Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: "Peter Heitzer" Newsgroups: de.sci.electronics Subject: Re: Das Wochenendraetsel, oder welche Fragen mir ein alter Eurocom-1-Rechner stellt Date: 9 May 2016 08:28:55 GMT Lines: 36 Message-ID: References: <1mmqxdh.pmaw1r1oouyamN%R.Kiefer.SPAEM@gmx.de> <1mms3jb.3fqiv4bxr46qN%R.Kiefer.SPAEM@gmx.de> <62anib1b7rgki1r5ju8rrvqe3rbf0krlh9@4ax.com> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=UTF-8 Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net PlWS6jx3c61LEOypj13utg3lBlbpLMaQMrxeX7Qiah/cteK+0lSErAdb1x X-Orig-Path: not-for-mail Cancel-Lock: sha1:ox4fNbN2K8Mp9IxP06/emt/eN14= User-Agent: tin/2.2.1-20140504 ("Tober an Righ") (UNIX) (Linux/3.16.0-4-amd64 (x86_64)) Xref: csiph.com de.sci.electronics:207805 Holm Tiffe wrote: >On 06.05.2016 12:10, Martin Gerdes wrote: >> R.Kiefer.SPAEM@gmx.de (Ralf Kiefer) schrieb: >> >>>> Haben alle Schreibbefehle des 6802 dasselbe Timing? Oder wird bei Zugriff >>>> auf das EPROM das 6802-Gegenstueck zu /WAIT Zyklen eingefuegt, und bleibt >>>> Schreiben von Speicher faelschlich wirksam? >> >>> Es gibt keine Wait states oder Handshake in dieser Hardware. Ein 6802 >>> könnte das prinzipiell, um mit noch langsamerem Speicher zu >>> funktionieren, weswegen es die MR-Leitung gibt. D.h. hier laufen alle >>> Speicherzugriffe nach demselben Schema, egal ob I/O-Chip, EPROM oder >>> RAM. >> >> "Memory mapped" nannte man das Konzept damals. Es blieb für Z80-Jünger >> auf ewig unverstanden :-) >> >Ich bin durchaus als gelernter Ossi auch "Z80 Jünger", kann Deine >Aussage nicht nachvollziehen und wüßte nicht was mich daran hindern >sollte einen Z80 Rechner mit Memory mapped IO aufzubauen, höchstens die >Tatsache das ein großer Teil der attraktiven Features der Z80 >Peripherie-ICs nicht mehr nutzbar ist und der lineare Adreßraum für den >Speicher durch das IO löchrig wird. Nur Nachteile auf dieser Architektur >also. >Das ist wohl das was die 6x0x Jünger Niemals verstanden haben. Memory mapped I/O ist sinnvoll, wenn man z.B. 16 Bit ausgeben will, wie für eine IDE Schnittstelle oder wenn die Peripherie RAM ähnlich ansprechbar ist und man mit Read-Modify-Write Befehlen arbeiten kann. Auch wenn mehr als 256 Bytes mit einem Blockbefehl ausgegeben werden sollen, ist memory mapped I/O sinnvoll. Für "klassische" I/O mit Interrupts ist allerdings die Z80 Architektur um einiges eleganter. -- Dipl.-Inform(FH) Peter Heitzer, peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de