Path: csiph.com!aioe.org!news.swapon.de!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: "horst-d.winzler" Newsgroups: de.sci.electronics Subject: Re: Elektronik bei Tieftemperatur Date: Mon, 15 Jun 2015 06:12:33 +0200 Lines: 39 Message-ID: References: Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=iso-8859-15 Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net tnwXHD6jNtdMJPzQqWD3YwgTSKR32Ersacafa2Fqbo2WdPJ0pN Cancel-Lock: sha1:V4iH2fY/ApQGUxypaa9E0x94wAA= User-Agent: Mozilla/5.0 (X11; Linux x86_64; rv:31.0) Gecko/20100101 Thunderbird/31.7.0 In-Reply-To: Xref: aioe.org de.sci.electronics:187065 Am 15.06.2015 um 02:56 schrieb Reinhardt Behm: > On 15.06.2015 07:01, Siegfried Schmidt wrote: >> Reinhardt Behm schrieb: >> >>> Unterschiedliche thermische Ausdehnung von Silizium und Material auf >>> dem es sitzt. Das gilt auch für andere Bauteile. >>> Das sind zwar keine großen Strecken, aber die auftreteden Kräfte sind >>> ziemlich groß. >> >> Danke. Zu dem Thema ist bemerkenswert wenig im Web zu finden, obwohl ich >> sonst keine Probleme mit dem Finden habe. >> >> Bei den kleinen Marsrovern springt bei -37° zwangsläufig die Heizung an, >> Philae meldet -35°C. Ist dies schon die Temperatur bei denen damit zu >> rechnen ist oder ist obiges erst ein Problem 'richtig' tiefer >> Temperaturen? > > Das hängt von der Struktur und den verwendeten Materialien ab. Ich teste > Aviokik regelmäßig bis -55°C non operating, -40°C operating - ohne > Heizung. Ich habe aber auch schon Sachen bei -30°C sterben sehen. > Ich lasse neue Konstrukteure immer gerne mal rechnen, welche Differenzen > z.B. bei einer Glasfront vor einem Display in einem Alu-Rahmen > auftreten. Nur von -20..+80°C kommen da locker > 1mm zustande. Viele von > denen sind hoch erstaunt, weil tehrmische Ausdehung für sie immer so was > "theoretisches" war. > Es kann wegen solcher Sachen zu internen Verbiegungen kommen, die Dir > evtl Lötstellen (BGA) abreißen. Auch wird Lötzinn da unten nch spröder. Das FuG 10 K (Lorenz) entwicklungsjahr 1937 mußte in einem temperaturbereich von -50°C bis 50°C zuverlässig arbeiten. Die frequenzabweichung bei einer bordnetzschwankung von 22...29V war kleiner als 0,03%. Es handelte sich um einen freischwingenden oszillator. Diese eigenschaften galten so ziemlich für sämtliches funkgerät der Wehrmacht/Luftwaffe... -- mfg hdw