Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Eric Bruecklmeier Newsgroups: de.sci.electronics Subject: Re: Strom in Carport f_r E-Auto Date: Sat, 23 Jul 2016 10:46:16 +0200 Lines: 66 Message-ID: References: <20160721021243.60293a20@Achmuehle.WOR> <20160721220426.2604842a@Achmuehle.WOR> <20160722220031.0b14a7ab@Achmuehle.WOR> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=utf-8; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net esUwmboTPT83BaDAvJx/HgA6JBtfE8tyctKOVlUhxR/8RzD3Ek Cancel-Lock: sha1:Puu4ArPJ8U1kziIMwCKC0QYSjfc= User-Agent: Mozilla/5.0 (X11; Linux x86_64; rv:45.0) Gecko/20100101 Thunderbird/45.2.0 In-Reply-To: <20160722220031.0b14a7ab@Achmuehle.WOR> Xref: csiph.com de.sci.electronics:211516 Am 22.07.2016 um 22:00 schrieb Sieghard Schicktanz: > Hallo Eric, > > Du schriebst am Fri, 22 Jul 2016 08:13:55 +0200: > >>>> Sollte ausreichend regenerative elektrische Energie vorhanden sein (und >>>> erst ab dann macht das ganze überhaupt Sinn), dann sollte man zunächst >>>> Heizung, Warmwasser etc. auf Strom umstellen - ist dann immer noch > ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^ >>> Nein, sollte man nicht, sondern man sollte erstmal direkt solar heizen. > ... >> Strom lässt sich allerdings sehr viel besser transportieren als Wärme. > > Sicher - aber wenn die Möglichkeit besteht, die Wärme ohne große > Transportaktion lokal zu nutzen, ist die direkte Wärmegewinnung von der > Sonne der indirekten über Stromerzeugung jedenfalls vorzuziehen. Sie ist > sogar parallel dazu möglich. klar, die eine Nutzung schließt ja die andere nicht aus. Trotzdem kann es halt Situationen geben (z.B. sehr großes Wohnsilo) wo von außen Energie herangebracht werden muß und scheint mir regenerativer Strom sinnvoller als fossile Brennstoffe... > Zur Stromerzeugung ist neben der Photovoltaik für Großanlagen eher die > solarthermische Erzeugung sinnvoll - da sich recht hohe Temperaturen durch > Konzentratoren ("Hohlspiegel") erreichen lassen, wird auch der Wirkungsgrad > einer thermischen Umsetzung recht hoch. Das geht, weil hier im Gegensatz zu > Kernreaktoren keine Gefährdung durch Aktivierung des Wärmeträgermittels > besteht und deshalb auch hohe Temperaturen und Drucke technisch anwendbar > werden. Bei einer oberen Prozesstemperatur von z.B. 400°C und einer unteren > von 100°C beträgt der theoretische Wirkungsgrad fast 45%, zum Vergleich bei > Si-Solarzellen mit ihren ca. 20%. > > ... >>> Der Individualverkehr ist aber leider der direkteste und intensivste >>> Luftverschmutzer. Autoabgase kriegst Du direkt in Deine Nase und Lunge, >>> die Abgase der Kraftwerke nur aus großen Abstand und nach - leider noch >>> nicht so guter wie möglich - Reinigung. >> >> Und Autoabgase werden nicht gereinigt? > > Es wird versucht, aber die kleinen Chemieaggregate zum herumfahren sind > halt recht moderat in ihrer Effektivität, weil sie halt noch leicht genug > zum Herumfahren sein müssen. > >>>> noch Lithium da ist, was wir bald ja auch für die unmittelbar vor der > ... >>>> Marktreife stehenden Fusionsreaktoren dringend brauchen... ;-) >>> >>> Die brauchen kein Lithium, sondern (AFAIR) Bor, aus dem sie sich das >> >> Dir mir bekannten Konzepte sehen Blankets aus Lithium vor - ich lass >> mich aber gerne eines Besseren belehren. > > Das stimmt schon, das Lithium ist ein direkter Reaktant bei der Fusion, Nein, das Lithium dient lediglich der Erbrütung von Tritium > soweit ich das noch weiß. Aber die dabei entstehenden vielen Neutronen > müssen gebändigt werden, was Bor recht gut kann ("Reaktorgift"), und dabei > entsteht halt nebenbei Lithium, das dann gleich "verheizt" werden kann. > Aber bitte schaue mal selber nach, ich habe das jetzt nur aus der > Erinnerung "zusammengereimt". > Ich hab auf die Schnelle nichts zur Erbrütung von Lithium aus Bor gefunden.