Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Thomas Heger Newsgroups: de.sci.electronics Subject: Re: LED Downlights im Bad Date: Sun, 10 Jan 2016 08:35:03 +0100 Lines: 114 Message-ID: References: <5o62lc-neo.ln1@nntp.haselbeck-net.de> <20151227223251.51362e4e@Achmuehle.WOR> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=UTF-8; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net 3nUOF4p3nqr+615lzXovpwlXNgWEowWtit7hi2afjF7s7npuXy Cancel-Lock: sha1:4bvGKqoU/5qTOdVxLeIKbPKMI9g= User-Agent: Mozilla/5.0 (Windows NT 5.1; rv:8.0) Gecko/20111105 Thunderbird/8.0 In-Reply-To: <20151227223251.51362e4e@Achmuehle.WOR> Xref: csiph.com de.sci.electronics:199639 Am 27.12.2015 22:32, schrieb Sieghard Schicktanz: >> Ich könnte mir vorstellen, daß man eine Art 5/12V-Hausnetz auch sinnvoll >> betreiben könnte, wenn es nur um jeweils kleine Verbraucher geht. > > Aber wirklich nur für _kleine_ Verbraucher, vor allem klein im Strom. > >> Es gibt 12 V und 5 V als häufigste DC-Spannungen, welche alle möglichen >> Kleingeräte gerne hätten. > > Es gibt auch 6V, 9V, 15V, 18V, 19V... oder nach der anderen Seite 3,3V, 3V, > 2,5V, 1,5V - viel Auswahl also. Ein DC-Spannungswandler ist aber viel billiger als ein Schaltnetzteil. Außerdem enthalten GANZ viele Kleingeräte bereits Spannungswandler, weswegen die mit einem gewissen Bereich der Eingangsspannung durchaus zurechtkommen. 5V und 12V braucht man häufig. 24V könnte man auch noch nehmen, wenn man etwas höhere Leistungen braucht. >> Wenn man nun ein richtig gutes Netzteil für die ganze Wohnung hätte und >> entsprechende Kabel, dann könnte man ein sinnvolles >> DC-Niederspannungsnetz einrichten. > > Bei dem jedes Gerät dann wieder einen eigenen Spannungswandler braucht, > also nicht "einmal 'runtertransformieren", sondern je einmal zerhacken, > umtransformieren und wieder gleichrichten - und das soll sinnvoll sein? > >> Vorteile: >> nur ein (statt viele) Netzteil >> einfacher zu filtern (Störungen, Spannungspitzen etc) > > Wie das? Im Gegenteil, wegen der kleineren Spannung wesentlich anfälliger. > Der Vorteil wäre, daß man hochfrequente Störungen in so einem Netz viel leichter bekämpfen könnte: einfach eine dicke Drossel und ein paar Widerstände und Kondensatoren und schon hat mal alles das irgendwie funkt aus dem Netz verbannt. Dann kann man noch ein paar große Kondensatoren parallel schalten und halt dann die Spannung weitgehend konstant und frei von AC-Anteilen. Das wiederum würde sich u. A. auf die Qualität des Lichtes auswirken, da LEDs durchaus flackern können. Auch Audiogeräte finden Spannungsspitzen auf der Versorgungseite meist nicht so gut und beantworten diese mit Knacksern und ähnlichem. >> geringe Gefahr durch Stromschlag > > Gut, das legalles im Berech der "Schutzkleinspannung", aber nur, wenn das > Hauptnetzteil ausreichens sicher aufgebaut ist. Davon gehe ich mal aus (bzw. hatte das vorausgesetzt). Außerdem dürfen die Ströme insgesamt nicht so hoch werden, da sonst die Gefahr von Bränden entsteht. man könnte aber vielleicht 5 A relativ problemlos durch einfache Kabel schicken und müßte für höhere Ströme spezielle Leitungen nehmen. (Oder man nimmt mehrere Netzteile.) >> direkte Einspeisung durch Batterien und Solarzellen möglich > > Kommt auf die Batterien an, für Solarzellen ist das sowieso falsch. > >> Nachteile: >> generell höhere Stromstärken, was zu Korrosion an den Klemmen führen kann > > Nicht die Strom_stärke_ macht die Korrosion, sondern, wenn kritisch, die > Unipolarität. Die Stromstärke bewirkt nur (unnötig) höhere Verluste. ??? Sehe ich anders. Das Verschmurgeln der Klemmen hängt direkt an der Stromstärke. >> Gefahr von Schmorstellen oder gar Bränden, wenn nicht richtig ausgeführt > > Die besteht unabhängig davon, wegen der höheren Verluste aber wohl doch > erhöht bei der Kleinspannung. Kleine Ströme verursachen kleine Verluste, weswegen man für größere Ströme dickere Kabel braucht. Aber gehen tut das schon, wird nur schnell sehr schwierig (und teuer). >> Aber durch die zunehmend eingesetzten LED-Leuchtmittel wird ein >> (zusätzliches!) 12V-Netz wahrscheinlich machbar. Auch anderer >> elektronischer Krimskrams (Handy, Tablet, mp3-Player etc.) nimmt gerne 5 >> bzw. 12 V und nicht allzuviel Strom. > > Bei 6W (keine hohe Leistung) muß ein 12V-Netz schon ein halbes A liefern, > ein 5V-Netz über 1A - bei 230V sind das grade mal ca. 26mA. > Ein weiterer Vorteil von so einem Niederspannungsnetz wäre, daß man das über Batterien puffern und diese über Solarzellen oder ähnliches laden könnte. Sowas wäre natürlich primär für Inselnetze interessant (Boot, Auto, Campinganhänger etc.), aber auch für stationäre Einrichtungen, wo die Versorgung gelegentlich aussetzen kann (bzw. garnicht besteht). TH