Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Joerg Newsgroups: de.sci.electronics Subject: Re: OT (Politik) Re: Semi-OT: PC won't start with USB-LPT plugged in Date: Thu, 10 Mar 2016 07:56:33 -0800 Lines: 198 Message-ID: References: Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=ISO-8859-1; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net oji7SR80p2CERydqFxWS7g75oT7/NQBGCRasKqs+mm47AKmtBc Cancel-Lock: sha1:/om6jIjiXdvFLaoHKMkl10LcwQo= User-Agent: Mozilla/5.0 (Windows; U; Windows NT 5.1; en-US; rv:1.8.1.6) Gecko/20070728 Thunderbird/2.0.0.6 Mnenhy/0.7.6.666 In-Reply-To: Xref: csiph.com de.sci.electronics:203982 On 2016-03-09 20:59, Thomas Heger wrote: > Am 09.03.2016 16:58, schrieb Joerg: > ... >>> 'Wegnehmen' ist das Wesen des Sozialismus und zwar vom Vermögen (nicht >>> vom Einkommen). >>> >> >> Ja, und genau das war erklaertes Ziel von Obama, hat er teilweise ueber >> fiese Methoden gemacht und es ist grundsaetzlich verwerflich. Er nannte >> das "Wealth Redistribution", was auf eine Erosion des Mittelstands >> hinauslief. Viele Leute gaben dabei auf, weshalb die Labor Force >> Participation Rate um erschreckende vier Prozent wegsackte. Sozialismus >> wollen wir hier nicht, der funktioniert erwiesenermassen nicht. > > > Wenn man Obama als 'Kunstprodukt' ansieht, dessen richtiger Name 'Barry > Soetoro' lautet und aus der Indonesien stammt, dann wirft das ein paar > Fragen bezüglich derer auf, die soetwas möglich gemacht haben. > > Man sollte also den Präsidenten erst´mal ignorieren (da irrelevant), > sondern sich auf die Männer (und Frauen) 'dahinter' konzentrieren. > Das ist bei den meisten Praesidenten so, in so gut wie allen Laendern. Derzeit ist nur einer der US-Kandidaten frei von solchen Zwaengen, seit Ben Carson aus dem Rennen schied. Den verbliebenen Kandidaten mag ich zwar als Typus Mensch nicht besonders, aber vielleicht brauchen wir ihn mal als eine Art Besen. > Anscheinend sind in den USA große Bereiche nach Familienclans aufgeteilt > und monopolisiert. > Das ist in den meisten Laendern so :-( Auch bei Euch gibt es maechtige Familien mit viel Einfluss, nur haben sie andere Namen wie Oetker, Haniel oder Quandt. Wobei das bei uns sicher staerker zutrifft, seit die grossen Eisenbahnlinien gebaut wurden, da ging das in etwa los. >> >>> Eine Variante davon sind Monopole, die diese die Erwerbsmöglichkeiten >>> einschränken. >>> >> >> Staatlich sanktionierte Monopole finde ich ebenfalls verwerflich. > > > Die USA nennen sich ja selber 'Land of the Free' und behaupten, sie > hätten eine der liberalsten Wirtschaftsordnungen der Welt. > Bis vor sechs Jahren war das auch so. > Tatsächlich haben sie das mit Abstand komplizierteste, unlogistische und > unverständlichste Rechtssystem der Welt. Das wiederum wirkt sich auf die > Wirtschaft aus, die keineswegs machen kann, was sie will. > Das Rechtssystem finde ich relativ in Ordnung, bis auf das voellig aus dem Ruder gelaufene "Schadenersatz" Wesen. An letzterem wird sich unter den Sozen aus allseits bekannten Gruenden nichts aendern, und bei den Reps nicht genug. > So sind alle möglichen Erfindungen anscheinend verschwunden, da diese > evtl. die Monopole gefährdet hätten. > > Siehe dazu hier: > > https://www.youtube.com/watch?v=wieUWqxPF0A > Ach ja, die alten Verschwoerungstheorien wieder. Fuer sowas bist Du zu alt und zu intelligent :-) Stelle Dir mal diese einfache Frage: Wir haben in der Welt knapp 200 Laender, die meisten davon recht unabhaengig voneinander. Glaubst Du im Ernst, dass es irgendwelche ach so poesen Grossindustriellen schaffen, eine angebliche Erfindung in allen diesen Laendern komplett zu unterdruecken? Der erwaehnte VW Lupo ist eindeutig ein Produkt aus deutschen Landen. Frage: Warum wurde dessen Produktion 2005 eingestellt? Weil es irgendeiner amerikanischen Dynastie nicht passte und diese dann die Kavallerie mit Trompeten und Flinten nach Wolfsburg schickte? >> >>> Eine andere Variante sind Regulierungen durch den (von den Monopolen >>> kontrollierten) Staat, welche den Monopolen nutzen und diese >>> zementieren, indem Konkurrenz aus dem Weg geräumt wird. >>> >>> Ein weitere Variante sind illegale Aktionen durch staatliche Organe zu >>> Gunsten verbündeter Unternehmen. > > > Die Verknüpfung von Staat und Konzernen scheint in den USA recht weit > fortgeschritten zu sein. > > Das würde, falls zutreffend, den Konzernen ermöglichen ihre Stellung auf > dem Markt gegenüber Konkurrenz mit Hilfe von Militär und Geheimdiensten > zu verbessern. > Das gelingt teilweise, bei uns wie bei Euch, aber nicht so, wie Du denkst. Stichworte wie Ruestungsauftraege und Exportgenehmigungen. > Ich hätte allerdings Zweifel daran, daß damit die Mehrheit der US-Bürger > einverstanden wäre. > > > >> Das ist es, wo Sozialismus immer hinfuehrt, Korruption und >> Vetternwirtschaft im grossen Stil. In freieren Gesellschaften und auch >> im Lager der vieler konservativer Parteien gibt es leider aehnlich >> Trends, wenn auch weit weniger stark. Das Resultat sehen wir derzeit in >> der Wahlergebnissen der Reps, die Leute haben davon irgendwann die Nase >> voll und dann reagieren sie aus dem Bauch raus. >> >> >>> Jedenfalls geht es um solche Machtkonzentrationen in privater Hand, die >>> nicht im eigentlichen Sinne auf dem Eigentum an Produktionsmitteln >>> beruhen. >>> >> >> Die haben teilweise hintertraechtige Formen. Bei Euch sind es Gesetze >> wie WEEE, die verkappt und IMHO gewollt dazu fuehren, dass es >> Kleinstfirmen moeglichst schwer gemacht wird. Denn solche Konkurrenz >> moegen die Platzhirsche gar nicht. Hier war es z.B. eine >> Gesundheits-"Reform", die dazu gefuehrt hat, dass die KV fuer >> Selbststaendige und Kleinstbetriebe in den Praemien gallopierend >> inflationierte und viele Altvertraege abrasiert wurden (der Praesident >> hat dahingehend eiskalt gelogen). Gewerkschaften und deren Vertraege >> bekamen selbstverstaendlich Protektion. >> > > Gebühren sind den Sozialisten die liebsten Einkünfte, da sie (im > Gegensatz zu Preisen) per staatlicher Macht diktiert werden können. > > Man kann für alles mögliche Gebühren erheben, etwa für den Regen, den > Sonnenschein oder die Luft. > Weil es in Wahrheit Steuern sind. A tax is a tax is a tax. > Und genau darauf wird der sogn. Umweltschutz hinauslaufen: Gebühren für > das Atmen. (Carbon-Tax) > Die Leute (Waehler) lassen sich immer und immer wieder darueber anluegen. In Kalifornien wurde hoch und heilig versprochen, dass Cap and Trade fuer den Staat "revenue-neutral" geschehe. Den Mumpitz haben ich den Sozen nie geglaubt. Es kam dann genau wie befuerchtet. Heute reden sie ganz offen mit Journalisten darueber. "Oh, those few billion Dollars? We can easily cover that with cap and trade". Es ist also de facto eine Steuer. Die Arbeitsplaetze erodieren derweil weg und man wird damit diese laestige Mittelschicht los. > >>> Die Soviets haben die Zugehörigkeit zur Nomenklatura einfach garnicht >>> begründet, sonder mit Gewalt durchgesetzt, was sie meinten, ihnen würden >>> an Privilegien zustehen. >>> >>> Die Briten adeln so fragwürdige Gestalten wie etwa Horatio Kitchener und >>> gewähren denen damit vererbbare Privilegien. >>> >>> Die USA haben auch sowas ähnliches wie Adel, der seinen Nachwuchs nach >>> Yale, Corenell oder Harward schickt, womit sie dann wieder Privilegien >>> zementieren können. >>> >> >> Wird teilweise auch ueber extrem komplizierte Steuergesetze gemacht. Die >> ganz Reichen halten sie eine Herde an Beratern, die das "optmieren". >> Normalbuerger und Kleinunternehmer ... zahlen und zahlen. > > Eine vernünftige Reform würde daher nicht primär die Sätze senken, > sondern das undurchschaubare Regelwerk drastisch vereinfachen. > Amen! Wobei auch die Saetze runter muessen. Es geht z.B. nicht an, dass wir den hoechsten Koerperschaftssteuersatz der entwickelten Welt haben und den aber nur Gruender und Kleinunternehmer zahlen, waehrend die grossen die Kohle mit Hauptverwaltungen in Irland oder sonstwo "verschwinden" lassen und nur einige wenige Prozent zahlen. Das ist einer der (vielen) Gruende, warum mein Ingenieurbuero keine "Inc" ist, ich daher nur mit Freiberuflern zusammenarbeite und niemals Angestellte habe, und damit keine lokalen Arbeitsplaetze entstanden sind. -- Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/