Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Joerg Newsgroups: de.sci.electronics Subject: Re: More feedback re SD card access Date: Mon, 26 Oct 2015 09:56:24 -0700 Lines: 104 Message-ID: References: Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=windows-1252; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net iI91gIIK3E9PJHAVgcoc8wmIdzC72OCqQCiaVdRT19UZyljCiT Cancel-Lock: sha1:KfO7wyNNBUrUudFGEg4weaYp2PY= User-Agent: Mozilla/5.0 (Windows; U; Windows NT 5.1; en-US; rv:1.8.1.6) Gecko/20070728 Thunderbird/2.0.0.6 Mnenhy/0.7.6.666 In-Reply-To: Xref: csiph.com de.sci.electronics:195026 On 2015-10-26 9:32 AM, Stefan wrote: > Am 26.10.2015 um 17:10 schrieb Joerg: >> On 2015-10-26 8:35 AM, Stefan wrote: >>> Am 26.10.2015 um 15:47 schrieb Joerg: >>>> On 2015-10-26 12:04 AM, Stefan wrote: >>>>> Am 25.10.2015 um 15:39 schrieb Joerg: >>>>>> On 2015-10-24 3:14 PM, Klaus Butzmann wrote: >>>>>>> Am 24.10.2015 um 21:11 schrieb Joerg: > >>> Hierzulande hat man ja schon seit Jahrzehnten z.B. die Fragebögen für >>> die Führerscheinprüfung in den für Gastarbeiter typischen >>> Landessprachen. Letzte Woche hab ich meinen alten Fahrschullehrer beim >>> Friseur getroffen. Der erzählte, dass die arabischen Fragebögen, die >>> zwischenzeitlich eingestampft worden wären, jetzt wieder neu aufgelegt >>> werden. >>> >> >> Hier gibt es die auch in anderen Sprachen. Nun wird man sich aber zwei >> Dinge fragen muessen. Zum einen, warum es die nicht in Deutsch, >> Niederlaendisch, Schwedisch und so weiter gibt oder "geben muss". Zum >> anderen sind die Schilder hier in Klartext wie "Do not pass", "Ice on >> bridge" und so. Ohne elementare Englischkenntnisse sollte man daher hier >> nicht Auto fahren. > > Klar, ist schon seltsam. > > Bei dem "Ice on bridge" fallen mir die Durchsagen im Radio hierzulande > ein: "Die Eisflächen dürfen nicht betreten werden, weisen Sie bitte auch > unsere ausländischen Mitbürger darauf hin." > Das ist schon ok, viele muessen erstmal Deutsch lernen. Fuer uns sind romanische und germanische Sprachen leicht, u.a. weil alle fast den gleichen Schriftsatz verwenden. Fuer einen Menschen, der einen komplett anderen Schriftsatz lernte, ist das weit schwieriger. Doch die Bereitschaft muss da sein, sonst sollen sie nicht kommen. Fuehrerscheine sollte es IMO erst bei akzeptabler Sprachkenntnis geben. > >> Das ist hier auch so. Doch ich erwarte auch von der ersten Generation, >> dass die die Landessprache rasch erlernen. > > Würde mich mal interessieren, wie das bei meinen Ur-Ur-Urgroßeltern war > als die in die USA ausgewandert sind (meinen Ur-Urgroßvater haben die > damals in D zurückgelassen). Die sind um 1870 nach Cincinati gegangen. > Dort in Ohio gibt es Städte, wo 50% der Bevölkerung Nachnamen haben, die > eindeutig aus meiner Heimatregion stammen. > Die mussten schon damals Sachen wie Grundsteuer in Englisch verstehen. In vielen Gegenden von Wisconsin, Minnesota und aehnlichen Staaten gab es Enklaven, wo fast nur Deutsch, Norwegisch, Schwedisch, oder was immer gepsrochen wurde, wo die Leute herkamen. Es ging teilweise soweit, dass Eltern unwirsch reagierten, wenn einer der Soehne deutschstaemmiger Eltern mit einer Freundin aus der norwegischen Siedlung aufkreuzte. Sie verlangten jedoch nicht, dass amtlicher Schriftverkehr gefaelligst in Deutsch angeboten werden muesse. Das war auch anderswo aehnlich. Z.B. sprach eine meiner Englischlehrerinnen aus New Orleans bis zu ihrer Einschulung fast nur Franzoesisch, ist aber gebuertige Amerikanerin. >>>> Hat man in Schweden wohl auch laenger Erfahrung mit. >>> >>> War mir jetzt nicht bekannt. Irgendwie hatte ich im Hinterkopf, dass >>> viele "Flüchtlinge" nach Schweden wollen, weil dort die Bedingungen für >>> sie günstiger sind. >>> >> >> Genau. Man hat es ja beinahe in die Welt hinausposaunt, dass es in >> Deutschland und in Schweden ein Schlaraffenland gibt. Das setzte den >> Massenexodus so richtig in Gang. Wir hatten aehnliches, als Obama >> eigenmaechtig eine Art "Dream Act" erklaerte, nach dem Minderjaehrige >> nicht mehr abgeschoben werden. Danach wurden in Suedamerika ueberall >> Rucksaecke gepackt und Kinder allein auf Reisen geschickt, oft mit >> schrecklichen Konsequenzen. > > Kann ich mir vorstellen. Ich hab vor einiger Zeit mal einen Bericht hier > im Fernsehen zu dem Thema gesehen. Teenager, die von Kolumbien aus > Richtung USA aufbrechen und unterwegs irgendwo verdurstet am Wegesrand > liegen bleiben. > Noch schlimmer fand ich, wenn sie in die Haende von Zuhaeltern gerieten. > Hier passiert momentan ähnliches mit den Leuten, die aus Afrika über das > Mittelmeer kommen. > > Mein Ärger richtet sich da auch weniger gegen diese Menschen als gegen > die Politik, die da falsche Anreize schafft. > Ja, ganz falsche. Hier im Ausland sind Leuten schlicht die Kinnladen runtergeklappt, wir koennen das nicht verstehen. Vor allem, wenn wir ueber die taeglich weiter reinkommenden Massen lesen, das nimmt ja gar kein Ende. Fast alle wollen in ein Paradies und die Paradiese heissen Deutschland und Schweden. -- Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/