Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Gernot Griese Newsgroups: de.talk.tagesgeschehen,de.soc.umwelt,de.sci.electronics,de.rec.heimwerken Subject: =?UTF-8?Q?Re:_Viele_=22=c3=96ko=22birnen_verbrauchen_mehr_Strom_und?= =?UTF-8?Q?_liefern_weniger_Licht_als_angegeben?= Date: Sat, 19 Dec 2015 12:37:55 +0100 Lines: 73 Message-ID: References: <1mfkst1.eare1vm1zdrqN%fk@polskaman.com> <1mfkv4b.l4tzwilqt1ggN%fk@polskaman.com> <1mfkzvc.tjydr91ijm99kN%fk@polskaman.com> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=utf-8 Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net Prjaf+oprGw1+9nY2u5HcgMLNxs1R7aEezF0IAIsAUESkbgDP/ Cancel-Lock: sha1:AMQPA+N33Z0t7lmazi3H5kLWlkg= X-Enigmail-Draft-Status: N1110 User-Agent: Mozilla/5.0 (X11; Linux x86_64; rv:38.0) Gecko/20100101 Icedove/38.4.0 In-Reply-To: Xref: csiph.com de.talk.tagesgeschehen:355454 de.soc.umwelt:82429 de.sci.electronics:198394 de.rec.heimwerken:130578 Am 19.12.2015 um 12:00 schrieb Carsten Thumulla: > K. Huller schrieb: >> Am 19.12.2015 09:32, schrieb Carsten Thumulla: >>> Gernot Griese schrieb: >>> >>>> Die Wolken selbst vermindern die Einstrahlung und die >>>> Abstrahlung. Wie sich das genau genau auswirkt, hängt von Art und >>>> Höhe der Wolken, sowie von Tages- und Jahreszeit ab. >>> >>> Darauf kam es an. >>> >> Es kommt drauf an, ob die Einstrahlung von der Sonne auf die >> Erdoberfläche stärker oder schwächer vermindert wird als die >> Ausstrahlung von der Oberfläche ins All. > > Das hat aber auf die Gesamtbilanz keinen Einfluß, weil die Abstrahlung > in großen Höhen stattfindet. Was ist zu retten, der Planet oder die > untere Luftschicht? Es geht um die vom Boden ausgehende Abstrahlung, und die ist extrem von der Bewölkung abhängig. Mein IR-Thermometer misst jetzt z.B. gerade bei dünner mittelhoher Bewölkung eine effektive Temperatur des Himmels von -17°C. Bei einer geschlossenen, tiefen Bewölkung würde es +8°C messen. Entsprechend geringer wäre die effektive Abstrahlung des Bodens. > >> Die Einstrahlung erfolgt aber mit einer Strahlungstemperatur von >> 6000K (Sonnenoberfläche) und die Ausstrahlung mit einer >> Strahlungstemperatur von ca. 300K (Erdoberflöche), also wesentlich >> langwelliger (infrarot) als die Einstrahlung (sichtbar). Weil H2O wie >> viele vergleichbare Gasmoleküle im Infrarot stärker absorbiert als im >> Sichtbaren (üblicherweise vermißt man im Physikstudium irgendwann mal >> ein solches Spektrum als Teil eines Praktikums; bei mir war es das >> von HCl), behindert H2O in der Atmosphäre die Ausstrahlung stärker >> als die Einstrahlung. Das ist derselbe Basiseffekt wie bei CO2, >> Methan und anderen Treibhausgasen. > > Das ist eine einfache Theorie, eine zu einfache Theorie. Auch die Sonne > strahlt mit Wärmestrahlung, und die blocken die Wolken. Wieviele Promille der Gesamtstrahlung sind das? > Mehr Wolken > senken die Tagtemperaturen und heben die Nachttemperaturen. > Und wieso letzteres? > Die Wärme steigt durch Konvektion auf. Und dagegen kann man die > Wärmeleitung vergessen. Die Wärme wird oben abgestrahlt oder wird durch > die gesamte Atmosphäre gestrahlt, je nach Frequenz und Bewölkung. > Wieviel strahlen die Wolken bei -18°C ab im Vergleich zum Boden bei +10°C? > Aber das darf uns nicht über den Gesamtzustand täuschen. Es gilt doch, > den Planeten zu retten? Also muß man die Gesamtbilanz betrachten. Das > machen Lindzen und Choi. Und die kommen auf 0,3 bis 0,5 Grad pro > Verdopplung des CO2. Unter heftig umstrittenen Voraussetzungen und ausschließlich für die Tropen. > Es gibt also keine Katastrophe. Bestenfalls wird es > unmeßbar wärmer. Aber das sehe ich noch nicht als sicher an. > > Die einfache Theorie mit vielen Fehlern liefert 0,9 Grad pro Verdopplung. Gemessen wurden ca. 0,9K bei einer Steigerung von 27%. Gernot -- Probleme einige Updates werden heruntergeladen, oder versuchen Sie es später erneut. Wenn Sie, dass diese, starten Sie Durchsuchen des Webs oder Kontaktaufnahme mit dem Support, um Hilfe zu erhalten angezeigt behalten. Dieser Fehlercode vielleicht: (0x80240009) [M$, Windows 10]