Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!news.dfncis.de!not-for-mail From: Heiko Lechner Newsgroups: de.sci.electronics Subject: =?UTF-8?Q?Re:_Lesetip_f=c3=bcr_Holger?= Date: Fri, 4 Mar 2016 08:27:58 +0100 Lines: 56 Message-ID: References: Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=utf-8 Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: news.dfncis.de cRRV3xSFIPWGk/rZdb/RgAhyMQqJG/yYUrGI8uhsyXrzU2 User-Agent: Mozilla/5.0 (Windows NT 6.1; WOW64; rv:38.0) Gecko/20100101 Thunderbird/38.6.0 In-Reply-To: Xref: csiph.com de.sci.electronics:203343 Am 13.02.2016 um 15:41 schrieb Martin Gerdes: > http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/geplante-obsoleszenz-gibt-es-nicht-verschleiss-wird-aber-kalkuliert-a-1076735.html "Spekulationen über solch "geplante Obsoleszenz" gibt es seit Langem, empirische Belege kaum. Um es gleich zu sagen: Auch Prakash und seine Mitstreiter fanden keine." [...] "Nun machen die Forscher den zweiten Teil der Studie öffentlich: Konzerne planen demnach tatsächlich die Lebensdauer ihrer Waren. Zwar gibt es keine Hinweise, dass sie absichtlich Schwachstellen in Geräte einbauen. Sehr wohl aber analysieren Unternehmen die sich wandelnden Vorlieben von Verbrauchern und den technologischen Fortschritt. Auf der Basis solcher Daten kalkulieren sie, wie lange ein Gerät voraussichtlich im Gebrauch sein wird." Ja, was denn nun? Wie kann ich denn ein Gerät bauen welches nur die (von den Herstellern diktierte) voraussichtliche Zeit des Gebrauchs überlebt ohne dabei absichtlich Schwachstellen einzubauen? Falls das wirklich so in der 308-seitigen Studie steht (ich habe sie nicht gelesen) und sich die Ersteller der Studie diese Frage nicht gestellt haben- was haben die denn dann mit den Steuergeldern gemacht? *** Maria Krautzberger, die Chefin des Umweltbundesamts, fordert mehr Transparenz. "Konzerne sollten, soweit möglich, die voraussichtliche Lebensdauer eines Geräts angeben", sagt sie. "Und zwar am besten in Nutzungsstunden, nicht in Jahren." *** Das bringt auch nichts wenn der Konsument dann die Wahl hat zwischen Gerät A mit einem Jahr voraussichtlicher Lebensdauer, Gerät B mit einem Jahr voraussichtlicher Lebensdauer und Gerät C mit [Trommelwirbel] einem Jahr voraussichtlicher Lebensdauer. "Noch wichtiger ist der Behördenchefin, dass Anreize geschaffen werden, Produkte länger zu nutzen." Dazu müssen aber die Hersteller zuerst funktionierende Geräte ausliefern. Wenn ein Gerät mit einer Alpha-Firmware ausgeliefert wird, die dann mit Updates versorgt wird bis (nach einem Jahr) das neue Modell (mit neuer Alpha-Firmware) im Regal steht und dadurch vielleicht sogar Beta-Stadium erreicht, danach vom Hersteller aber nicht mehr beachtet wird (es gibt ja das neue Modell)- was soll dann der Konsument mit diesem halbgaren Haufen Sondermüll noch machen? Vorher wurde dem Konsumenten natürlich versprochen, dass durch die Updatefähigkeit des Geräts alles dafür getan wird um lange Freude damit zu haben. Das der Konsument von den Herstellern manipuliert wird hab ich in dem Artikel nicht lesen können.