Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Joerg Newsgroups: de.sci.electronics Subject: Re: Stromzaehler Date: Tue, 24 Nov 2015 16:23:09 -0800 Lines: 102 Message-ID: References: <20151121224130.71f3be0c@Achmuehle.WOR> <6599ic-8fo.ln1@nntp.haselbeck-net.de> <20151122230442.7ea9b699@Achmuehle.WOR> <20151123220105.43ae0daa@Achmuehle.WOR> <20151124223107.2f5916ea@Achmuehle.WOR> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=UTF-8; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net LvNpDtiyuMP4i0daU+g0OQjb1HNRb5Pj2EKrM896iAFa6rlFy4 Cancel-Lock: sha1:kXR2yhPbQxeFuBPlPutJd9PgW6s= User-Agent: Mozilla/5.0 (Windows; U; Windows NT 5.1; en-US; rv:1.8.1.6) Gecko/20070728 Thunderbird/2.0.0.6 Mnenhy/0.7.6.666 In-Reply-To: <20151124223107.2f5916ea@Achmuehle.WOR> Xref: csiph.com de.sci.electronics:196950 On 2015-11-24 13:31, Sieghard Schicktanz wrote: > Hallo Joerg, > > Du schriebst am Mon, 23 Nov 2015 14:49:49 -0800: > > [Haus "vorkuehlen"] >>> Ich hatte mehr an die Gesundheit der Bewohner gedacht - dadurch erhöht >>> sich doch die Temperaturschwankung über den Tag? >> >> Bei einem gut isolierten Haus kaum. Ein paar Grad machen den Leuten > > Grade bei einem gut isolierten Haus müßten damit die Temperaturen stärker > variieren. > Warum? Wenn es morgens auf z.B. 18C runtergekuehlt wird, haelt das danach ewig und klettert nur langsam wieder hoch, waehrend ein schlecht isoliertes Haus ruckzuck wieder bei ueber 35C ankommt. >> nichts. Ok, sind nicht alle so extrem wie ich, bei mir im Buero sind es >> im Winter oft 17C und im Sommer 35C. Mehr ginge auch nicht, ich fahre > > Ich meite ja auch die täglichen Schwankungen - wenn sich das dauernd von > 17°C bis >30°C ändert, dann hat das schon Auswirkungen bei weniger robusten > Naturen. Das tun nur schlecht isolierte Haeuser. > ... Da reichen manchmal schon ein paar Grad. > Das weiss ich, seid ich verheiratet bin :-) > [Grundlast zum "Vorkühlen"] >> Noe. Das sind zu einem grossen Teil Wasserkraftanlagen. Das Wasser muss >> so oder so durch, allein wegen der Lachse und anderen Tierchen. Wierd >> die Ewnergie nicht abgenommen, verpufft sie. > > Die Tierchen haben da noch weniger zu sagen wied die Kraftwerksbetreiber. Oh nein, nicht in Amerika. Die Tiere haben hier naemlich eine Lobby mit Exekutiv-Vollmachten, die Environmental Protection Agency oder EPA. > Nur - wo ist da der Unterschied zu den PV-Anlagen? Für die gilt dasselbe. > Die speisen bei uns immer zu Spitzenlastzeiten am meisten ein, passt also wunderbar (jedenfalls bis die Demand Charge kommt). Bei Windkraft ist das ganz anders. >> Selbst wenn es Fossilkraftstoff waere, ist das immer noch besser, als >> nachmittags alle Peaker Plants kurz vor den roten Bereich heizen zu >> muessen. > > Letzteres ja, aber je weniger "Fossilkraftstoff" verbraucht wird, umso > besser. Aber das ist dann ja nur theoretisch. > Man muss da schon unterscheiden. Grundlast kommt hier noch oft aus AKW in Nachbarbundesstaaten. Dicke Kohlekraftwerke muessen ebenso mehr oder weniger durchlaufen und stehen abseits besiedelter Gegenden. Peaker Plants hingegen nicht so sehr und die haben auch hohe Anlaufverluste. Sie verbrauchen auch wertvolleren Kraftstoff wie Erdgas. > ... >>> wenn die nachmittägliche Last vorher zu einem großen Teil durch die PV- >>> Anlagen aufgebracht wurde, wird insgesamt mehr "konventionell" erzeugter >>> Strom gebraucht. >> >> Und da liegt das Problem. Die Kraftwerke dazu gibt es teilweise nicht > > _Das_ ist dann natürlich ein echtes Problem. Damit hat das Netz keine > Reserve mehr, d.h. die Versorger haben ihren Bleistift zu gut gespitzt. > Jetzt sind da Löcher im Plan... > Reserve hat das Netz genug. Nur eben nicht mehr, wenn die Demand Charge kommt. >> mehr und sie waren auch nicht mehr noetig. Nach Abschaffung von Net Zero >> zerplatzt diese Rechnung wie eine Seifenblase. > > Die Rechnung war auch recht gewagt angesetzt... Leider verloren. > Noe. Wenn man Net Zero belaesst und keine Demand Charge fuer Solarbesitzer einfuehrt, laeuft das genauso gut weiter wie bisher. Man steht also vor der Wahl, einen Stein ins Porzellan zu schmeissen oder ihn nicht zu schmeissen. -- Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/