Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Joerg Newsgroups: de.sci.electronics Subject: Re: OT (Politik) Re: Semi-OT: PC won't start with USB-LPT plugged in Date: Tue, 15 Mar 2016 11:38:35 -0700 Lines: 186 Message-ID: References: <8nv4eblacn4iitvnvh5d67asl66ad81mvg@4ax.com> <9f38ebltdeafkelkgo9tuk0kil3029a8t4@4ax.com> <75scebl8i8mlhvck3tc089sja72mg7ac4r@4ax.com> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=windows-1252; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net BrzDq5fVOy62IKvRIZskSA6NXt9D/Q3kl2CASvp1Q9Wq55oa8G Cancel-Lock: sha1:repp7C/YchwcpEPM9fd+1/Dj1VU= User-Agent: Mozilla/5.0 (Windows; U; Windows NT 5.1; en-US; rv:1.8.1.6) Gecko/20070728 Thunderbird/2.0.0.6 Mnenhy/0.7.6.666 In-Reply-To: Xref: csiph.com de.sci.electronics:204520 On 2016-03-15 09:44, Hanno Foest wrote: > Am 15.03.2016 16:01 schrieb Joerg: > >>> Davon, daß du solche Anrufe bekommst, können sich die Millionen, für die >>> es keine Arbeitsplätze gibt, nichts kaufen. >> >> Natuerlich koennen sie. Wenn sie sich fuer diese Arbeit qualifizieren >> wuerden, muessten die Head Hunter nicht im Ausland suchen gehen. > > Und wenn alle Stellen besetzt sind, sind immer noch Millionen > Arbeitssuchende übrig. Wie oft willst du das noch ignorieren? > >>> Was ist daran so schwer zu verstehen? Wenn es 10 Millionen >>> Arbeitssuchende und 100.000 Arbeitsplätze gibt, dann ist es scheissegal, >>> ob du, die Südkoreaner oder der Papst sichere Arbeitsplätze haben. Und >>> wenn sich von den 10 Millionen alle irgendwie so gut qualifizieren, daß >>> sie die 100.000 Jobs besetzen können, sind immer noch 9900000 Leute >>> übrig. >>> >>> Nein, Subtraktion fügt sich nicht dem Wunschdenken. Es scheint bei >>> Konservativen diesbezüglich eine fundamentale Mathematikschwäche zu >>> geben. >> >> Lass mal die billigen ad hominem Anwuerfe sein. > > Dann hör auf, das Problem zu ignorieren. > Ich habe Loesungsvorschlaege gemacht, die Du ignorierst und wegschnippelst. Kopf im Sand? Anstatt rumzujaulen, was waere jetzt konkret Dein Vorschlag, was zu tun ist? >> Man muss sich manchmal >> damit abfinden, einen Job zu machen, fuer den sich viele zu fein >> vorkommen. > > Es gibt auch von diesen Jobs nicht genug. Unbezahlt vielleicht - dann > sind wir wieder bei der Sklavenarbeit. Jobs, von denen man nicht leben > kann, sind keine. > Ich habe gezeigt, wie das geht, Du hast es ignoriert. >>>>>> 2. Der Staat sorgt fuer gescheite Standortbedingungen. >>> >>> Ach ja, nach dem Staat rufen ist bei den Konservativen immer beliebt, >>> wenn es darum geht, die Hand aufzuhalten. Nur Steuern zahlen wollen sie >>> nie. >>> >>>>> Das macht der Staat dauernd. ... >>>> >>>> ROFL! >>> >>> Deutschland geht es wirtschaftlich so ziemlich am besten in Europa, >>> Vollbeschäftigung existiert dennoch nicht. Aber ich bin mir sicher, du >>> könntest das viel besser und würdest Vollbeschäftigung mit einem >>> Fingerschnipp erschaffen, nicht wahr? >> >> Ich kann dort nichts mehr bewirken, weil es 10000km entfernt liegt. > > Aber wenn du nur hier wärest, würdest du mal eben für Vollbeschäftigung > sorgen, oder wie darf ich das verstehen? > Nur wenn man mich u.a. die Steuergesetzgebung und das Arbeitsrecht mitentscheiden laesst, oder wenigstens zuhoert und was tut, sonst geht es nicht. >> Ausserdem habe ich das mal in NRW versucht. > > Hat wohl nicht geklappt. Wie seltsam! Waren sicher irgendwelche anderen > dran schuld, an dir kanns ja nicht gelegen haben, wir wissen ja von > deiner Allmächtigkeit aus dieser Newsgroup. Waren sicher die "Linken", > die sind ja bekanntlich an allem schuld. > Ja, es waren Sozen. Wobei ich nicht sicher bin, ob es bei den anderen viel besser gelaufen waere. Die Initiative hiess damals MedTNet (Medizintechnik Netz). Bin dann ausgewandert und habe hier im Ausland etwa zwei Dutzend Arbeitsplaetze mitgeschaffen. Wie seltsam! >> Das war, als wenn man gegen >> eine dicke Eiche tritt (ich spare mir jetzt die hier an sich noetige >> Tirade gegen Sozen-Politiker). > > qed > Und genau daran muesste man als Landesbewohner was tun anstatt nur rumzujaulen. >>>> Sorry, aber davon hast Du echt keine Ahnung. Ich war in Suedkorea. >>> >>> Und? Weiß du daher besser, wie viel die Koreaner im Vergleich zu den >>> Deutschen verdienen? >> >> Eine Ecke mehr: >> >> https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_countries_by_average_wage > > Deutlich drunter: > > https://www.google.com/publicdata/explore?ds=d5bncppjof8f9_#!ctype=l&strail=false&bcs=d&nselm=h&met_y=ny_gnp_pcap_pp_cd&scale_y=lin&ind_y=false&rdim=region&idim=country:DEU:KOR&ifdim=region&hl=de&dl=de&ind=false > > > https://www.laenderdaten.info/durchschnittseinkommen.php > Zitat aus meinem Link "All figures are adjusted to reflect variations in the cost of living from one country to another". Einkommensvergleiche ohne Kaufkraftbereinigung sind voellig sinnlos. Ich dachte, da waerst Du jetzt selbst drauf gekommen. Aber wohl nicht. >>>>> Gibt es denn irgendeinen vernünftigen Grund, daß Arbeitnehmer *nicht* >>>>> einen adäquaten Anteil an den Gewinnen ihres Unternehmens verdienen >>>>> sollten? >>>> >>>> Das sollten und koennen sie. Dann aber bitteschoen an Gewinn _und_ >>>> Verlust. >>> >>> Werden sie doch sowieso: Läuft der Betrieb gut, verdienen sie mit, läuft >>> der Betrieb nicht gut, verlieren sie ihren Job. >> >> So what? > > Dann muß man ihnen doch nicht obendrein noch eventuelle Schulden des > Betriebes aufbürden? > Das laeuft so und lief auch bei mir so: 1. Man bekommt einen Teil seiner Bezahlung in Form von Stock Options (eine Art Aktienoptionen, aber naetuerlich mit Haltefristen). 2. Diese werden peu a peu zugeteilt und haben danach laengerfristige Halteperioden. Man darf sie erst zu einem spaeteren Zeitpunkt verkaufen, nennt sich "Vesting". 3. Wenn es der Firma schlechter geht, koennen solche Optionen wertlos werden, aber man muss nicht nachzahlen. Allein dadurch steht man als Arbeitnehmer hier im hach so schroecklichen Kapitalismus schonmal weit besser da als die Firma. 4. Wenn die Firma blueht und gedeiht, streichen die Arbeitnehmer die Differenz zwischen Optionspreis und Aktienkurs bei Verkauf ein. Das ganze ergibt einen enormen Motivator. Man fuehlt sich am ganzen wirklich beteiligt. Jetzt bitte Butter bei die Fische: Werden Stock Options bei Euch inzwischen erlaubt und auch vergeben? Wenn nein, warum nicht? >>> ... Es geht nur darum, den Anteil am Mitverdienen richtig >>> auszutarieren. >> >> Nochmal, dann muessen sie auch bereit sein, Verluste wenigstens ueber >> Aktienoptionen mitzutragen. > > Noch mal: Warum? Warum sollte das Risiko, den Arbeitsplatz zu verlieren, > nicht genug Risikobeteiligung sein? > Nein. Genauso wie Firmen das zusaetzliche Risiko tragen muessen, dass ein Mitarbeiter z.B. genau vor einem wichtigen Messetermin zur Konkurrenz geht. Ein Arbeitsplatz basiert auf Angebot und Nachfrage, nicht auf einem Anspruch. -- Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/