Path: csiph.com!fu-berlin.de!uni-berlin.de!individual.net!not-for-mail From: "F. W." Newsgroups: de.alt.folklore.computer Subject: Re: Warum BASIC, warum Interpreter? Date: Mon, 3 Nov 2025 11:11:33 +0100 Lines: 57 Message-ID: References: <10e9omp$gsn$1@news.bawue.net> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=UTF-8; format=flowed Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: individual.net j6fefwdSqKoD/tTh/bt8MgEXTl9+LXNeBweHMILa7thfWnsc21 Cancel-Lock: sha1:EXz1v+Jgv0uoRLEPGd5JIURGeVo= sha256:1i2jiyZSrmyjaCFHvSfrLPMvJvKbppLoHukq1clWpYM= User-Agent: Mozilla Thunderbird Content-Language: de-DE In-Reply-To: <10e9omp$gsn$1@news.bawue.net> Xref: csiph.com de.alt.folklore.computer:52811 Am 03.11.2025 um 09:22 schrieb Gerrit Heitsch: > On 11/3/25 08:44, F. W. wrote: >> Gespräch mit dem Sohn des Hauses (RWTH-Student Informatik). Warum >> hatten die ersten Computer einen Interpreter und warum Basic? >> >> Meine Erklärung. >> >> 1. Es gab nicht nur, aber ganz überwiegend Homecomputer mit Basic. >> Der "Jupiter Ace" (?) kam mit einem Forth-Interpreter, konnte also >> kein Basic. >> >> 2. Basic-Interpreter brauchen keinen Editor. Anstatt eine Zeile >> zwischen 10 und 20 einzufügen, schrieb man einfach eine Zeile 15, >> die automatisch einsortiert wurde. > > Es gab trotzdem deutliche Unterschiede zwischen den Systemen. > Commodore hatte in ihrem BASIC von Anfang an einen Fullscreeneditor > während andere (Schneider CPC z.B.) einen Zeileneditor hatten. Dort > musste man sich die zu ändernde Zeile erst einmal kopieren bevor man > sie ändern konnte. > Aha. Einen Schneider hatte ich leider nie. Meine Reihenfolge: 1981 DEC pdp-11/35 MU-Basic/11 (Schule) 1982 Apple ][ (Schule, Apple Pascal bzw. UCSD) 1983 TRS-80 1985 Oric-1 1985 Atari 800 XL 1985 C64 (endlich wieder Pascal) 1987 C128 (CP/M, Turbo-Pascal...eine große Liebe) 1989 PCs (von 386SX bis heute und ähem Turbo-Pascal) Ich glaube, nur die CBM konnten Zeilen editieren. Bitte um Korrektur. > >> 2a. Luxus-Interpreter hatten eine funktionierende Renumber- >> Funktion. > > Ja, aber notfalls kam man auch ohne aus. Machte die Programme nur > etwas unübersichtlicher. > > >> 6. Überhaupt Speicher. Im Rechner lief genau ein Programm: der >> Basic- Interpreter. Kein wirkliches Betriebssystem, kein Editor, >> kein Compiler, kein Filer, kein Linker. > > Nicht ganz... Ein rudimentäres OS (Zeit, Tastaturabfrage, > Massenspeicheransprache...) war auch da vorhanden, zumindest bei > Commodore. Aber eben nicht so ausführlich wie in späteren Systemen. > Natürlich mussten diese Funktionen sein. Genau wie ein Dateisystem. Oder machte das die 1541? FW