Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Joerg Newsgroups: de.sci.electronics Subject: Re: Arm durch Arbeit Date: Mon, 04 Apr 2016 13:23:33 -0700 Lines: 49 Message-ID: References: <201604041953.a14754@b.maus.de> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=ISO-8859-1; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net Pu66ODMmIGRgqXOzqEusHAzh/Zq4EnAMR+0jWPhoCxomrUYKmL Cancel-Lock: sha1:HsjJAVd6H5SDCJhGMqRqnkrk/ww= User-Agent: Mozilla/5.0 (Windows; U; Windows NT 5.1; en-US; rv:1.8.1.6) Gecko/20070728 Thunderbird/2.0.0.6 Mnenhy/0.7.6.666 In-Reply-To: <201604041953.a14754@b.maus.de> Xref: csiph.com de.sci.electronics:205995 On 2016-04-04 10:53, Axel Berger wrote: > Joerg wrote on Mon, 16-04-04 16:58: >> Von Dir hatte ich besseres Niveau erwartet. > > Daß es in manchen Kulturen üblich ist, bedürftige Familienangehörige zu > unterstützen und auch dann nicht zum Staat zu gehen, wenn rechtlich ein > Anspruch besteht, wirst auch Du nicht bestreiten. Und nicht jeder, der > bereit und fähig ist, gute Arbeit zu leisten, ist das auch darin, sich > selbst geschickt zu verkaufen. Auch da gibt es Gruppen, die das dann > als Aufgabe der Familie ansehen und den betreffenden an die Hand nehmen > und andere, die es nicht tun. > Das ist bei vielen Asiaten sicherlich ein kultureller Vorteil. Doch der tiefere Grund liegt darin, dass sie von Kind an erzogen werden, was aus sich zu machen. Nie aufzugeben und notfalls alles anzupacken. Wenn die Konjunktur voll im Eimer ist, dann eben Gartenarbeit, Haeuser anstreichen, oder was immer gefunden werden kann. Ich habe noch nie von einem Asiaten den Spruch gehoert, diese oder jene Arbeit "liege unter seiner Wuerde". Dies zeigt sich bereits in der Schule. Sie jammern nicht, dass sie noch nicht richtig Englisch koennen und die aelteren verlangen nicht, dass gefaelligst ihre Muttersprache angeboten werden soll. Sondern sie setzen sich hin und lernen Englisch. So wie sich das hier gehoert. > Und es gibt die dritte, für die die Familenhilfe zwar > selbstverständlich ist, aber aus Anleitungen zum effizienten und > maximalen Melken der Sozialleistungen besteht. Die alte, unfreiwillig > kinderlose Oma Müller, bei der sich um sowas zeitlebens der jetzt > verstorbene Mann gekümmert hatte, steht daneben im Regen und bekommt, > was ihr zusteht und wofür ihr Mann zeitlebens eingezahlt hat, > bestenfalls teilweise. > Einer der Gruende, warum wir unsere Rente groesstenteils privat gestaltet haben. Da gibt es (noch ...) keine Buerokraten, die einem das teilweise wegstehlen koennen. Wenn einer von uns fruehzeitig sterben sollte, bekommt der andere 100% der privaten Rente weiter. Als international umziehende Menschen muss man das eh so machen, aber ich tat das schon in Germanien, als ich noch nicht an Auswanderung dachte. Dort konnte ich als Selbststaendiger die staatliche Rente dazu noch "abwaehlen", was ich hier leider nicht kann. -- Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/