Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Hans-Peter Diettrich Newsgroups: de.sci.electronics Subject: Re: [OT] Masse eines Mittelklasseautos =?ISO-8859-1?Q?fr=FCher_?= =?ISO-8859-1?Q?und_heute?= Date: Sun, 04 Oct 2015 23:39:40 +0200 Lines: 62 Message-ID: References: Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=ISO-8859-1; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net 9AIji5Gt4cZd6BKqS1MGvQKYvvwA5UmfzWnYi6483tBVURvfhw Cancel-Lock: sha1:/fhXCDrRxIsz6SPWGxUvZrWarkA= User-Agent: Thunderbird 2.0.0.21 (Windows/20090302) In-Reply-To: Xref: csiph.com de.sci.electronics:193229 Heinz Schmitz schrieb: > Franz Glaser wrote: > >> Ich hatte 2 Käfer, 1200 und 1500. > > Mir ist verborgen geblieben, warum sich soviele den Käfer > kauften: Keine Heizung, seitenwindempfindlich, kein Kofferraum, > Sprit praktisch auffem Schoss ... Weil die billig zu haben waren, von Leuten denen das auf die Dauer nicht gefiel, oder die damit nicht klarkamen ;-) Bei meinem Schrauber bekam ich z.B. einen Ersatzmotor (mit Einbau) für 100 Mark, eine Stoßstange für 20, einen ganzen Gebrauchten (mit TÜV!) für 200 Mark. Und was die Heizung betrifft, da war es sehr nützlich, die Heizung regelmäßig auf- und zuzudrehen, damit die Züge nicht festrosten, und um das Wasser aus den Heizungskanälen (=Rahmen?) zu vertreiben. Ich erinnere mich allerdings noch an eine Fahrt zum Skifahren nach Ischgl, bei der der Beifahrer ständig mit einer Hand eine neue Sichtluke in die innen völlig vereiste Winschutzscheibe tauen mußte. Nach einigen Kilometern war dann immer ein Beifahrerwechsel notwendig :-( Einmal mußte ich auch unterwegs Gummistiefel (Motorradstiefel) anziehen, weil das Regenwasser aus der Heizung in den Fußraum lief. Zu Hause habe ich dann eine dicke Schraube genommen und ein Loch in den Boden geschlagen, durch das dann eine halbe Stunde lang das angesammelte Wasser ablief. Seitdem hatte ich kein Problem mehr mit Wasser im Fußraum ;-) AFAIR war das der Bundeswehr-Käfer, mit Seilzugbremsen und unsynchronisiertem Getriebe, den ich für 1 Mark symbolischen Kaufpreis von einer WG erworben hatte. Theoretisch hatte ich ja beim BW Lkw-Führerschein das Schalten mit Zwischengas und Zwischenkuppeln gelernt, aber mit diesm Auto praktisch nie richtig (gehörschonend) hingekriegt. Ein Kumpel (gelernter Panzerfahrer) bekam das weit besser hin, und war damit der einzige, den ich jemals mit einem meiner Autos fahren ließ. Aber wir sind hier ja bei de.sci.electronics, und da hatte ich einen elektronischen Intervallschalter für den Scheibenwischer, der anstelle eines Radios eingebaut werden konnte. Linker Knopf Intervallzeit, rechter Knopf Wischzahl. Und dann war da noch das antike Autoradio, mit Röhren und Zerhacker-Netzteil, das ein anderer Kumpel ins Handschuhfach eingebaut hat. Nach dem Ausbau des Radios konnte der Beifahrer den gesamten Kofferraum als Handschufach benutzen, sehr nützlich zur Entsorgung größerer Mengen von Abfall auf längeren Reisen, schlecht für andere Dinge, die man unterwegs nochmal brauchte. Von dem Ladegerät, mit dem ich meine Käfer aus der Steckdose starten konnte, habe ich ja schon berichtet. Leider konnte ich das nicht mehr einsetzen, als mir irgend ein Defekt an einem anderen Auto (Typ weiß ich nicht mehr) ständig die Batterie entleert hat (2 Stunden Parken haben dafür schon ausgereicht). Aber leider wohnte ich damals im zweiten Stock (Altbau), und konnte vor der Haustür praktisch nie einen der zwei Parkplätze bekommen. Keine Werkstatt konnte diesen Fehler finden, außer dem Austausch der Batterie fiel denen nichts ein - was natürlich nicht geholfen hat. Ich habe den Bordcomputer dieses Autos im Verdacht, doch dessen Austauch hätte mehr gekostet als ich für das ganze Auto bezahlt hatte. DoDi