Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Joerg Newsgroups: de.sci.electronics Subject: Re: Neues LTSpice Date: Thu, 25 Aug 2016 07:43:49 -0700 Lines: 96 Message-ID: References: <20160816211252.1cf50bc7@Achmuehle.WOR> <20160817234121.5d71dfba@Achmuehle.WOR> <20160819005513.66228bdd@Achmuehle.WOR> <20160820015723.04c90819@Achmuehle.WOR> <20160821020218.33b26578@Achmuehle.WOR> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=UTF-8; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net 1V3vQxZW9wjZWqXldsBflgmaPPzgr2RYzwBAXjm3WiUAY7vdcU Cancel-Lock: sha1:qQ8im0hbCbzw0jH+glT9ipK7SPk= User-Agent: Mozilla/5.0 (Windows; U; Windows NT 5.1; en-US; rv:1.8.1.6) Gecko/20070728 Thunderbird/2.0.0.6 Mnenhy/0.7.6.666 In-Reply-To: Xref: csiph.com de.sci.electronics:212996 On 2016-08-24 14:42, Hanno Foest wrote: > Am 24.08.2016 um 01:44 schrieb Joerg: > >> Es schafft Nutzen, wenn einen de-fakto Standard benutzt, fuer den man >> sehr viele Bewerber bekommen kann. > > Ich hab lieber einen, der das Problem löst, als viele angelernte > Hilfsarbeiter. > Nix Hilfsarbeiter, das geht bis zur Chefsekretaerin, Mitarbeiter im Marketing, Vertrieb, Buchhaltung und eben auch Ingenieure. Fakt ist, wer z.B. in den USA kein MS-Office bedienen kann, hat schonmal gleich zu Anfang schlechte Karten. Ich wurde gar nicht gefragt, man ging einfach davon aus. >> Es ist das gleiche wie bei Programmiersprachen. > > Auch da hab ich lieber einen, der das Problem löst, als viele, die es > nicht können. > Und dann wartest Du Ewigkeiten auf einen Forth-Programmierer, der gleichzeitig die RTCA Regeln oder Med-Tech kennt und die Konkurrenz zieht Dir im Galopp davon. Die VC kurz danach auch. >> Wir koennen darueber diskutieren, bis die Kuehe nach Hause kommen und >> werden uns nicht einig. In der Industrie zaehlt Standard und man will >> nicht staendig Situationen haben, wo einige Leute Files nicht lesen >> koennen, weil sie mit irgendeiner exotischen Open Source Software >> generiert wurden. > > In meiner Branche will man eher keine Malware in der Bude haben, die > typischerweise von MS-Produkten eingeschleppt wird. Das ist nämlich > teurer, als wenn irgend jemand technisch unterbelichtetes mal eine Datei > nicht lesen kann und das seine Seketöse ausdrucken oder konvertieren > lassen muß. > In welcher Branche arbeitest Du? > Microsoft-Dateiformate werden hier in der Firewall geblockt, EOD. Die > Welt ist größer als dein geistiger Horizont. > Das waere hier in den meisten Faellen fast korporativer Selbstmord. >> Das Problem stellt sich sehr wohl ein, wenn jemand in einer >> Arbeitsgruppe eine andere Fork benutzt. > > Warum sollte er? Wenn man sich absprechen kann, welche Word-Version man > benutzt, dann kann man sich bei anderer Soft genauso absprechen. Falls > es denn überhaupt ein relevantes Problem ist (bei Word ist es eins). > Viel Glueck. >>> Chaos war auch nicht der Tatbestand, wegen dem MS mehrfach verurteilt >>> wurde. >> >> Ach wat, in Europa schlagen die Gerichte manchmal ueber die Straenge. > > https://en.wikipedia.org/wiki/Microsoft_litigation esp. > > https://en.wikipedia.org/wiki/Microsoft_litigation#United_States > Zitat "... rejecting objections that the sanctions were inadequate". Den ganzen Kram fand ich reichlich albern. Ich habe mein Lebtag nicht Internet Explorer benutzt, sondern von Anfang an Mosaic, dann Netscape, dann Firefox. Man wurde da nicht gezwungen. > [...] >>> Dann hast du offenbar eine andere Rechtsauffassung als die Richter, die >>> MS mit der Auflage, ihre Dateiformate zu öffnen, verurteilt haben. >> >> Ja, und das Recht steht mir frei, eine andere Auffassung zu haben. > > Natürlich. Allerdings fällt meist das Stichwort Dunning-Kruger, wenn > Laien glauben, etwas besser als die Experten zu wissen. > Sorry, aber das war die beinahe klassische "Wir wissen das besser und Du weisst gar nix" Antwort, wie man sie auch bei Sekten-Anhaengern findet. -- Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/