Path: csiph.com!au2pb.net!feeder.erje.net!1.eu.feeder.erje.net!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Joerg Newsgroups: de.sci.electronics Subject: Re: Spannungswandler stoert Date: Mon, 17 Aug 2015 12:57:33 -0700 Lines: 75 Message-ID: References: Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=UTF-8; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net q/WYkpq+OAQCLS/V+7hsdg4tvEZx+apBpg7yf+0ylYOnvw2cf8 Cancel-Lock: sha1:hV+CyRYmVF62dGK5132s2YIXUxg= User-Agent: Mozilla/5.0 (Windows; U; Windows NT 5.1; en-US; rv:1.8.1.6) Gecko/20070728 Thunderbird/2.0.0.6 Mnenhy/0.7.6.666 In-Reply-To: Xref: csiph.com de.sci.electronics:190989 On 2015-08-17 11:15 AM, Rolf Bombach wrote: > Hallo NG > > Ich bräuchte eine Theromelement-Vorverstärker. Als geübter Sucher > hab ich prompt bei den Leerlingen eine nette Platine mit vier > AD595 gefunden. Sinnvollerweise ist auch ein kleiner Trennwandler > Traco TMA2415D mit drauf. Sieht alles ultra-professionell aus. > > Am Ausgang kommt allerdings nur Konfusion raus :-) > Auf der Fehlersuche, hab schon 3 kapitale Bockschüsse gefunden, > ist mir u.A. der enorme Störnebel dieses Sch****-Wandlers > aufgefallen. Eingangsseitig stelle ich 1 Vss Nadelimpulse > mit Wiederholfrequenz 160 kHz fest (Frequenz nicht verwunderlich, > innen ist ein 80 kHz Gegentaktwandler). Das Signal liegt > zwischen GND und GND :-]. Also Erdkabelchen von Oszitastkopf > direkt an Tastkopfspitze und die beiden zusammen an den Pin. > > Mir ist schon klar, dass die 10cm oder dergleichen dieses > Leiters eine Induktivität darstellen. Andererseits war ich > bis jetzt der Meinung, selbst bei einer Induktivität braucht > es etwas Strom, damit Spannung da ist. Trafo mal aussen vor. > > Der Rest der Schaltung "schwimmt", hab extra ein eigenes > Steckernetzteil (med-grade, von dort keine messbaren Störungen) > und Ringkerndrosseln in der Zuleitung. Also ist es ziemlich > mysteriös, woher sich die Spannung das zweite Bein holt. > Ground Planes gibt es vermutlich wie ueblich auch nicht. Damit faengt das meiste Uebel an. > Interessanter Test ist auch, beim Massekabelchen vom Oszi > einen Ferritring anzulegen. Sowohl beim Signal direkt wie > auch in der FFT sieht man, wie die niederfrequenten Anteile > massiv ansteigen. War zu erwarten. Die ärgerlichen Pulse > nehmen merkwürdigerweise nicht zu. Oszi ein 200 MHz Agilent, > (auch nicht ärgerfrei). > > Egal. Die Erbauer der Platine hätten gescheiter in die Appnotes zu dem > Murksteil von Spannungwandler geschaut. Dort ist erwähnt, dass man mehrere > fette Kondensatoren an den Eingang hängen muss, damit gewisse Vorschriften > erfüllt werden. Sagt so einiges. Auch dass dieser Hinweis so irgendwie > zufällig auf Seite 73 von 77 steht. > > Mittlerweile hab ich noch weitere Opfer hier am Insti gefunden. > Deren Schaltung funzt jetzt, hat aber mit dem Original nichts > mehr gemeinsam ;-). > > Ich werde jetzt mal juxeshalber den 3W-Wandler testen, von dem behauptet > der Hersteller, dass er die EN55022 class A ohne Zutaten erfüllt. > Class A heisst meist "Sorry, aber wir haben Class B nicht geschafft". > Sehr verdächtig ist ja auch, dass nach Installation eines 10nF- > Hünerfutterkörnchens am Eingang parallel zum Thermoelement die > angezeigte Temperatur um 5 Grad zurückging, vermutlich wegen > vorher gleichgerichteter HF. > > Unnötig zu erwähnen, dass ich Hersteller liebe, auf deren Homepage > die interne Suche nach "TMA2415" keinen Treffer gibt, da es ja > "TMA 2415" heisst, Pestalozziseelen, elende. > Wenn man echt Ruhe im Karton braucht, muss man isolierte Spannungsversorgungen ab weissem Blatt selbstbauen. Betrieb auf einer ISM Frequenz waere auch ganz guenstig, wenn man sich nicht als HF-Umweltsau "outen" moechte. -- Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/