Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Hans-Peter Diettrich Newsgroups: de.sci.electronics Subject: Re: Ansteuerung =?UTF-8?B?SC1CcsO8Y2tl?= Date: Sat, 12 Sep 2015 13:44:47 +0200 Lines: 53 Message-ID: References: Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=UTF-8; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net fku53l5nx9GCLG43SUAo+A+YsSTukDxkDC8RyvMnEkxHlFrgTr Cancel-Lock: sha1:e740MiZerLi7uMUmlDbdG6byIqc= User-Agent: Thunderbird 2.0.0.21 (Windows/20090302) In-Reply-To: Xref: csiph.com de.sci.electronics:192068 Günther Dietrich schrieb: > Am 11.09.15 um 14:09 schrieb Hans-Peter Diettrich: >> Bei einer H-Brücke (zur Ansteuerung von DC Motoren) mit 3 Signalen >> (Enable, A, B) gibt es zwei Möglichkeiten zur Ansteuerung mit PWM: >> entweder ein gegenphasiges PWM Signal auf A und B, > > Ich nenne das mal Methode I. > > Hier liegt wohl Dein Verständnisproblem. Die Signale A und B werden > nicht gegenphasig angesteuert. Es wird vielmehr eines der beiden auf > festen Pegel gelegt und das andere mit dem PWM-Signal beaufschlagt. Hab nochmal nachgeschaut: Im Arduino Starterkit wird ein L293NE bzw. SN754410 verwendet. Dort sind die Steuersignale für die insgesamt 4 Halbbrücken mit 1A bis 4A bezeichnet. Damit entsprächen 1A und 2A den von mir anderswo gefundenen A und B für die Halbbrücken 1 und 2. Die Halbbrücken müssen gegenphasig angesteuert werden, damit zwischen ihren Ausgängen Strom fließen kann. 1,2EN schaltet die Halbbrücken 1 und 2 ein bzw. aus. Andere Chips haben eine andere Ansteuerlogik, die soll hier nicht interessieren. >> oder die Vorgbe einer >> Richtung durch gegenphasige Signale auf A und B, und dem PWM Signal auf >> Enable. > > Das wäre dann Methode II. [...] >> Letztere Lösung wird gerne vorgeschlagen, da sie nur einen PWM Ausgang >> benötigt bzw. keinen Inverter für das komplementäre PWM Signal. > > Es wird kein Inverter benötigt (siehe ganz oben). Der Untersched liegt > eher darin begründet, wie sich der Motor abhängig von der Ansteuerung > verhält. Der Inverter taucht auch in den Application Notes zu obigen Chips auf. [...] > Ich hab's nicht mehr im Kopf, welche der beiden Varianten welches > Verhalten des Motors bewirkt. Ohne jetzt viel Gehirnschmalz zu > investieren würde ich mal annehmen, dass mit free-wheel-PWM der Motor > dazu neigt, seine Drehzahl aufgrund der Massenträgheit beizubehalten, > wenn das Tastverhältnis verringert wird. Die short-brake-PWM dagegen > dürfte beim Absenken des Tastverhältnisses den Motor aktiv bremsen. > Wie es sich tatsächlich verhält, lässt sich aber sicher im WWW nachschlagen. Im WWW habe ich nur verschiedene Methoden der Ansteuerung gefunden, aber jeweils ohne Erklärung des daraus resultierenden unterschiedlichen Verhaltens des Motors. DoDi