammatikalische Besonderheiten der Sprachen, die sich > nicht ohne Probleme übersetzen lassen. > > So kennt das Englische nur zwei Geschlechter und Deutsch drei. > > Andere Besonderheiten sind andere Sprachbilder für bestimmte > Sachverhalte oder Tätigkeiten. > > Aus dem (abstrakten) 'Bild' kann man dann auf die Ursprungssprache > schließen. > Ich nehme als Beispiel mal das Wort 'Konzentrationslager'. Der Begriff hat eindeutig mit den Nazis zu tun. Und es läßt sich eindeutig zeigen, daß der Begriff aus dem Englischen stammt. (Es läßt sich sogar zeigen, von WELCHEN Engländern die Idee stammt. ) Jedenfalls benutzt die Deutsche Sprache für das gemeinte eigentlich den Begriff 'Sammellager'. 'Sammeln' heißt auf Englisch 'to concentrate'. Das Englische benutzt also ein abstraktes Bild für die Tätigkeit des Sammelns. Dies könnte man als 'Zusammenziehen' bezeichnen. Das Deutsche benutzt auch ein Sprachbild für das Sammeln, aber ein anderes. Im Deutschen hat der der Begriff 'Sammeln' zu tun mit etwa dem Sammeln von Pilzen, wo man umher geht und etwas aufhebt. Zusammenziehen ('konzentrieren') kann man im Deutschen nicht für entsprechende Tätigkeiten verwenden, da mit dem Begriff 'ziehen' schon etwas anderes verknüpft ist. Das würde nicht passen, da man an etwas ziehen muß und das beim Sammellager nicht gemeint ist. Also stammt das Konzentrationslager von den 'concentration camps' ab, mit denen Milner und Co die Frauen und Kinder der Buren umgebracht haben. (Interessant ist übrigens, daß die Uniformen der Engländer im Burenkrieg fast genauso aussahen wie später die Uniformen der SA.) Zu 'Milner's kindergarden' gehörte ein gewisser Baden-Powel. Dem verdanken wir (außer den Konzentrationslagern) die Hitler Jugend (aka 'Boy Scouts'), das Hakenkreuz und den 'Hitlergruß': http://www.whale.to/c/afp7zuxgaaa.jpg TH