Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Joerg Newsgroups: de.sci.electronics Subject: Re: Stromzaehler Date: Tue, 24 Nov 2015 16:46:50 -0800 Lines: 110 Message-ID: References: <20151121224130.71f3be0c@Achmuehle.WOR> <20151122225355.5474ea19@Achmuehle.WOR> <20151123223326.4a8478ba@Achmuehle.WOR> <20151124233410.7072d1ec@Achmuehle.WOR> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=UTF-8; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net fwXkunM9ym2PLBRX47pvMAL6JDDImvdVrFayt+pxnBTL29+sNO Cancel-Lock: sha1:a2dvqA89HHWZtqzkV66Yl21Z3cw= User-Agent: Mozilla/5.0 (Windows; U; Windows NT 5.1; en-US; rv:1.8.1.6) Gecko/20070728 Thunderbird/2.0.0.6 Mnenhy/0.7.6.666 In-Reply-To: <20151124233410.7072d1ec@Achmuehle.WOR> Xref: csiph.com de.sci.electronics:196953 On 2015-11-24 14:34, Sieghard Schicktanz wrote: > Hallo Joerg, > > Du schriebst am Mon, 23 Nov 2015 15:35:47 -0800: > >>> [Spitzenlastabgabe] >>> D.h. effektiv eine Vergütung für die Bereitstellung der >>> "Transportkapazität" für den Strom, wie das hier bei Großverbrauchern > ... >> Ja. Wobei die E-Werke bisher im Gegenzug Strom fuer lau oder fuer 4c/kWh >> im Peak von Solarbesitzern eingesackt haben, fuer den sie auf dem > > Du schriebst von "Net Zero" - das bedeutet, daß (zumindest solange die > gesamte Einspeisung den gesamten Verbrauch nicht überschreitet) jede > eingespeiste kWh mit dem _vollen_ Bezugspreis verrechnet wird, nicht nur > mit 4¢. > Rischtisch. >> Spotmarkt ein Vielfaches bezahlen muessen. Den bekaemen sie danach nicht > > Das ist ja jetzt schon ein schlechtes Geschäft. > Fuer die Erzeuger ist Net Zero ein recht gutes Geschaeft, weil Solaranlagen in der Spitze viel liefern. Also dann, wenn die kWh im Einkauf teuer ist. Weit teurer als zu den Zeiten, wo Solarbesitzer netto abnehmen. Aber offenbar will man nun noch fetter absahnen. Dies koennte nach hinten losgehen. Oder ich sage mal voraus, dass es das tun wird, wenn sie Net Zero runterwaessern. > [Solaranlagen] >>> Daß die den "subventionieren" denke ich eher weniger, sie helfen halt >>> mit, die Lastspitze zu tragen, indem sie einen Teil der Last wegnehmen >>> (Eigenverbrauch) oder sogar mitversorgen (Überschußeinspeisung). >> >> Das Mitversorgen ist es und das wuerde natuerlich aufhoeren. Worauf dann >> reihenweise Kraftwerke gebaut werden muessten. > > D.h. die Planungen der Versorger waren schlecht bis falsch. > Die Planungen waren gut. Eine Gemeinschaft kann durch geschickten Einbezug von Solar eine solche Mischkalkulation guten Gewissens eingehen. Man kann diese kalkulation jedoch mit einigen wenigen Federstrichen im Rahmen einer grandiosen Fehlentscheidung kaputtmachen. Ende der 90er hat man das hier schonmal geschafft. Genau das droht derzeit wieder. Politiker, Amtstraeger und Buerokraten lernen oft so gut wie gar nichts. >>> Nur, wenn die Solaranlagen derzeit einen relevanten Anteil der >>> Lastspitze liefern, der die (hoffentlich noch vorhandene) >>> Kapazitätsreserve der konventionellen Kraftwerke übersteigt. >> >> Das tun sie inzwischen. Ausserdem besteht die Reserve aus Peaker Plants, >> die umweltmaessig mehr als fragwuerdig sind. > > dto. > > [Häuser "vorkühlen"] >> Sieh das Gebaeude mal als dicken Kondensator an, dann wird es klarer. > > Nee, _soweit_ ist mir das schon klar. > >> Auch ist die Klimaanlage morgens weit effizienter, da die >> Temperaturdifferenz fuer den Waermetauscher aussen hoeher ist, an > > Niedriger, meinst Du wohl? Die Außentemperatur, von der aus gekühlt werden > soll, ist ja _niedriger_ als später am Tag, die Innentemperatur soll ja > nicht zu sehr schwanken, als muß die Differenz _kleiner_ sein. Das passt > auch dazu, daß die Leistungsziffer einer Wärmepumpe bei kleinerer Differenz > größer wird. Bei einer Kälteanlage allerdings wird die Effizienzsteigerung > nicht so großartig ausfallen, weil ja die Verluste der Maschine sich dabei > nur wenig reduzieren. > BTW: Die Leistungsziffer ist das inverse des Wirkungsgrads einer invers > betriebenen äquivalenten Wärmekraftmaschine und im Idealfall damit durch > den Carnot-Faktor gegeben (Leistungsziffer L, Wirkungsgrad eta): > > eta = (Th - Tl) / Th; L = Th / (Th - Tl) > > wobei Th die _hohe_ und Tl die _niedrige_ ("low") Temperatur der > Wärmetauscher der Maschine sind. > Die Differenz ist morgens hoeher. Wenn es draussen 20C sind, kuehlt der Waermetauscher wesentlich besser runter als wenn es draussen 40C ist. Das ist nur bei unserem Vedunstungskuehler anders, abernur, weil dort die Luftfeuchte eine entscheidende Rolle spielt und die liegt morgens bei 30-40%, nachmittags im Hochsommer oft unter 15%/ >> Guenstig ist es, thermische Massen zu haben, was nicht in allen > > Ja, klar, die erhöhen die Wärmekapazität, analog zum elektrischen > Kondensator. > Und alle suchen noch nach dem Super-Cap fuer Waerme und Kaelte :-) -- Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/