Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Hans-Peter Diettrich Newsgroups: de.sci.electronics Subject: Ansteuerung =?ISO-8859-15?Q?H-Br=FCcke?= Date: Fri, 11 Sep 2015 14:09:32 +0200 Lines: 30 Message-ID: Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=ISO-8859-15; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net T7Pz5toayfMT/pAJxrNIFAbF8vsuZGomo7Cs428+BaHOO//sJp Cancel-Lock: sha1:nlxfJqAW7iio6Il6yJNba8LHUlA= User-Agent: Thunderbird 2.0.0.21 (Windows/20090302) Xref: csiph.com de.sci.electronics:192024 Bei einer H-Brücke (zur Ansteuerung von DC Motoren) mit 3 Signalen (Enable, A, B) gibt es zwei Möglichkeiten zur Ansteuerung mit PWM: entweder ein gegenphasiges PWM Signal auf A und B, oder die Vorgbe einer Richtung durch gegenphasige Signale auf A und B, und dem PWM Signal auf Enable. Letztere Lösung wird gerne vorgeschlagen, da sie nur einen PWM Ausgang benötigt bzw. keinen Inverter für das komplementäre PWM Signal. Nun frage ich mich aber, ob diese Lösung irgendwelche Nebenwirkungen auf die Funktion hat. Solange die Selbstinduktion der Last eine einheitliche Stromrichtung durch die Last erzwingt, können die zwei Transistoren für die entgegengesetzte Spannung keinen Strom liefern, der fließt stattdessen durch ihre Klemmdioden. Damit reicht es tatsächlich aus, alle Transistoren während dieser Zeit abzuschalten. Aber was passiert bei einem PWM Tastverhältnis von 50%? Wenn 0% volle negative Spannung und 100% volle positive Spannung bedeutet, dann sollte der Motor bei 50% stillstehen. Das kann er aber nicht, wenn das PWM Signal auf Enable gelegt wird, und mit A und B eine Drehrichtung vorgegeben wird. Dann erhält der Motor die volle Spannung während 50% der Zeit, und keine Gegenspannung in den restlichen 50%. Wie kann man da den Motor überhaupt anhalten? Hat man somit bei PWM auf Enable die doppelte Auflösung, bezogen auf das diskrete Tastverhältnis des erzeugten PWM Signals, ohne sonstige Nachteile (Nichtlinearität...)? Ziemlich verwirrt DoDi