Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Joerg Newsgroups: de.sci.electronics Subject: Re: Neues LTSpice Date: Thu, 25 Aug 2016 07:31:08 -0700 Lines: 163 Message-ID: References: <20160816211252.1cf50bc7@Achmuehle.WOR> <20160817234121.5d71dfba@Achmuehle.WOR> <20160819005513.66228bdd@Achmuehle.WOR> <20160820015723.04c90819@Achmuehle.WOR> <20160821020218.33b26578@Achmuehle.WOR> <20160822231622.538fda7d@Achmuehle.WOR> <20160824233004.1012fd7f@Achmuehle.WOR> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=UTF-8; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net Hdt2qn0Wx4WQeS6BaEywIQPTqCER8CRE2Odm0mMR0blsaaIe/R Cancel-Lock: sha1:pZ9OTA6Le0N8GVqiD/Nsy0YRvsc= User-Agent: Mozilla/5.0 (Windows; U; Windows NT 5.1; en-US; rv:1.8.1.6) Gecko/20070728 Thunderbird/2.0.0.6 Mnenhy/0.7.6.666 In-Reply-To: <20160824233004.1012fd7f@Achmuehle.WOR> Xref: csiph.com de.sci.electronics:212995 On 2016-08-24 14:30, Sieghard Schicktanz wrote: > Hallo Joerg, > > Du schriebst am Mon, 22 Aug 2016 16:47:14 -0700: > >>> [Android-Nutzung] >>> Hier steht "Man" für "die Benutzer", oder? Google als Herausgeber kann >>> damit ja eher nicht gemeint sein, bis so ein Großkonzern was merkt, muß >>> schon erheblich mehr Zeit vergehen. >> >> Ein paar Jahre sind dabei schon ins Land gezogen, doch es ging weit >> schneller als in der Linux-Gemeinde (wo es m.W. nur ein Tablet gibt, aus >> Spanien). > > Moment - da mußt Du schon mal sehen, daß es da größere Unterschiede gibt. > Google baut - bzw. läßt bauen - und vermarktet Geräte _selbst_, und > animiert darüber hinaus andere Hersteller dazu, sein System zu nutzen. > "Linux" in dem hier gemeinten Sinn ist erstmal nur ein von einer > Gemeinschaft von Entwicklern und Benutzern verwendetes PC-Betriebssystem. Welche _verbreiteten_ Geraete hat Google denn selbst gebaut? Mein Mobile-Provider ist recht typisch im Angebot, da gibt es Alcatel, Samsung, LG, Kyocera, Apple, Motorola und Microsoft. Der einzige OS Anbieter mit eigenen Foenchen ist Microsoft, weil sie Nokia gekauft haben. > Die haben keine direkte Möglichkeit, Geräte zu fertigen und anzubieten. Das > müssen hier unabhängige Firmen übernehmen, die aber nicht aktiv angeworben > und unterstützt werden (können). Und warum koennen die nicht unterstuetzt bzw. angenommen werden? Hier kommen wir den wahren Gruenden langsam naeher. > (Und, wie Hergen schrieb, gibt es daneben noch ein paar Unterschiede in der > Auslegung der Software; Linux ist halt nicht so sehr für tragbare Geräte > mit einem kleinen Bildschirm und ohne Tastatur vorgesehen.) > Dann sollte man darauf hinarbeiten. Jeder weiss, dass der Markt fuer PCs und sogar der fuer Laptops nicht mehr so angesagt ist. Fuer Dich und mich schon, aber wir spielen keine grosse Rolle mehr. Unsere Kinder und Enkel spielen die grosse Rolle. Wenn Du da einen Hersteller noch zu einer grossen Neuentwicklung, gar zur Aufgabe der IP-Protection ueberreden willst, kanst Du stattdessen auch gleich gegen eine dicke Eiche treten. Hat einen aehnlichen Effekt. >> Was die Prozessoren angeht, kann man durchaus mit wenig auskommen. Ich >> habe in den 80ern kuchenblechgrosse Analogboards mit Hilfe von PCs >> entwickelt. Musste nehmen, was gerade frei war und manche davon hatten >> nichtmal einen 80286. Das ist so aehnlich wie mit Automotoren. Vattern > > Nananana - ein damaliges "Kuchenblech" deckt heute doch schon ein > einzelner Baustein ab; gut, bei Analog nicht so unbedingt, aber es wäre > heute kaum noch eine Europakarte groß. Bei Analog eben nicht. Man koennte es heute auf 2-3 Eurokarten herunterkondensieren braeuchte dann jedoch neben den 2-3 Millionen Euranten fuer die IC Entwicklungen teure Massnahmen wie Heat Pipes und Fluessigkeitskuehlung. Grossignalfestigkeit ist nur durch eine Massnahme zu erreichen: Viel Saft. > ... Und Du hast die damals sicher nicht > mit voller Funktion simuliert, sondern vielleicht die Schaltung gezeichnet > und evtl. das Layout. Und selbst das ohne die weitreichenden Prüfungen und > Überwachungen, die heutige Programme dafür bieten. Nee. Ich habe die wichigsten Teile gruendlich durchsimuliert, damals mit ECA224. Dann Schaltbild in Futurenet-Dash eingegeben, Netlist erzeugt und auf Mentor Graphics ins Layout gegeben. Spaeter kam im Freiberuflerleben Microsim PSpice und Orcad SDT hinzu. Heute arbeite ich nicht anders, nur dass die Tools jetzt LTSpice, Eagle und PADS sind. Rechenschieber und HP11C sind immer noch dieselben, nur dass ich jetzt noch einen runden Rechenschieber habe, er in die Hemdtasche passt. Aber es ist warmes Klima hier und T-Shirts haben keine Hemdtaschen, so liegt der doch nur rum. >> >>> [Mess- und Stuer-Software] > ^eu >>>> Ich sehe (hier, US-Westkueste) eine starke Verbreitung von Excel und > ... >>> Brrrrrr.... Das kann sich hier "herüben" bestenfalls 'ne kleine Klitsche >>> leisten, und auch das nur intern. >> >> Das tun hier High-Tech Schmieden, von denen auch Ihr Produkte kauft :-) > > Bleibt einem ja nix anderes übrig. Da muß man halt selber nochmal > nachkontrollieren. > Kannst Du nicht, denn die Innereien fallen wie hier bereits diskutiert unter IP-Protection. >>> [Windows] >>> Windows 7 könnte noch akzeptiert werden, das wird ja sogar noch >>> "gepflegt" (und das nichtmal mit Zwangsupdates). Mit XP wird Dir kein >>> Kunde, der auch nur ansatzweise auf seine Netzwerk-Sicherheit achtet, > ... >> Kommt auf deren Firewall an. Aber das brauche ich bei Kunden gar nicht. > > Das kommt nicht auf 'ne "Firewall" an. Aber wenn Du das nicht brauchst (und > das akzeptiert wird), kann's Dir ja eh egal sein. > Ins Internet kannst Du i.d.R., gute Firmen haben WiFi, welches oft auch wartende Besucher benutzen koennen. Mehr braucht man vor Ort so gut wie nie. Ins interne Firmennetz lassen sie meist eh keinen, egal welches OS Du hast. Ein "modernes" OS ist keine Garantie fuer einen nicht-verwanzten Laptop. > [Mit Software umgehen können] >>> sogar primitivste Funktionen nicht kennen. Das beinhaltet sogar bei >>> einem so weit verbreiteten Programm wie "Word", die Möglichkeit, zur >>> Korrektur Zeichen mit "Backspace" rückwärts zu löschen, von wortweise >>> zurückspringen oder zu löschen nicht zu reden... >> >> Dann wird der Kandidat Schwierigkeiten haben, die Probezeit zu >> ueberstehen. Denn da zaehlen zeitgerechte Ergebnisse, ohne dass >> hinterher Beschwerden der Empfaenger dieser Dokumente kommen. > > Die sehen dann ja nicht mehr, _wie_ die erstellt wurden. Und solange die > (zeitlichen u.a.) Anforderungen eingehalten werden, merkt auch keiner, daß > "der Kandidat" bei besserer Nutzung seiner Werkzeuge nochmal ein paar zehn > Prozent besser sein könnte - er selber eingeschlossen. > Natuerlich sehen die, wie die erstellt wurden. Ich muss z.B. viele meiner Dokumente in *.doc oder *.docx (letzteres tue ich jedoch nicht) einreichen, da wir fast immer in Teams arbeiten. Man sieht bei groesseren Dokumenten mit TOC und allem PiPaPo sofort, wer mit Office-Software umgehen kann und wer nicht. > ... >>> Für die von Dir genannten Zwecke _ist_ eine Tabellenkalkulation _Exoten- > ... >> Ich habe noch heute morgen damit zusammen mit einem Kunden in Texas >> Telemetriedaten aus einem Funknetz anzeigen lassen und analysiert. Funzt. > > Das habe ich auch nicht bestritten - die meisten "Frickeleien" "funzen". > Aber sie funktionieren halt nicht wirklich _gut_, sondern nur irgendwie. > Excel ist keine Frickelei. Sonst solltest Du ueberlegen, demnaechst nicht mehr zu fliegen: http://www.pcworld.com/article/220782/use_microsoft_excel_for_everything.html -- Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/