Path: csiph.com!news.mixmin.net!news.unit0.net!newsfeed.kamp.net!newsfeed.kamp.net!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Hans-Peter Diettrich Newsgroups: de.sci.electronics Subject: Re: Eine akademische Frage? Stromverbrauch von SRAM-Zellen Date: Thu, 29 Sep 2016 21:18:08 +0200 Lines: 30 Message-ID: References: <1muc8pv.1ujorrp21fbs2N%R.Kiefer.SPAEM@gmx.de> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=ISO-8859-1; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net NBNkix2MoaA1vJ0PAntu0QvrjFdJ7dyKw7grckrfbaprkaLonn Cancel-Lock: sha1:bHa4I1awMQNWapt8tUMolr6a/VM= User-Agent: Thunderbird 2.0.0.21 (Windows/20090302) In-Reply-To: <1muc8pv.1ujorrp21fbs2N%R.Kiefer.SPAEM@gmx.de> Xref: csiph.com de.sci.electronics:214890 Ralf Kiefer schrieb: > So kam's zur konkreten (akademischen) Frage: > hätten die Batterien länger durchgehalten, wenn der größte Teil der in > den Chips ungenutzten Speicherzellen mit dem ein oder anderen Wert > gefüllt worden wären? Nein. Solange die Speicherzellen symmetrisch aufgebaut sind, ziehen sie in beiden Zuständen den gleichen Strom. Wären sie nicht symmetrisch, würden sie langfristig dazu tendieren, einen der beiden unterscheidbaren Zustände einzunehmen - und das muß nicht der sparsamere Zustand sein (EEPROM, Flash...). Der Aufbau aus 6 (oder mehr) Transistoren ist der Integration geschuldet, bei der Transistoren kleiner und besser reproduzierbar hergestellt werden können als die Widerstände in einer 2T Zelle (wie im diskreten Aufbau eines Flipflops). Für den Ersatz der Lastwiderstände benötigt man dann (mindestens) je zwei Transistoren, die zusammen eine Stromquelle bilden. Ob Zellen "ungenutzt" sind, kann man nicht beurteilen, wenn es keinen solchen (dritten) Zustand gibt. Man könnte allenfalls Speicherbereiche abschalten, um Strom zu sparen. Neben SRAM und DRAM gibt es noch mehr statische Speicherarten, von denen z.B. Kernspeicher tatsächlich garkeine Energie zur Erhaltung ihres Zustands benötigen. Nur lassen sie sich schlecht integrieren :-( DoDi