Path: csiph.com!aioe.org!news.swapon.de!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: Volker Staben Newsgroups: de.sci.electronics Subject: =?windows-1252?Q?Re=3A_Ist_Smart_Metering_=28intelligent?= =?windows-1252?Q?e_elektronische_Stromz=E4hler=29_in_Deutschland?= =?windows-1252?Q?_schon_ein_Thema_das_verunsichert=3F?= Date: Sat, 13 Jun 2015 19:52:06 +0200 Lines: 78 Message-ID: References: <201506091836.a40935@b.maus.de> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=windows-1252 Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net QPliORNRK1Re2zkeKWzDKwgUdsfVc5ODtirzCki7fW9sPMKT0wt2Anfjs= Cancel-Lock: sha1:2cXRCV4ZLQCx2gCdTK6ZOJzP7fU= User-Agent: Mozilla/5.0 (Macintosh; Intel Mac OS X 10.9; rv:31.0) Gecko/20100101 Thunderbird/31.7.0 In-Reply-To: Xref: aioe.org de.sci.electronics:186990 Am 12.06.15 um 15.12 schrieb Christoph Müller: > Wo sollte ich die Rückführung denn übersehen haben? Das sind die > Messwerte an den Referenzpunkten im Netz. Dort wird festgestellt, ob > sich Angebot und Nachfrage die Waage halten. Hier zeigt sich wieder Dein lückenhaftes und unsystematisches Systemverständnis. Die einzig sinnvolle Messgröße, die anzeigt, ob sich Einspeisung und Bedarf die Waage halten, ist die Netzfrequenz. Irgendwelchen nebulösen "Messwerte" an irgendwelchen ebenso nebulösen "Messpunkten" im Netz sind Quatsch. >> Punkt 2. Der spielt eine entscheidende Rolle: je nachdem, wie man die >> dynamischen Eigenschaften der einzelnen Subsysteme gestaltet, > > das werden mit ASTROHS Unmengen sein, so dass man sie sinnvoll nur > pauschaliert und zusammenfassend beschreiben kann. Das führt aber auch > dazu, dass steile Flanken eher unwahrscheinlich sind und damit auch die > Gefahr der Instabilität. Man kann auch die Primärregelung ganz gut summarisch zusammenfassend beschreiben. Solche Modelle finden sich in fast jedem Lehrbuch der Energietechnik, z.B. bei Schwab oder bereits bei Leonhard. Und mit dieser Beschreibung kann man zeigen, dass Instabilität genau dann droht, wenn die Systeme (also insbesondere die Stellglieder, die man zur Verfügung hat - die Eigenschaften des Netzes incl. der Verbraucher kann man nicht verändern) zu langsam sind. Das Nichtvorhandensein "steiler Flanken" - wenn man sich denn schon auf Deine unsystematische Terminologie einlässt - ist doch gerade Ursache für das Problem. >> Die einzigen Freiheitsgrade, >> die man hat, betreffen üblicherweise den Regler. > > Mit ASTROHS nicht nur. Ich glaube, auch hier hast Du etwas Grundlegendes nicht verstanden. > Wir reden hier nicht von Gigawatt, sondern überwiegend von Kleinanlagen > im kW-Bereich. Wir haben in sehr guter Näherung ein lineares System. Es gilt also das Homogenitäts- und das Superpositionsprinzip. Damit sind die Eigenschaften - insbesondere die Systemeigenschaft Stabilität - völlig unabhängig vom Zahlenwert irgendwelcher Anregungen. Wenn ein System instabil ist, dann deswegen, weil seine Eigenschaften es instabil machen. Es wird dann im kW- wie im GW-Bereich seine Instabilität zeigen. >> Und wenn man nun durch irgendwelche weiteren technologischen Maßnahmen >> (Preisberechnung, Übermittlung des Preises an viele kleine Einspeiser, > > wie viel Zeit meinst du, braucht das? Keine Ahnung, ich habe keine Glaskugel. Du propagierst doch Dein System. Du solltest wissen, wieviel Zeit das benötigt. Immerhin: Null hattest Du ja schon mal ausgeschlossen. Das gibt Hoffnung. >> Wie gesagt - mit minimalen Grundkenntnissen in Regelungstechnik >> tätest Du das überblicken. > > Manche Menschen brauchen solche Sprüche tatsächlich. Nicht ich brauche das - Du. Du sperrst Dich ja gegen eine halbwegs solide Analyse. Vorschlag: ich habe mal eine kleine Simulation mit Simulink gemacht, basierend auf üblichen Standardmodellen für die Frequenz-Wirkleistungsregelung. Soweit abgespeckt, dass eben nur das Verhalten der Primärregelung summarisch mit dem Einfluss des Selbstregeleffekts durch Verbraucher dargestellt wird. Also ohne Sekundärregelung, ohne Minutenreserve, ohne Tertiärregelung, ohne Bilanzkreisausgleich, ohne die Beeinflussung durch die Spannungs-Blindleistungsregelung. Und damit ein paar Szenarien durchgespielt. Das Ergebnis war mir zwar vorher klar, aber vielleicht wird Dir mit konkreten Ergebnissen ein kleines Licht aufgehen: https://dl.dropboxusercontent.com/u/736898/Strohhandel.pdf