Path: csiph.com!aioe.org!news.swapon.de!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Volker Staben Newsgroups: de.sci.electronics Subject: =?windows-1252?Q?Re=3A_Ist_Smart_Metering_=28intelligent?= =?windows-1252?Q?e_elektronische_Stromz=E4hler=29_in_Deutschland?= =?windows-1252?Q?_schon_ein_Thema_das_verunsichert=3F?= Date: Sun, 14 Jun 2015 20:12:59 +0200 Lines: 54 Message-ID: References: <201506141058.a43777@b.maus.de> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=windows-1252 Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net pIgZKsuw+zByfDO1oZMPGw89nrQYl9j5Ubb1EFGgCV1H49B/j997+rLqU= Cancel-Lock: sha1:SPaB3sorFdMkZRAUzQy/j0azC4Y= User-Agent: Mozilla/5.0 (Macintosh; Intel Mac OS X 10.9; rv:31.0) Gecko/20100101 Thunderbird/31.7.0 In-Reply-To: <201506141058.a43777@b.maus.de> Xref: aioe.org de.sci.electronics:187054 Am 14.06.15 um 10.58 schrieb Axel Berger: > Volker Staben wrote on Sat, 15-06-13 19:52: >> https://dl.dropboxusercontent.com/u/736898/Strohhandel.pdf > > Danke dafür. IMHO fehlt allerdings etwas. ja, natürlich fehlt Vieles. Aber für die Darstellung der Primärregelung reicht es. > Man kann die Marktmechanismen > so gestalten, daß sie tendenziell ein I-Glied bilden, das nach 60 oder > meinetwegen nach 120 Sekunden zu einem langsamen Wiederanstieg auf die > Sollwerte in, sagen wir, 300 Sekunden führt. Dazu benötigt man keinerlei Marktmechanismen, das ist Aufgabe der Sekundärregelung. Die Sekundärregelung löst nach einem definierten Zeitschema die Primärregelung ab, so dass deren Leistungsband wieder vollständig zur Verfügung steht. Wundersamerweise ist das sogar in der Wikipedia einigermaßen richtig dargestellt: http://de.wikipedia.org/wiki/Regelleistung_%28Stromnetz%29 > Für kurze Zeiten hast Du > gezeigt, daß (für mich überrraschend) allein die Größe des Netzes genug > Puffer bietet. Allerdings befürchte ich, daß die zunehmende Zahl > geregelter Verbraucher diese Weichheit zunichte machen dürfte. Nein, das musst Du nicht befürchten. Daran haben die Verantwortlichen bereits vor vielen, vielen Jahrzehnten gedacht. Das Wunderbare an der Primärregelung ist ja, dass sie allein wegen der geneigten summarischen Statik aller Regelkraftwerke - "Generatorkennlinie" - funktioniert. Es gibt i. W. zwei verschiedene Grenztypen von Verbrauchern: 1. geregelte Verbraucher, deren Wirkleistungsbezug unabhängig von der Netzfrequenz ist, 2. synchrone Verbraucher mit konstantem Lastmoment, deren Wirkleistungsbezug proportional zur Netzfrequenz ist. Es existieren natürlich Mischtypen und die resultierende summarische Lastkennlinie aller Verbraucher liegt dann irgendwo zwischen den Grenztypen. Die Primärregelung funktioniert immer mit gleichen Eigenschaften unabhängig vom derzeitigen oder zukünftigen Mix dieser Verbraucher. Sie kann auch nicht durch einen unterschiedlichen Mix der Verbrauchertypen beeinflusst werden, weil die stationäre Abhängigkeit der Netzfrequenz von der Last ausschließlich von der summarischen Statik aller Regelkraftwerke abhängt. Gruß, V.