Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Joerg Newsgroups: de.sci.electronics Subject: Re: Stromzaehler Date: Mon, 23 Nov 2015 14:49:49 -0800 Lines: 129 Message-ID: References: <20151121224130.71f3be0c@Achmuehle.WOR> <6599ic-8fo.ln1@nntp.haselbeck-net.de> <20151122230442.7ea9b699@Achmuehle.WOR> <20151123220105.43ae0daa@Achmuehle.WOR> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=UTF-8; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net kigbrzABCGimDzZHFwstfgMbi3nvky/7gzEjv7zzQ5A692Kg1k Cancel-Lock: sha1:eWv5zx7navlSEG0A9LA1XS9zvaE= User-Agent: Mozilla/5.0 (Windows; U; Windows NT 5.1; en-US; rv:1.8.1.6) Gecko/20070728 Thunderbird/2.0.0.6 Mnenhy/0.7.6.666 In-Reply-To: <20151123220105.43ae0daa@Achmuehle.WOR> Xref: csiph.com de.sci.electronics:196826 On 2015-11-23 13:01, Sieghard Schicktanz wrote: > Hallo Joerg, > > Du schriebst am Mon, 23 Nov 2015 07:28:48 -0800: > >>>> Haus umweltbewusst vorkuehlen, nicht nachmittags E-Autos laden, etc: >>> >>> Ersteres sehe ich nicht als sinnvoll an, letzteres - kommt auf die >>> Reserven an. >> >> Auch ersteres ist umweltmaessig sehr sinnvoll. Denn dann laufen > > Ich hatte mehr an die Gesundheit der Bewohner gedacht - dadurch erhöht sich > doch die Temperaturschwankung über den Tag? > Bei einem gut isolierten Haus kaum. Ein paar Grad machen den Leuten nichts. Ok, sind nicht alle so extrem wie ich, bei mir im Buero sind es im Winter oft 17C und im Sommer 35C. Mehr ginge auch nicht, ich fahre bei 40C ja auch Mountain Bike, aber PCs und einige Messgeraete meckern dann. >> klassische Kompressor-Klimaanlagen nich nur effizienter, man nutzt auch > > Das schon, in einem gewissen Bereich. > >> teilweise noch den Saft aus den Grundlastkraftwerken. > > Das ist doch aber gerade _nicht_ umweltmaessig sinnvoll, weil dann über den > ganzen Tag gesehen die Grundlastkraftwerke _stärker_ belastet werden als > wenn die Klimaanlagen der PV-Besitzer diese möglichst wenig daraus speisen. Noe. Das sind zu einem grossen Teil Wasserkraftanlagen. Das Wasser muss so oder so durch, allein wegen der Lachse und anderen Tierchen. Wierd die Ewnergie nicht abgenommen, verpufft sie. Selbst wenn es Fossilkraftstoff waere, ist das immer noch besser, als nachmittags alle Peaker Plants kurz vor den roten Bereich heizen zu muessen. > Die Belastung durch die Klimaanlagen der _nicht_-PV-Besitzer ändert sich > damit ja eher nicht, so daß damit die vormittägliche Last sinkt, und nur > wenn die nachmittägliche Last vorher zu einem großen Teil durch die PV- > Anlagen aufgebracht wurde, wird insgesamt mehr "konventionell" erzeugter > Strom gebraucht. > Und da liegt das Problem. Die Kraftwerke dazu gibt es teilweise nicht mehr und sie waren auch nicht mehr noetig. Nach Abschaffung von Net Zero zerplatzt diese Rechnung wie eine Seifenblase. > [vormittags] >>>> 6kW werden von Grundlastkraftwerken preisguenstig gedeckt. > [nachmittags] >>>> 2kW werden eingespeist, muessen nicht teuer besorgt werden. > >>> D.h. der Strompreis variiert tageszeitabhängig? >> >> Nur wenn man einen Time-of-Use oder TOU Vertrag hat, wovon ich bei >> dieser Rechnung nicht ausgegangen bin. Haben Solarbesitzer meist nicht, > > Liest sich aber so. > Habe ich aber nie erwaehnt. Man kann TOU Vertraege bekommen, wenn man will. Mit Solar haetten wir vermutlich einen, weil wir die klassische fette Klimaanlage nicht mehr benutzen. >>> Da wäre sicher das "E-Autos laden" mit den restlichen 2kW sinnvoll, die > ... >> Beim derzeitigen Net Zero Tarif (welchen man ueberlegt abzuschaffen) ist >> es finanziell egal, wann Du das laedst. Demnaechst u.U. nicht mehr und > > Das wäre es sogar dann, wenn die Einspeisung nichts bringt, aber die > Eigenerzeugung voll zum Eigenverbrauch genutzt werden kann. > Dann speisen die Solarbesitzer mittags und nachmittags nichts mehr ins Netz und das ist umweltmaessig schlecht. >> die Lastspitze wird wieder ekliger werden als jetzt. > > ... >>> Das ist unsinnig - da wird doch jeder versuchen, die Last besser zu >>> verteile, also morgens besser 3kW abzunehmen, damit er nachmittags auch > ^n >>> nur 3kW von extern braucht. Oder zumindest morgens zum niedrigen Preis >>> 4kW und nachmittags teuer nur die 2kW. >> >> Eben nicht. Rechne das energietechnisch nach. Wenn Du morgens nur 3kW >> verbrauchst, musst Du nachmittags mehr ziehen oder es wird in der Huette >> unangenehm heiss. Das regelt am Ende alles der Thermostat. Den kann man > > Eben, der Gesamtenergiebedarf über den Tag müßte einigermaßen > gleichbleiben, dafür kann die Raumtemperatur auch gleichmäßiger gehalten > werden - kein "Vorkühlen" bis zum Frieren, damit nachmittags möglichst > wenig gekühlt werden kann, bevor sich alles in Schweiß auflöst, mal extrem > gesehen. D.h. besser für die (Gesundheit der) Bewohner. Oder? > Geht ueber das gesamte Netz betrachte aber nur mit Vorkuehlen. Die eigenen vier Waende sind mangels genuegener Pumpspeicherkapazitaet der einzige verfuegbare "Kondensator". >> so programmieren, dass morgens heruntergekuehlt wird und nach >> Einfuehrung einer Demand Charge werden die Leute das lassen. Spaetestens >> nach Erhalt der ersten Rechnung. > > Ich würde das sowieso nicht so machen, aber ich habe einfach nicht genügend > Erfahrung mit Klimaanlagen... > Die bekommt man rasch. Wobei nicht in den USA geborene Leute wie ich die Klimaanlagen nicht gut abkoennen. Ich habe Verdunstungskuehlung eingebaut. Wesentlich angenehmere Luft, Frischluft ohne Ende, Waldbrandmief wird rausgefiltert (liegt dann als Russhaeufchen in der Mitte des Wasserbeckens) beinahe automatisch regelnd ohne jede Elektronik und als Pfiff braucht das nur einen Bruchteil der Energie einer klassischen Anlage. -- Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/