Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Hanno Foest Newsgroups: de.sci.electronics Subject: Re: Neues LTSpice Date: Tue, 23 Aug 2016 17:29:48 +0200 Lines: 61 Message-ID: References: <20160816211252.1cf50bc7@Achmuehle.WOR> <20160817234121.5d71dfba@Achmuehle.WOR> <20160819005513.66228bdd@Achmuehle.WOR> <20160820015723.04c90819@Achmuehle.WOR> <20160821020218.33b26578@Achmuehle.WOR> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=utf-8; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net zKVEJun0do281+tGIG5evQJ/W5oKxieYR5NVUPWKMyzQs5PBZs Cancel-Lock: sha1:0JOipVqwlM1o3Z3M0b0oGI0HN9w= User-Agent: Mozilla/5.0 (X11; Linux x86_64; rv:31.0) Gecko/20100101 Thunderbird/31.8.0 In-Reply-To: Xref: csiph.com de.sci.electronics:212912 Am 23.08.2016 16:19 schrieb Joerg: >>> Man geht hier eher danach, was die Mehrheit der Arbeitskraefte kann. >>> Z.B. wird erwartet, dass jeder Bewerber ab Niveau Sekretaerin mit Excel >>> umgehen kann. Bei Exoten-Software entstehen Ausfaelle und Zusatzkosten >>> fuer Training. Die nimmt man also nur, wenn man muss. So halte ich das >>> ebenfalls. >> >> Das ist eher aktive Monopolunterstützung bzw. >> Monopolbildungsunterstützung. Das ist weder wirtschaftlich sinnvoll noch >> zielorientiert. > > Wirtschaftlich ist das fuer einzelne Betriebe sehr wohl. Fuer die > Volkswirtschaft natuerlich nicht. Es ist auch für einzelne Betriebe nicht sinnvoll, alles so zu machen wie die anderen auch. Das führt allenfalls zu Durchschnittlichkeit. Und genausowenig ist es sinnvoll, Software von vorneherein auszuschließen, die möglicherweise viel besser auf die Aufgabe paßt und effizienter ist, nur weil die sie nutzenden Arbeitskräfte nicht wie Putzfrauen austauschbar sind. >> Nebenher dürfte Open Source Software in der Beziehung Nachhaltigkeit >> jede Closed Source Software schlagen: So was wie Abkündigung, >> Upgradezwang durch inkompatible Änderung von Dateiformaten, Abschaltung >> von Lizenzservern oder auch nur pleite gehen des Herstellers gibt es in >> dieser Welt einfach nicht. > > Gibt es schon, z.B. dass sich Teams aufloesen. Ja. Die Software geht aber davon weder weg, noch wird ihre Nutzung vorsätzlich sabotiert. > Dann kann man zwar selbst > weitermachen, aber wer hat die Zeit oder die finanziellen Ressourcen, > mal eben einige faehige Programmierer zu heuern? Man *kann* es, das ist der Unterschied. Wenn z.B. Apple mal wieder eine Softwarefirma kauft und die angebotene PC-Variante ersatzlos einstampft, stehst du dumm da. Aber bei leidlich populärer Soft stellt sich die Frage eh nicht. Da wird eher geforkt als eingestellt. > Am Ende ist es immer so, dass man Kunden-Dokumente einlesen und > bearbeiten koennen muss. Da gibt es mit Open Source schon Probleme. Vorhin hast du noch geschrieben, daß Open Source (im Beispeil Open Office) Dateiformate liest, die selbst der ursprüngliche Hersteller nicht mehr kann... das ist schwerlich ein Argument für den (Closed Source) Hersteller. > Z.B. > werden in PowerPoint und auch Word Dokumenten bei mir nicht immer alle > Details angezeigt, weil ich Open Office benutze. Das ist aber eher aktive Sabotage seitens Microsoft, und man sollte sich eher fragen, ob man sich für seine Geschäftsprozesse auf eine Firma mit diesem Geschäftsgebaren verlassen möchte. Hanno