Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Joerg Newsgroups: de.sci.electronics Subject: Re: SPORT-Bus fuer ARM Core, CMSIS? Date: Wed, 26 Aug 2015 09:28:50 -0700 Lines: 61 Message-ID: References: Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=windows-1252; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net NjfHekrFHntltdnNJrTIfQohYovAxhbKDtm70ujNiux7K2BAZQ Cancel-Lock: sha1:6e5vW4rttI/pFHkFjOQDRTNTr0E= User-Agent: Mozilla/5.0 (Windows; U; Windows NT 5.1; en-US; rv:1.8.1.6) Gecko/20070728 Thunderbird/2.0.0.6 Mnenhy/0.7.6.666 In-Reply-To: Xref: csiph.com de.sci.electronics:191281 On 2015-08-26 8:59 AM, Johannes Bauer wrote: > On 26.08.2015 17:23, Michael Reinck wrote: > >> Aber viele haben vor FPGAs irgendwie immer noch Angst. Der >> Stromverbrauch! Die Gehäuse mit den vielen Pins! Die Verfügbarkeit in >> 25+ Jahren! :-) > > Äh, das wichtigste hast du aber vergessen: Gute HW-Entwickler für VHDL > oder Verilog zu finden ist verdammt schwierig. Und beide Sprachen halt > auch für Software-Leute auch hochgradig unintuitiv. Die kann man nicht > "umlernen". > Das ist der Hauptgrund, warum ich oft 89C51 und aehnliches einsetzte. Man findet ueberall SW-Leute, die damit umgehen koennen. Der zweite Grund ist 2nd Source, das es sonst bei Prozessoren fast nirgends gibt und bei FPGA schon gar nicht. Verfuegbarkeit in 25 Jahren muss nicht unbedingt sein, 20 Jahre jedoch schon. Auch dabei sehen viele FPGA Familien recht alt aus. > Von den bekackten Entwicklungszyklen ganz zu schweigen. Eine Zeile VHDL > geändert, 30 Minuten Synthese abwarten, testen, geht nicht. Geil. Leider > alles schon erlebt. Ja, klar, ach so tolle Behavioral-Simulation. Bildet > halt nur leider nicht immer die Realität ab. > > Und dass es viele FPGAs nur noch als BGA gibt stellst du so als Vorwand > hin, warum man die nicht nehmen will. Fakt ist aber, dass die bei > genügend geringem Pitch *richtig* schwer zu löten sind und ohne > Röntgengerät kann man auch nicht kontrollieren, ob der Prozess passt. > Das *ist* ein Argument dagegen. > Grosse BGA sind bei den meisten meiner Design der Killer. Mache ich nicht. Ein in der Loetverbidung voellig starres Produkt auf eine in sich leicht biegsame FR-4 Platine zu loeten, empfand ich noch nie als gute Idee und mache das wenn moeglich nicht mit. > Vom Preis ganz zu schweigen. Völlig außer Konkurrenz, wenn man dieselbe > Applikation in eine MCU reinpressen kann. > Sobald der Preis zweistellig wird, isses meist aus, geht nicht. > Genau, die proprietären Toolchains habe ich voll vergessen zu erwähnen. > Da schießt man sich auf einen Vendor ein und wenn man irgendwann mal > wechseln will, muss man den ganzen Dreck neu lernen. Und was für ein > Kackbloat das immer ist! Mehrere Gigabyte groß. Keine Ahnung was die da > reinpacken. Bwäh, PFUI. > > Nee, neee, FPGA nimmt man echt nur, wenn nix anderes geht. > Sehe ich auch so. -- Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/