Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Joerg Newsgroups: de.sci.electronics Subject: Re: Maker-Messe =?ISO-8859-1?Q?M=FCnchen?= Date: Mon, 15 Feb 2016 07:16:16 -0800 Lines: 60 Message-ID: References: <201602071137.a37042@b.maus.de> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=ISO-8859-1; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net 3eTyZKK6qO6dO8c9N4IEuwEFXrfS5AAYSACHRfrTCZ3iDa3q89 Cancel-Lock: sha1:WC+BXuitYXeg8KTsj1REP6VfT9c= User-Agent: Mozilla/5.0 (Windows; U; Windows NT 5.1; en-US; rv:1.8.1.6) Gecko/20070728 Thunderbird/2.0.0.6 Mnenhy/0.7.6.666 In-Reply-To: Xref: csiph.com de.sci.electronics:202211 On 2016-02-14 11:05, Rolf Bombach wrote: > Joerg schrieb: >> On 2016-02-14 08:01, Rolf Bombach wrote: > >>> Das neue Geschäftsmodell ist es, gegen eine bescheidene Spende, >>> so around 6k$ oder dergleichen, die Papers freizuschalten. >>> Hat man z.B. mit dem Gravitationswellenpaper in Phys Rev Lett so >>> gemacht. Klar ist das gemein gegen kleinere Gruppen, aber Institute, >>> die eh nicht genau wissen wohin mit dem (Steuer-) Geld, könnten >>> sich doch schon noch etwas häufiger dazu aufraffen. >> >> IEEE hat dieses Modell inzwischen auch. Zugang zu Explore nur gegen >> monatliche Loehnung und dann mit limitiertem Kontingent oder mehr >> Loehnung. Das Resultat >> ist, dass Leute wie unsereins sich Know-How eher in der >> Privatindustrie suchen und das auch bekommen. > > Nein, umgedreht, die Autoren bezahlen und die Leser kriegen den > Artikel gratis. Hast Du das mal bei IEEExplore probiert? In Amerika funktioniert das jedenfalls nicht, da muessen entweder mindestens $35/mo berappt oder der Artikel gekauft werden. Autorenzahlung ist hinzugekommen. Das sorgt dann vollends dafuer, dass nur noch grosse Institute mit viel Steuergeldern publizieren koennen und Kleinfirmen oder Einzelkaempfer kaum noch. Einer der Gruende, warum dieses Jahr mein letztes im IEEE werden koennte. Viel Wissensverbreitung laeuft inzwischen auf einer zweiten Schiene, privatwirtschaftlich ueber Web Sites. >> >>> Braucht es wirklich 10 Stellen für PR? (Die insgesamt weniger >>> Output liefern als die 2 Stellen vor 10 Jahren, wie eine >>> Studie gezeigt hat). >>> >> >> Wir hatten (haben?) and der UC Davis sogar einen Communications >> Director mit hoch sechstelligem Salaer und fettem Pensionsanspruch. >> IMHO eine gigantische >> Verschwendung. > > Rausschmeissen und die Publikationen bezahlen, sodass sie frei > zugänglich sind, wie beschrieben. Besser als alle Werbekosten. > Ersteres sehe ich auch so. Publikationen bezahlen halte ich hingegen nicht fuer gut. Damit graebt man z.B. den meisten Ingenieuren in Entwicklungslaendern das Wasser ab. Die koennen nicht mal eben eine Summe hinblaettern, die dort mehreren Monatsgehaeltern entspricht. Sie tun dann besser daran, eine Web Site einzurichten und selbst zu publizieren. Eigenverlag, so wie das inzwischen viele mit Buechern und mit Musik machen, zumindest auf unserer Teichseite. -- Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/