Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: "horst-d.winzler" Newsgroups: de.talk.tagesgeschehen,de.sci.electronics Subject: Re: Gerlich und Tscheuschner / deutsche Version Date: Thu, 10 Mar 2016 10:23:05 +0100 Lines: 39 Message-ID: References: <0i9ekc-mk6.ln1@news.schuster.priv.at> <20160301213443.322f1950@Achmuehle.WOR> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=utf-8; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net P7ROpQnx8ADiOE9ijwo9egEHqTx1sSgh9JTNxvBu77IwrvZRHz Cancel-Lock: sha1:CnjKtRFRidhecKhXGwS9JBrNOys= User-Agent: Mozilla/5.0 (X11; Linux x86_64; rv:38.0) Gecko/20100101 Thunderbird/38.6.0 In-Reply-To: Xref: csiph.com de.talk.tagesgeschehen:370692 de.sci.electronics:203963 Am 09.03.2016 um 23:03 schrieb Rolf Bombach: > René Schuster schrieb: >> On 2016-03-03 08:46, horst-d.winzler wrote: >> >>> Dann wäre es konsequent gleich in die USA auszuwandern, denn wenn >>> man sich mit Kollegen etc in DE nicht über seine >>> Fachgebiet/Fachprobleme austauschen kann, >> >> Wieso sollte man sich nicht mit (deutschen) Kollegen austauschen >> können nur weil man in englisch publiziert? > > Nicht so einfach. Ich hab neulich mit einem neuen, mir unbekannten > Doktoranden einer andern Gruppe sicher 5 Minuten lang auf Englisch > rumgestottert, er dito, bis wir gemerkt haben, dass wir beide > deutsche Muttersprachler sind. War nicht das erste mal, das mir > das passiert ist. > > Bei einem Equadorianer und einem Argentinier an der Uni KL ging es > noch länger, bis sie gemerkt haben, dass sie ja auf Spanisch > diskutieren könnten; jeder hatte angenommen, der andere wäre Brasilianer... > Klingt ja fast neckisch. Allerdings stößt die Angewohnheit vieler Deutscher mit Englischkenntnissen unbedingt und überall mit ihren Kenntnissen parlieren zu wollen, nicht immer auf ungeteilte Begeisterung. zB gibt es Studierende etc, die gern ihre Deutschkenntnisse verbessern möchten. Denn wenn man schonmal in DE ist, ist dieses Interesse ja auch nachvollziehbar. Diesen Wunsch Deutschen nahe zu bringen ist nicht leicht, zumal man als Ausländer durchaus gern auf die Englischkenntnisse Deutscher oft angewiesen ist und keinem zu nahe treten möchte. Ein ganz anderes Kaliber sind Angelsachen mit ausgezeichneten Deutschkenntnissen und ihrem sprichwörtlichen angelsäsischen Understatement. Die empfinden dieses deutsche Verhalten als Kulturanbiederung. So ist es ausgedrückt worden. Ich meine, so ganz grundlos ist ihr Sicht nicht. -- mfg hdw