Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: =?UTF-8?Q?Eric_Br=c3=bccklmeier?= Newsgroups: de.sci.electronics Subject: =?UTF-8?Q?Re:_Maker-Messe_M=c3=bcnchen?= Date: Mon, 25 Jan 2016 11:22:44 +0100 Lines: 64 Message-ID: References: <201601241950.a24636@b.maus.de> <3m1hncxbq4.ln2@news.c0t0d0s0.de> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=iso-8859-15; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net I+1FmLaRlj0iu5r2V4exjgdQ189xXamHoKp3lLXWf6ofnAMNOv Cancel-Lock: sha1:f+itbf+rr77bCUjKBQn4MKMalMI= User-Agent: Mozilla/5.0 (Windows NT 6.1; WOW64; rv:38.0) Gecko/20100101 Thunderbird/38.5.1 In-Reply-To: Xref: csiph.com de.sci.electronics:200671 Am 25.01.2016 um 11:12 schrieb Michael Welle: > > Massnahmen zur Verringerung der Abbrecherquote sind im Prinzip ja > erstmal eine gute Sache. Irgendwoher muss die hohe Abbrecherquote in den > Ing-Studiengaengen ja kommen. Vielleicht sind die Studienanfaenger ja im > Vorfeld nicht gut genug ueber ihren angestrebten Studiengang informiert > worden? Das ist mit Sicherheit ein großes Problem, insbesondere im Hinblick auch die "Mogelpackungsstudiengänge". Diese Art der Verwirrung ist aber vor allem im BA politisch gewollt... > Ich habe Info-Veranstaltungen von z.B. Computer-Graphik gesehen, > wo alles bunt und lustig war. Und spaeter stellt der Erstsemester dann > fest, dass statt bunt und lustig eigentlich Mathe auf dem Plan steht. Da > kann sehr wohl der Professor eingreifen und steuern, welcher Eindruck > bzgl. der Themen und Anforderungen beim Aspiranten entsteht. Sehr sehr schwierig, wenn die Politik andere Ziele verfolgt. Sinnvoll wäre sicher ein Eingangsgespräch, das aber aus wirtschaftlichen Gründen nicht stattfindet. Zu beachten ist allerdings auch, daß viele Probleme unserem extrem unzureichenden Vergabesystem für Studienplätze geschuldet ist. Das ganze Projekt erinnert mich ein wenig an gewisse Flughafenbaustellen... > Ich habe auch einige gesehen, die in der Lehre ganz einfach Defizite > haben. Klar, die gibts überall. > > [...] >>> Ich kenne >>> jemanden, der sich ueber einen Hauptschulabschluss zu einem ziemlich >>> guten Uni-Abschluss 'hochgearbeitet' hat. Den nehme ich immer her, wenn >>> ueber die Durchlaessigkeit des deutschen Schulsystems geredet wird. Aber >>> illustriert der die Durchlaessigkeit? Nein, der ist nur ein Sonderfall, >>> der mir im Gedaechtnis blieb, waehrend ich die 1000 'normalen' schon >>> laengst wieder vergessen habe. >> >> Gut, bei mir war es "nur" die Realschule, aber ich keinne in meinem >> Umfeld mindestens 5 Menschen, die den Weg über die Hauptschule zum >> Studium gegangen sind. Via Realschule sind es viel mehr. Da sitzen in >> jedem Semester einige vor mir. Das sind dabei meist die besten >> Studierenden, die hab ich meistens nach der dritten Vorlesung bereits >> aus der Masse heraus erkannt. > Ich bin auch ueber den zweiten Bildungsweg gekommen und viele meiner > 'peer group' auch. Natuerlich waren wir die besten ;). Nach einiger Zeit > in der Industrie faellt es schwer, wieder lernen zu lernen. Aber da kann > man darueber hinweg kommen. Praktische Vorteile hatte eine Runde bei > der schaffenden Bevoelkerung hoechsten im Labor, also vernachlaessigbar > wenig. Ich denke, der eigentliche Vorteil ist, dass man dann aelter ist, > etwas 'von der Welt' kennt und vielleicht seinen Weg genauer kennt, als > jemand, der 'nur' 13 Jahre die Schule besucht hat. Genau so ist das. Den fachlichen "Vorteil" kann man gegen die fachlichen Nachteile (z.B. Mathe) meist fast vergessen... -- http://www.headless-brewing.com/