Path: csiph.com!aioe.org!news.swapon.de!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Joerg Newsgroups: de.sci.electronics Subject: Re: Labornetzteile? [OT Drucker] Date: Tue, 07 Jul 2015 07:06:21 -0700 Lines: 74 Message-ID: References: <20150701234335.176fdabb@Achmuehle.WOR> <20150704012601.09675d8d@Achmuehle.WOR> <20150704211105.38fcea0c@Achmuehle.WOR> <20150705010705.1892d3c7@Achmuehle.WOR> <20150705223501.4a7ce05f@Achmuehle.WOR> <6jrmpah0fuaa9lnnt2klbno70rrn191h8b@4ax.com> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=ISO-8859-1; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net WtD7t1KKxBJoLDln6xwRTwW03TdEaFnTj2GC1CtFZBDP35veaQ Cancel-Lock: sha1:+1Z7lzufyfAQruQGDUKqvHmm6Ms= User-Agent: Mozilla/5.0 (Windows; U; Windows NT 5.1; en-US; rv:1.8.1.6) Gecko/20070728 Thunderbird/2.0.0.6 Mnenhy/0.7.6.666 In-Reply-To: <6jrmpah0fuaa9lnnt2klbno70rrn191h8b@4ax.com> Xref: aioe.org de.sci.electronics:188812 On 2015-07-06 11:32 PM, Ralph A. Schmid, dk5ras wrote: > Joerg wrote: > >> RS232 leibt und lebt, findet man im >> Industriebereich ueberall. > > Oh ja. Aber bei neuen Projekten seltener. Ich habe gerade ein neues im Layout, klassisch mit RS232. > ... Ethernet in seiner > Industrie-Variante PROFINET setzt sich mehr und mehr durch, was auch > gut ist, ein durchaus robustes Verfahren, galvanisch getrennt, > erdfrei, symmetrisch, und halt im Vergleich sauschnell. Auch in der > Industrie werden die Datenmengen mehr und mehr. Schaltschrankintern > auch gerne schon Faseroptik bei Baugruppen innerhalb eines > Herstellers. > > Ein Bekannter hat für einen riesen-Hersteller der Großdisplays an > Tankstellen (die mit dem Spritpreis) neues Innenleben entworfen, > modular, man kann die Ziffern zusammenstecken, wie man will, die > Einheiten geben sich dann selber Adressen. Auf meine Frage, wie > verbunden, und befürchtend, daß es irgendwas krankes Neumodisches ist, > kam "RS-485 natürlich, soll ja in rauhem Umfeld stabil gehen". Sehr > gut, so gefällt mir das. > So muss das sein. Gusseiserne bewaehrte Technik. > Ich hatte unlängst ein als defekt deklariertes TETRA-Handfunkgerät > quasi geschenkt bekommen, so ein modernes Motorola-Handfunkgerätchen, > wie sie die Polizei bei uns mittlerweile hat. Mit dem USB-Kabel nicht > mehr ansprechbar. > Auf aehnliche Art hatte ich mein erstes Auto bekommen. "Springt nicht mehr an". Ich bekam den Motor spaeter irgendwie gestartet, aber er machte hoellischen Radau und ueber 200 rpm kam er auch ausgekuppelt mit Vollgas nicht. Jemand hatte versucht, ihn zu reparieren und dabei intern was falsch zusammengesetzt. Samstag abend putterte er dann wie eine Harley und ich hatte ein Auto. Morgens musste ich aber erstmal rausfinden, wie Boxermotoren ueberhaupt funktionieren. > Aber Ralph ist ja nicht doof und hat dafür das nicht so gängige > RS-232-Programmierkabel (das dann bei mir über einen USB-Adapter am > Rechner hängt, aber egal) und vermutet, daß da nur jemand gespielt hat > und das FLASH korrumpiert hat. Ralph weiß auch, daß die CPU einen > bootloader-mode hat, in dem ihr per RS232 von der Programmiersoftware > ein Minimal-FLASH-loader ins RAM geblasen wird, der dann anläuft und > die normale Kommunikation auch per USB wieder ermöglicht. Man kann in > den Moment dann eine Viertelstunde lang das Gerät per RS232 neu > flashen, BTDT. Vermutlich könnte man in dem Moment auch umstecken und > per USB rasend schnell flashen, aber _die_ Viertelstunde hatte ich > gerade noch so. > > Jedenfalls kommt man so zu neuwertiger, teurer (naja, so 700 EUR) > Technik für fast umsonst :) Und sogar die Daten des Vorbesitzers und > die Herstellerdaten (Abgleichdaten, Seriennummer, Model-ID usw.) waren > noch drin, der Doldi hat offenbar wirklich nur die Firmware gelöscht > oder eine inkompatible Version mit Gewalt reingezwungen. > Oder ihm ist bei Bootloading der Saft weggegangen. Das hat schon etliche Messgeraete in "Bricks" verwandelt, die die Leute dann einschicken mussten. -- Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/