Path: csiph.com!aioe.org!news.mixmin.net!news.swapon.de!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Volker Staben Newsgroups: de.sci.electronics Subject: =?windows-1252?Q?Re=3A_Ist_Smart_Metering_=28intelligent?= =?windows-1252?Q?e_elektronische_Stromz=E4hler=29_in_Deutschland?= =?windows-1252?Q?_schon_ein_Thema_das_verunsichert=3F?= Date: Tue, 16 Jun 2015 21:26:25 +0200 Lines: 66 Message-ID: References: <201506091836.a40935@b.maus.de> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=windows-1252 Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net 1tDDxL+fwTL+nUUCxgPBPwW4J+PsgXIzPisUuelHr6QlrfSpZTwQnw/aU= Cancel-Lock: sha1:iwkjCc9r648ZyG/hrlTHPcAf/SQ= User-Agent: Mozilla/5.0 (Macintosh; Intel Mac OS X 10.9; rv:31.0) Gecko/20100101 Thunderbird/31.7.0 In-Reply-To: Xref: aioe.org de.sci.electronics:187222 Am 16.06.15 um 16:15 schrieb Christoph Müller: > Man kann eine Zelle auch so hin trimmen, dass nichts rein und auch > nichts raus geht. Dann wird in der Zelle genauso viel Strom verbraucht > wie auch produziert wird. Dafür braucht man keine Frequenzregelung. Das > passiert sehr kleinräumig. Das ist ja nun auch wieder so eine Sache, die Du nicht verstehst: selbst wenn man dafür sorgt, dass die Messwerte der Summe aus eingespeister und bezogener Leistung in einem Bilanzgebiet sich zu null ergänzen, dann bedeutet das ja noch nicht, dass die physikalische Größe Summenleistung auch null ist: jeder Messwert zeigt Abweichungen. Deswegen kann man ja auch auf eine Frequenzregelung nicht verzichten: das Netz integriert (ohne Selbstregeleffekt betrachtet) gnadenlos jede noch so kleine summarische Leistung ungleich null zu einer sich ändernden Fequenz auf. Und deshalb muss jede Regelung, die Einspeisung und Bedarf zur Deckung bringen will, auf der Messgröße Netzfrequenz basieren. Weil allein diese Messgröße korrekt die physikalische Größe Leistung bilanziert und nicht deren Messwert. Und deswegen ist die Frequenz-Wirkleistungsregelung eben eine globale Aufgabe, an der sich alle Regelzonen grundsätzlich gleichberechtigt, wenn auch unterschiedlich gewichtet, beitragen. Und deswegen wird auch jede Deiner kleinräumigen Zellen zu dieser Aufgabe beitragen, und zwar nach dem einzigen denkbaren (nämlich im jetzigen Verbundnetz implementierten) Verfahren. Und wenn Deine kleinräumigen Zellen so zahlreich sind, dass sie die Primärregelung nicht nur marginal beeinflussen, sondern deutlich dominieren, dann wird es nicht ohne permanente schnelle Variation der Wirkleistung in Abhängigkeit der Frequenz gehen. Das habe ich mit meiner Simulation gezeigt (was ja an sich nicht nötig war, da das ohnehin zum Basiswissen der Energietechnik gehört). Deine Kommentare in meiner PDF beweisen ja, dass Du nicht einmal das Problem verstanden hast, geschweige denn eine geeignete Lösung anbieten kannst (was an sich auch nicht besonders schlimm ist: weil die Notwendigkeit, dass irgend jemand an dieser Lösung interessiert sein könnte, nicht besteht, wie Du ja selbst bestätigst). Das Ganze geht nach dem Motto "Es reicht nicht, ein Problem nicht nur nicht zu verstehen, man muss auch unfähig sein, es zu lösen". Auch die folgenden Aussagen zeigen das: > Mit der einen Sekunde geht's bereits um Sekundärregelung. > [...] > Die Energie > für die Primärregelung steckt in den Wechselrichtern, den rotierenden > Generatoren, Akkus usw. > [...] > Wechselrichter takten so ummara 80 kHz. Manche auch niedriger. Je > weniger Leistung, desto höher die Frequenz. Zumindest so ungefähr. Damit > sollte man sogar noch Transienten innerhalb eines 50-Hz-Wellenzugs > ausregeln können. Wenn das nicht reicht, was denn dann? > [...] > Übertragen wird, wenn's nötig erscheint oder eine bestimmte Ruhezeit > überschritten wird. Wenn Du immer noch Begriffe wie Momentanreserve und Primärregelung verwürfelst; wenn Du immer noch meinst, man könne mit einer Spannungsregelung die Wirkleistungssumme zu null regeln; wenn Du immer noch der Meinung bist, die Primärregelung hätte etwas mit dem Ausregeln von Transienten eines 50Hz-Wellenzugs zu tun; wenn Du immer wieder und trotz Beratung von nebulösen Leitstellen faselst, die nebulöse Messwerte an nebulösen Netzpunkten ermitteln und diese an nebulöse Wertermittlungsmodule weiterleiten, die dann nebulöse Preisinformationen an nebulöse Kleinsteinspeiser in nebulösen Zellenstrukturen absenden (oder so ähnlich oder gern auch anders), so dass auf nebulöse Weise alle wirtschaftlich profitieren - dann fehlen mir die Worte.