Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Joerg Newsgroups: de.sci.electronics Subject: Re: Arm durch Arbeit Date: Wed, 13 Apr 2016 07:13:29 -0700 Lines: 45 Message-ID: References: <1ndmlhze0rmt7$.wkzx128zse8m$.dlg@40tude.net> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=ISO-8859-1; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net wxiUhw24ffHcmagaqxdyPAOclPOQ8Whs3qrIfVXO8q//GkkTdC Cancel-Lock: sha1:9zFyiTrUp5TTf3G17XI+t/sPDv8= User-Agent: Mozilla/5.0 (Windows; U; Windows NT 5.1; en-US; rv:1.8.1.6) Gecko/20070728 Thunderbird/2.0.0.6 Mnenhy/0.7.6.666 In-Reply-To: Xref: csiph.com de.sci.electronics:206733 On 2016-04-13 02:03, Ralph A. Schmid, dk5ras wrote: > Heinz Schmitz wrote: > >> Das halte ich für eine sehr hinderliche Einstellung. > > Bleibt Dir unbenommen. > >> Was ist günstiger, als die Miete AN SICH SELBST zu zahlen, >> und dafür einer Bank eine kleine Provision abzugeben? > > Zur Miete zu wohnen, wo alles besser organisiert ist, der Vermieter > seinen Gewinn daraus bezieht, daß er als Großbesitzer viel bessere > Konditionen bekommt bei Handwerkern usw. und ich als Mieter nicht mit > Organisatorischem abmühen muß, nicht mit Reparaturen, und wenn mich > der Job oder die Laune anderswo hinverschlagen, dann geht das recht > schmerzfrei. Auch muß man keine Rücklagen für Instandhaltung bilden, > sich nicht groß um Versicherungen kümmern, nicht mit der Stadt wegen > was-auch-immer diskutieren, nicht die Straße fegen, keinen Schnee > schippen, kein Unkraut zupfen. > > Das mit der Miete an sich selbst zahlen ist eine große Lebenslüge, der > viele erliegen und teils böse dran scheitern. Die Rechnung kann > aufgehen, muß aber nicht. Jahrelang die Butter vom Brot gespart, um an > die Bank abzustottern, dann krepiert die Heizung, der Sturm haut Dach > samt Dachfenstern zusammen, das Auto gibt den Geist auf, die Eltern > werden pflegebedürftig, und irgendwann ist man endlich durch das alles > durch, hat die letzte Rate mühsam abgestottert, plötzlich fällt man > tot um oder ist so klapprig, daß man ins Pflegeheim zieht. War das > dann ein tolles Leben? Muß ich nicht haben. > Umgekehrt kann man als Mieter das erleben, was ein Eigenheimer nicht fuerchten muss, ist Bekannten in Deutschland gerade passiert: Jahrelang dort gewoehnt, Miete immer puenktlich bezahlt, alt geworden, man liebt die Nachbarschaft. Dann ... rumms ... der Besitzer ist auch alt geworden und hat die Immobilie verkauft. Der neue will erstmal alle raus haben, renovieren, und die Edelappartements zu Edelmietpreisen anbieten. Mieterbund, Kampf, alles zoegert sich raus, Stress hoch drei. Dann zieht der Eigentuemer die dicke Reisleine: Eigenbedarf. Da war nichts mehr zu machen und sie flogen raus. -- Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/