Path: csiph.com!weretis.net!feeder4.news.weretis.net!hirsch.in-berlin.de!b.maus.de!Axel_Berger From: Axel_Berger@b.maus.de (Axel Berger) Newsgroups: de.sci.electronics Message-ID: <201601241950.a24636@b.maus.de> References: Organization: MAUS Berlin (+49-30-82701142) Subject: Re: Maker-Messe =?iso-8859-15?Q?M=FCnchen?= Date: Sun, 24 Jan 2016 19:50:00 +0100 X-Gateway: b.maus.de gb1.1r 102698.1858 X-Gateway-Administrator: postmaster@b.maus.de MIME-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=iso-8859-1 Content-Transfer-Encoding: 8bit Lines: 23 Xref: csiph.com de.sci.electronics:200661 Michael Welle wrote on Sun, 16-01-24 08:54: >lieber einen Langzeitstudenten oder so hernehmen wuerde. Mittlerweile >glaube ich, dass das nur etwas mit der Wahrnehmung zu tun hat. Es gibt auch da sone und solche. Manche sind einfach Perfektionisten, die am Ende der Regelstudienzeit erkennen, wie wenig sie wissen, obwohl sie problemlos abschließen könnten. Auch in vielen Diplomarbeiten, die niemand hinterher liest, steckt viel zu viel Arbeit aus der Sicht von Karriere und Lebenslauf. Schnell und gute Note zählt, der Inhalt interessiert später keinen. Ein extremes Exemplar von der Sorte haben wir am Institut als -- viel zu spät ernannten -- Professor. Seine Habilitation, die jeder, der sie kennt, für hervorragend hält, lagert unveröffentlicht im Giftschrank und wird nur ungern und zögernd herausgegeben, weil er selbst glaubt, sie sei schlecht. Sein Englisch ist hervorragend, weit besser als meins, und Französisch spricht und schreibt er genauso fließend. Trotzdem wird berichtet, er verbringe die Bahnfahrten morgens zur Uni mit Karteikästen von Vokabeln. Leute, die aus solchen Gründen länger brauchen als die, die nur das nötigste tun, um den Anforderungen zu genügen, sind wirklich gut. Es gibt aber auch die anderen, bei denen man sich angesichts des Unwissens fragt, wo sie die vielen Semester wohl verbracht haben mögen.