Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Joerg Newsgroups: de.sci.electronics Subject: Re: Stromquelle mit MOSFET Date: Thu, 06 Oct 2016 07:44:06 -0700 Lines: 73 Message-ID: References: Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=UTF-8; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net +opk9eiNlQ4sDaWC0+ZhJwiviRJNfU8wTtHxRLaGqtu5W1cEMZ Cancel-Lock: sha1:q9emi3NuqbG5MFHph0DbQCpAPAg= User-Agent: Mozilla/5.0 (Windows; U; Windows NT 5.1; en-US; rv:1.8.1.6) Gecko/20070728 Thunderbird/2.0.0.6 Mnenhy/0.7.6.666 In-Reply-To: Xref: csiph.com de.sci.electronics:215123 On 2016-10-04 13:23, Roland Krause wrote: > Am 04.10.16 um 21:13 schrieb Joerg: >> On 2016-10-04 09:28, Klaus Bahner wrote: >>> On 03-10-2016 18:57, Roland Krause wrote: >>>> Nach einem Tipp von Jörg habe ich mal eine Stromquelle mit einem BSP129 >>>> gebaut. Liefert etwa 2mA und speist eine 200V-Z-Diode. Die >>>> Eingangsspannung schwankt zwischen Leerlauf und Vollast von 205-250V. >>>> Die Ausgangsspannung schwankte dabei weniger als 1V. Gutes Ergebnis! >>>> Jetzt habe ich vor längerer Zeit genau das bei 300V probiert. Die >>>> Eingangsspannung liegt bei 310 bis 330V (je nach Last). Die Stromquelle >>>> speist eine 100V- und eine 200V-Z-Diode in Reihe. Da der MOSFET für >>>> maximal 250V ausgelegt ist, wäre ja ein absterben des Transistors beim >>>> einschalten denkbar. Tatsächlich lief er zunächst einwandfrei, nach >>>> einigen Minuten stieg der Strom durch die Z-Dioden langsam an, bis sie >>>> heiß wurden. Die Ausgangsspannung stieg entsprechend um einige Volt an. >>>> Also ausgeschaltet, neuen Transitor eingebaut -> gleiches Verhalten. >>>> Nach einigen Minuten starb der Transistor langsam ab. >>>> >>> Ohne die Schaltung zu kennen ist es nicht leicht was vernuenftiges dazu >>> zu sagen - kannst du die irgendwo hochladen. >> >> >> Hatte Roland gemacht: >> >> https://photos.google.com/share/AF1QipM8ju7HBQRxI1dFMuqdilwjdgrsO51daUKfps-bFt71YSR-zEeKU5Q04GvcVjwLNA/photo/AF1QipPmK_Y8N4zJ6IctWUWqRvT_A9yeEHj0JB2lLgcv?key=VmFEUFBwVF81VVA2RE5DXy1MVDFER3ozczZpZmJB >> >> >> >> >>> Meine unmittelbare vermutung ist, dass du den MOSFET aufgrund der hohen >>> Drain-Source-Spannung betreibst und zwar in dem Bereich wo der Tempco >>> der Transkonduktanz noch positiv ist. Das heisst nach dem einschalten >>> erwaermt sich der MOSFET (2 mA mal min. 100 V sind immerhin mehr als 200 >>> mW), worauf der Drain-Strom ansteigt und schon hast du eine Mitkopplung >>> die dann nach einiger Zeit den MOSFET ableben laesst. >>> >> >> In der Schaltung sollte der Depletion Mode FET aufgrund des langsamen >> Hochkommens der Eingansspannung nie mehr als die Eingangsspannung minus >> Zenerdioden-Kette sehen. > Was ist mit den RC-Glied 220k+0,1uF? Beim Einschalten sieht der BSP die > Masse hinter dem strombegrenzenden 220k. Die Z-Dioden spielen erst beim > erreichen der 300V eine Rolle. Der 220k faengt das bei Deiner langsam ansteigenden Eingangsspannung ab. Ueber dem faellt die Spannung ab, bis die Zenerdioden kommen. Wobei man hier aufpassen muss, dass der 220k nicht zu klein in der Bauform (Laenge) ist. Ganz kleine halten mehrere hundert Volt nicht aus. Wenn dieser Widerstand gelegentlich intern ballert, reisst es den BSP129 in den Tod, einen spannungsfesteren FET jedoch nicht. Muss man dann zwei oder mehr Widerstaende in Serie nehmen, wenn kein spannungsfesterer vorhanden ist. >> >> Ich vermute, da schwingt bei hoeheren Spannungen was. Ist aber auf >> 10000km Entfernung viel Kaffeesatzlesen bei :-) >> > Zum verstehen benötigt es immer ausreichend Distanz :) > Ich kann das an der 200V-Version prüfen, die Schaltung um den BSP ist > identisch. Nur die Spannung ist kleiner. Die Platine liegt noch in der > Bastelkiste und ich messe jetzt mal nach .... > Brauchst Du aber ein schnelles Scope fuer. Oder stelle ein auf einen schwachenden rauschenden Sender eingestelltes UKW Radio direkt daneben, manchmal reagiert das. -- Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/