Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Joerg Newsgroups: de.sci.electronics Subject: Re: PMT-Pulse =?UTF-8?B?dmVyc3TDpHJrZW4gdW5kIGFuYWx5c2llcmVu?= Date: Sat, 17 Oct 2015 07:40:42 -0700 Lines: 81 Message-ID: References: Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=UTF-8; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net 1oz/swJ+TatTD8Ln0LEXWQiYqOuBDGfbaLt831jH+YJVxE6NGe Cancel-Lock: sha1:dFifVHbijce5Boi6Gi39mEqSds8= User-Agent: Mozilla/5.0 (Windows; U; Windows NT 5.1; en-US; rv:1.8.1.6) Gecko/20070728 Thunderbird/2.0.0.6 Mnenhy/0.7.6.666 In-Reply-To: Xref: csiph.com de.sci.electronics:194383 On 2015-10-16 2:21 AM, Holger Schieferdecker wrote: > Am 14.10.2015 um 22:12 schrieb Rolf Bombach: >> Holger Schieferdecker schrieb: >>> Hallo, >>> >>> wie gut ist denn die Flankenerkennung eines 74LS123? Reagiert der auch >>> auf Flanken, wenn der Gesamtpuls am Eingang nur knapp 10 ns Breite hat? >>> >>> Hintergrund des ganzen is folgende Aufgabe: Ein Photomultiplier >>> liefert einen Puls, der an 50 Ohm etwa 50 mV Amplitude und eine Dauer >>> von 10-20 ns hat. Am >>> Ausgang der zu entwickelnden Schaltung soll ein Signal mit TTL-Pegel >>> sein, daß aber nur logisch high wird, wenn der ursprüngliche Puls eine >>> Mindestamplitude >>> erreicht und eine obere Grenze nicht überschreitet. Also ein >>> Fensterdiskriminator. >> >> Geht es um die Detektion einzelner Photoereignisse oder eines >> Lichtblitzes? >> Willst du unterscheiden, ob ein oder zwei Photoereignisse gleichzeitig >> stattfanden? Oder eher was mit einem Szintillator? > > Es geht eigentlich darum, die Pulse nach ihrer Höhe zu bewerten und nur > die in einem bestimmten Fenster (nicht zu hoch und nicht zu schwach) > entsprechend zu verstärken, in eine definierte Form zu bringen und zu > zählen. > Da boete sich ein schneller Fenster-Komparator an, welcher nach flotter Logik (AND, NAND, was gerade da ist) einen HF Transistor treibt. Dieser wird an der Basis ueber ein C von wenigen pF angesteuert. Darueber kommt ein Widerstand, einige zig kOhm, ich hatte auch mal 100k. Dessen Groesse bestimmt am Ende, wie lange der HF-Transistor in der Saettigung bleibt. Er wird damit als Pulsformer fuer die nachfolgende langsamere Logik zweckentfremdet, damit die einen Pulse ausreichernder Laenge vorfindet. Dazu muss hinter den HF-Transistor noch ein Schmitt-Buffer. Vielleicht reicht der TLV3502, hat 1.5nsec rise/fall times, gibt es im Doppelpack fuer guten Driftausgleich: http://www.ti.com/lit/ds/symlink/tlv3501.pdf Als HF-Transistor reicht was einfaches, BFR92 waere einer aus der europaeischen Kueche. Auch PECL Logik laesst sich fuer solche Sachen gut zweckentfremden. >> Die Aufgabe bestimmt dann auch die Schaltung dahinter. Und vorallem >> auch die Wahl des geeigneten PMT. > > Den PMT gibt es hier schon seit Ewigkeiten (Aussage des Doktoranden). > >> Das Standardverfahren ist es, erst einmal langsame Pulse normierter Form >> daraus herzustellen und die dann zu verstärken. Typischerweise mit einer >> Kombination von Tief- und Hochpassfiltern. Für die einfache >> Fensterdiskriminierung >> sind einfachere Schaltungen möglich. Kann man abkupfern bei >> entsprechenden >> Geräten (Jod-habsvergessen-Isotop-Zählern von W+W oder so). > > Für die Pulsformung hat Uwe einen Vorschlag gemacht > (), das schaue ich mir gerade > an, ist aber wohl zu langsam. > >> Heutzutage sollte der Aufwand für Pulshöhenanalyse eher klein sein. >> >> Da kommt es eben noch darauf an, ob du die Pulse nur zählen/analysieren >> willst oder ob du vorallem die Timinginformation brauchst. > > Kein Timing, nur zählen nach vorheriger Auswahl. > Dann einfach einen ruecksetzbaren Zaehler (mit Schmitt dazwischen) hinter den HF-Transistor. -- Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/