Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Joerg Newsgroups: de.sci.electronics Subject: Re: reichelt-Webseite unertraeglich langsam? Date: Fri, 15 Jan 2016 09:31:44 -0800 Lines: 56 Message-ID: References: <201601091151.a11878@b.maus.de> <56958BBF.7000002@arnowelzel.de> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=ISO-8859-1; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net xbxmrKYBWKZ/PuZjaxmQ0QgD8SqCri+Obl0m+WkF8oUiypCC9d Cancel-Lock: sha1:qMGlzZ7WAlyoT08yZndZjBUdd5g= User-Agent: Mozilla/5.0 (Windows; U; Windows NT 5.1; en-US; rv:1.8.1.6) Gecko/20070728 Thunderbird/2.0.0.6 Mnenhy/0.7.6.666 In-Reply-To: Xref: csiph.com de.sci.electronics:200082 On 2016-01-15 08:07, Juergen Roesener wrote: > Marc Haber wrote: > >> Das ist bei neueren Anlagen (ab ca. 1980) normal. Selbst ISDN wurde >> ziemlich schnell ohne Technikereinsatz gebaut. > > Noch Anfang der 1990er war die Post sehr restriktiv. Habe ich auch so erlebt. Ich kann mir daher nicht vorstellen, dass die in den 80ern auch nur einen Schraubenzieheransatz eines Nichtsamtstraegers zugelassen haetten. > ... Ich hatte ein > Schneider Faxgerät (SPF...) gekauft, welches mit ADo Stecker > ausgeliefert wurde. Der Techniker der Post montierte aber eine TAE > Steckdose, womit das Faxgerät natürlich nicht benutzbar war. Er wollte > mir dann einen Adapter vorbeibringen, was aber wochenlang nicht > passierte. > > Also habe ich mich erdreistet, den ADo Stecker zu entfernen und statt > dessen einen TAE Stecker zu montieren. Anschließend dann die > vorgeschriebene Anmeldung des Faxgerätes in Arnsberg und das Fax > genutzt. > > Es dürften mindestens drei bis vier Monate vergangen sein, als der > Techniker dann unangemeldet mit dem Adapter auftauchte und sich maßlos > darüber aufregte, dass ich eigenmächtig den Stecker getauscht hatte. > Gnädigerweise wollte er dann auf eine Meldung bei seiner Dienststelle > verzichten, weil es ja - wie er meinte - zufällig störungsfrei > funktionierte. > Damals herrschte die Maxime "Don't ask, don't tell". Man konnte vieles dieses unsaeglichen Monopols umschiffen. Wir hatten z.B. AT&T Telefonkarten, mit denen sich die horrenden Ueberseegebuehren auf einen Bruchteil reduzierten. Angerufen wurde ein Einwahlknoten in Frankfurt, von dem aus ging es ins amerikanische Netz und alles war paletti. Auch CompuServe war echt ein Segen damals. Musste man sich nur ein Modem aus Uebersee besorgen und ein Kabel von Western auf Amtsstecker basteln oder eine RJ Dose setzen. Letztere sollte natuerlich getarnt angebracht sein. > Ich bin heilfroh, dass wir nicht mehr Untertanen dieser Sorte von > Postbeamten sind. > Volle Zustimmung. -- Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/