Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Joerg Newsgroups: de.sci.electronics Subject: Re: Grosse SD Card an 8-Bit Micro Controller? Date: Sat, 17 Oct 2015 07:20:26 -0700 Lines: 44 Message-ID: References: Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=windows-1252; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net KEaOEAW1RgnA1eSi9B27KQix1ue/6bZISl/SLIix7S1JJ1beSQ Cancel-Lock: sha1:mzIdqJcwWh3tEwR6PiLQabg+yu8= User-Agent: Mozilla/5.0 (Windows; U; Windows NT 5.1; en-US; rv:1.8.1.6) Gecko/20070728 Thunderbird/2.0.0.6 Mnenhy/0.7.6.666 In-Reply-To: Xref: csiph.com de.sci.electronics:194378 On 2015-10-16 11:22 PM, Frank Buss wrote: > Am 17.10.2015 um 03:25 schrieb Joerg: >> >> Gut, aber man kann sie ja auch die einschlaegigen Marken beschraenken >> und da kamen hier schon Tips. Es muss diesmal auch nicht auf den Pfennig >> geguckt werden, wenn eine industrielle SD Card ein paar Dollars mehr >> kostet, geht da in Ordnung. Selbst einige zig Dollars, wenn sie uns den >> ARM-uC erspart. > > Warum kein ARM? Ein STM32F105R8T6 mit 64 kB Flash und 64 kB RAM kostet > weniger als 6 Euro Einzelpreis, und da könntest du dann auch SD-Karten > nehmen, die zwischendurch senkundenlange Denkpausen einlegen. > Stromverbrauch ist auch nicht höher, wenn man ihn nicht mit Maximaltakt > laufen lässt. > > Ist auch einfacher zu programmieren, als 8 Bit Controller. Z.B. ein > "int" ist 16 Bit auf einem ATMega, was man beim Programmieren in C > bedenken muß (hatte da letztens ein nicht-intuitives Verhalten bei > Bit-Shift Operationen von 32-Bit Werten auf einem Arduino). Auf einem > ARM ist ein int 32 Bit. Dadurch kann man auch effizientere Programme > schreiben, die bei gleichen Takt mehr rechnen und somit vielleicht sogar > weniger Strom verbrauchen, je nach Anwendung. Mit der USB-Schnittstelle > könntest du sogar den Logger als externe Festplatte ansprechbar machen, > um direkt auf die SD-Karte zugreifen zu können, ohne die aus dem Gerät > nehmen zu müssen. > > Einziger Nachteil gegenüber 8-Bittern ist das komplexere Timing. Man > kann bei Port Bitbanging nicht mehr so einfach zyklusgenau > programmieren, wenn im Hintergrund vielleicht noch ein DMA läuft oder > bei den größeren Modellen der Cache noch ins Spiel kommt. Dafür laufen > die aber auch schneller, sodaß sich das wieder ausgleicht und sollte bei > 9600 bd sowieso kein Problem sein. > Wir ueberlegen ja auch, einen ARM-9 von Atmel reinzusetzen. Aber mir erscheint das mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Ich bin auch ein wenig gebranntes Kind in Sachen ARM, nachdem Analog Devices beim ADSP-CM408 erstmal voll gepatzt hat und unsereins das rausfinden musste (inzwischen gibt es neues Silicon und neue Suite Release ...). -- Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/