Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Hans-Peter Diettrich Newsgroups: de.sci.electronics Subject: Re: Analoge Frage in der Digitaltechnik Date: Fri, 27 May 2016 14:47:34 +0200 Lines: 93 Message-ID: References: <1mntxv7.5emzxd56vr8qN%R.Kiefer.SPAEM@gmx.de> <1mnurvb.8rhvvp6hsts2N%R.Kiefer.SPAEM@gmx.de> <1mnuvin.1434lc91x1oehmN%R.Kiefer.SPAEM@gmx.de> <1mnv0u5.p0wh40upydg2N%R.Kiefer.SPAEM@gmx.de> <1mnwizj.s4rkllhbkt34N%R.Kiefer.SPAEM@gmx.de> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=ISO-8859-1; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net wn23YkRrR/G6OVAiQyxkngVLhESMLT0RaAJ+l3b8FDBaOMQMux Cancel-Lock: sha1:qyOS9m7VFQdKGB2JqraXqk06CfA= User-Agent: Thunderbird 2.0.0.21 (Windows/20090302) In-Reply-To: <1mnwizj.s4rkllhbkt34N%R.Kiefer.SPAEM@gmx.de> Xref: csiph.com de.sci.electronics:208605 Ralf Kiefer schrieb: > Hans-Peter Diettrich wrote: > >> Ich befürchte Probleme mit den verschiedenen Logik-Familien, die >> unterschiedliche Lasten als Eingänge und unterschiedliche Ströme als >> Ausgänge haben können. > > Diese Aufgabe hatte ich gedanklich lange erfolgreich verdrängt. Ich > hielt die Beschaffung der Daten vom "Spielen" mit dem Baustein für die > Fleißaufgabe und das Extrahieren der Muster für die Herausforderung, > insbesondere das mit State Machines. Dann kommt Dir hoffentlich kein Busy Beaver unter ;-) [aber dafür fehlt then Chips wohl das genügend lange Band] So langsam reizt mich die Sache auch, selbst wenn ich keine passenden Chips habe. Aber dafür könnte ich ja einen zweiten Arduino benutzen, der die Logik simuliert. Das wird dann allerdings etwas langsam, da könnte man die ganze Analyse auch gleich auf einem PC simulieren... >> Ich würde da ggf. mit mehreren Adaptern arbeiten, >> die an die verschiedenen Familien angepaßt sind. > > Darauf könnte es hinauslaufen, wenn ich viele Familien abdecken möchte. > Meine Priorität liegt bei den üblichen PALs und GALs, wie sie in den > Rechnern der 1980er bis 1990er Jahre eingesetzt waren. Damit hast Du > bereits die Antwort auf Deine Frage vom Schluß: es gilt alte Rechner zu > erhalten. Hmmm, da könnte ich vielleicht noch ein paar Exemplare beisteuern. Allerdings nur Homecomputer, ohne VMEbus. Und mit PAL/GAL hatte ich selbst nie direkt zu tun, mir reichten für meine Rechner die Standard-Periperiechips ohne zusätzliche Bus-Elektronik. > Einzelne Karten sind "damals" schon abgeraucht. Meine > Vermutung: die braun verfärbten Aufkleber könnten der entscheidente > Hinweis sein. Ja. >> Die Komparatoren hätten >> den Vorteil gegenüber AD-Wandlern, daß sie während des Tests keine >> Wandlungszeit brauchen. Die Schwellen lassen sich einheitlich einstellen >> lassen, d.h. die Schaltschwellen müßten nur einmal (per DAC) einstellbar >> gemacht werden. > > Das wird ein Riesenaufwand und läuft auf ein Platinendesign hinaus. Ob > mir dazu die Motivation reicht? Das mußt Du wissen ;-) Ich hatte mal einen ganzen Stapel Platinen für Flash-ADC (4 Komparatoren), aber die dürften beim vorletzten Umzug untergegangen sein, zusammen mit meinen restlichen Gerätschaften und Bastelmaterial. > Dein Ansatz war viel weitergehender. Ich gehe davon aus, daß der Chip, > den ich dokumentieren möchte, erstens funktioniert, zweitens Vcc und GND > bekannt sind, weil ich das dem Layout der Wirtsplatine oder durch > Durchklingeln rausfinden kann. Und: wenn da z.B. 16R8 draufsteht, wird > eher nicht was anderes drin sein. Also weiß ich bei so einem Typ, wo > mich Eingänge, Ausgänge, I/O oder mögliche Takteinspeisung erwarten. Deshalb habe ich diesen Teil erst nachgereicht, mehr der Vollständigkeit halber. Den 16R8 habe ich mir mal oberflächlich angeschaut. Bei solchen PALs sollte es tatsächlich nicht so schwer sein, die Programmierung herauszubekommen. Hast Du auch schon mal daran gedacht, die Programmierung direkt auszulesen, oder ist das üblicherweise blockiert? Auf jeden Fall ist es hilfreich, wenn man das Innenleben kennt, da kann man für jeden Typ bzw. Familie ein entsprechend angepaßtes Testprogramm schreiben, mit Sonderbehandlung für die CLK, OE etc. Pins. > Zweitnutzen: ich entnehme einem alten Rechner einen Standardbaustein mit > dem Verdacht, daß der "durchgebrannt" ist. Dann könnte ich den kurz in > "meinen Apparat" stecken, und ich erhalte nach kurzem Test das Ergebnis, > daß sich der Probant wie das verhält, was aufgedruckt ist, also z.B ein > 74xx. Fehlerfreiheit kann ich damit nicht attestieren, aber grobe Fehler > erkennen. Hmm, bei gesockelten Bauteilen könnte das funktionieren. Andernfalls wird es schwierig, die Teile aus den (multilayer?) Platinen herauszubekommen, ohne die Durchkupferung zu beschädigen. Unsere Techniker haben dafür alle Pins abgezwickt und dann einzeln ausgelötet - der Chip war danach kaum wieder einzulöten, und schon garnicht in einen Testsockel zu stecken. Aber auf professionellen Platinen dürften die teuren bzw. speziellen Chips wohl alle gesockelt sein? DoDi